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Oktober, 2011:

Motoryacht “Final Act” brennt aus und sinkt!

Es wird eine ganze Menge aufwand betrieben um Yachten vor Feuer zu schützen doch trotzdem liest und hört man regelmäßig von ausgebrannten Yachten. Anfang der Woche hat es die “Final Act” vor der Küste von Hilton Head Island in den USA erwischt. Verletzt wurde niemand da glücklicherweise eine andere Yacht gerade an der Unglücksstelle vorbei fuhr. Also liebe Skipper nicht in der Koje rauchen!

via superyachttimes.com

Arcona 410 – Yachttest

Grundpreis ab Werft . . . . . . 280 212 Euro
Preis segelfertig . . . . . . . 282 520 Euro (Quelle: yacht.de)

Getestet hat hier wieder Toby Hodges von YachtingWorld der an der Video-Test-Front immer wieder großartige Arbeit abliefert!

Arcona ist ein Familienunternehmen,dass Torgny Jansson als Werftinhaber seit Ende der 90ger Jahre leitet. Sein Vater Bengt Jansson hat die Werft 1968 gegründet und hat Mitte der 70er Jahre Torgny bereits 50% der Werft übertragen.

Der Hauptsitz von Arcona ist in Gustavsberg, in der Nähe von Stockholm. Dort betreibt Arcona eine Werft zur Auslieferung der Yachten sowie Winterlager und Service. In Gustavsberge werden auch die neuen Arcona´s geplant. Die Arcona Yachten werden in drei Werften gebaut in Schweden, Estland und Dänemark.

Hier noch ein netter Zusammenschnitt aus der Bauphase der Yacht. Vielen von euch werden die groben Schritte die zum Bau einer Yacht nötig sind bereits bekannt sein, aber vielleicht liefert der Film dem ein oder anderen ja doch noch einen Erkenntnisgewinn.

Kurzmeldung aus Singapur – MS Turanor PlanetSolar

Es berichtet Jens Langwasser von Bord der PlanetSolar:

Wir gucken mit Stolz auf die letzten Wochen zurück, für uns waren das wohl auch die härtesten Wochen, die wir seit dem Tour-Start in Monaco hatten. In der Typhoon Saison haben wir die komplette chinesische See durchquert, in Manila wurde uns sogar davon abgeraten, die Tour nach Hong Kong anzutreten. „Schwierig sei es mit jedem Boot” sagten sie, “jedoch unmöglich mit einem Solarboot!“

6 Tage später sind wir in Hong Kong eingelaufen!  Dank unserer hervorragenden Zusammenarbeit mit einem französischen Wetterteam und unserer perfekten Technik, konnten wir uns so bis Singapur durchkämpfen.

Der Einlauf in Singapur war einmalig. Dank der ganzen vor Anker liegenden Frachter, konnte man vom Wasser aus, die Skyline nicht sehen. Singapur ist sonst sehr schön aber speziell, es ist sauber, man könnte fast behaupten, dass es sogar zu sauber ist. Wer ein Schmutziges Auto besitzt – bekommt ein Strafzettel, wer Kaugummi in der Öffentlichkeit kaut – bekommt einen Strafzettel und so weiter.

Unser Hauptanliegen in Singapur waren die Wartungsarbeiten der Turanor Planetsolar, dafür sind wir für 2 Wochen in ein Trockendock gegangen und haben das komplette technische Personal aus Deutschland und der Schweiz einfliegen lassen. Die Wartungsarbeiten sind notwendig, um sicher auf die letzten 10 000 nm bis Monaco zu gehen.

Am Montag werden wir endgültig den Pazifik hinter uns lassen und in einen neuen Ozean aufbrechen – der Indische.

Hätte ich fast noch vergessen, meinen ersten Award habe ich bekommen. Das Team wurde mit dem Special Achievement Award ausgezeichnet.

Save the Future

Jens

Lichtwellenleiter im Segel – Windfädchen Ade!

Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut hat zusammen mit der Segelwerkstadt Stadt und Tuchhersteller Dimension Polyant  ein neues Messverfahren, mit dem an jeder beliebigen Stelle im Segel die auftretenden Kräfte während des Segelns exakt bestimmt werden können, präsentiert.

Dadurch ist es möglich den optimalen Trimm für beliebige Kurse sowie Wind- und Wasserbedingungen zu messen, einzustellen und jederzeit wieder abzurufen. Basis dafür sind in Lichtwellenleiter eingeschriebene Sensoren – sogenannte Faser-Bragg-Gitter.

 Die Sensorspezialisten des Fraunhofer HHI schreiben Faser-Bragg-Gitter in Standard Lichtwellenleiter ein, ohne dabei die Oberfläche des Lichtwellenleiters zu beschädigen. Dies hat den Vorteil, dass die Lichtwellenleiter trotz ihrer Dünne von nur 0,25 mm – das entspricht etwa dem Dreifachen eines menschlichen Haares – sehr robust und stabil sind. Dadurch können sie in oder auf das Segeltuch aufgebracht werden.

Durch die Bewegung des Segels während der Fahrt werden der Lichtwellenleiter und das Gitter des Faser-Bragg-Sensors gedehnt oder gestaucht. Dadurch stößt das im Lichtwellenleiter transportierte Licht auf unterschiedliche Strukturen des Sensors. Daraus ergeben sich unterschiedlich lange Lichtwellen, die vom Sensor gemessen werden. Die so ermittelten Daten werden mit einer eigens entwickelten Software auf dem Bordcomputer graphisch dargestellt und mittels WLAN auf ein Smart Phone oder iPad in das Cockpit übertragen. Diese Daten sind Grundlage für die Bestimmung der auf das Segel wirkenden Kräfte, anhand derer der optimale Segeltrimm ermittelt, eingestellt und wieder aufgerufen werden kann.

Die Fasersensorik im Segel wird derzeit bei ersten Testfahrten auf der Nordsee geprüft. Einen Eindruck von der Technick kann man sich auf der Hanseboot in Halle B7 Stand B7 / A.131 vermitteln lassen.

Sailrocket 2 erreicht 50 kn Marke

“We just got back in from a great session and I’m happy to say that VESTAS Sailrocket 2 is now in the 50 knot club.” so der einleitende Satz in Paul’s Blog. Der Verlauf des Projektes Sailrocket wurde hier ja bereits eingehend betrachtet. Die Tatsache das für jeden 10 kn Schritt eine Flasche Pol Roger Champagner fällig ist, dürfte also bekannt sein. Vergangenen Freitag war also Flasche Nummer 5 dran. Wieviele wohl noch in der Kühlung liegen?

Die aufgezeichnete Spitzengeschwindigkeit lag bei 50,53 Knoten. Die glückliche Erkenntnis der 3 durchgeführten Läufe war, dass die neue Sailrocket dabei weder an die Grenzen der Fahrphysik stößt, noch strukturelle Schwächen zeigt. Auch erste Vergleiche mit dem alten Boot lassen Paul und seine Crew optimistisch in die Zukunft blicken. Im wesentlichen stellt er fest, dass Sailrocket 2 im Vergleich zur VSR1 deutlich “trockener” (weniger Spritzwasser im Cockpit) und damit angenehmer zu segeln ist. Interessant ebenfalls die Beschreibung der vom Flügel verursachten Geräuschkulisse,  die mit dem Anlaufen einer Gasturbine verglichen wird.

 

Mit einer Oyster 54 durch die Ostsee

Kollege Richard Langdon von yachtingworld.com zeigt hier einen kurzen Zusammenschnitt seiner Reise durch die Ostsee mit einer Oyster 54. Er bezeichnet es als eines der Highlights eines Sommers der nie wirklich stattgefunden hat. Für ihn ist das wohl sein Job. Wenn ihr schon immer wissen wolltet wie es ist in der Yachtbranche zu arbeiten … es ist genau so … gut … bei mir jetzt irgendwie auch nicht … aber ich bin der festen Hoffnung Überzeugnung das es eines Tages so sein wird =)