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Juli, 2011:

Ein Schiff für echte Männer!

Ich weiß irgendwie noch gar nix über dieses Schiff, ich habe nur gerade dieses Video gesehen und bin total geplettet von der dreistigkeit des Erbauers, auf sämtliche gängigen Design Konfessionen zu sch*** und einfach ein Schiff zu bauen das wirkt als wäre es einem einem vollen Alublock gefräst worden. Man kann sich diese Yacht nur schwer im azurblauen Wasser des Mittelmeeres vorstellen – in meinem Kopf baut sich vielmehr das Bild von einem Skipper auf der bei 10 Windstärken in den Wind brüllt: “Ist das alles was du kannst!” =)

Laut Website ist es mehr oder weniger eine One-Man-Show basierend auf angegebenen 30.000 Seemeilen Erfahrung von Erbauer Jesper Weissglas. Ich denke ich werde ihm jetzt mal ne Mail schreiben – vom 12.-15. Oktober will Jesper mit dem Schiff auf Helgoland sein.

www.journeyman.se

Hull dimensions

Length OA 18.2 m
Length WL 17.4 m
Beam OA 4.9 m
Beam WL 3.9 m
Freeboards 1.9-1.7 m
Draft Min-Max 1.8-3.8 m
Draft Canoe Body 0,65 m
Prismatic Coefficient 0,51
LCB/LWL 56.5 %
Wetted Surface (Canoe) 49.5 m2
Wetted Surface (Appended) 62,8 m2
Unloaded Displacement [MOC] 13 tons
Loaded Displacement 16.8 tons

Rigging dimensions

P 22.4 m
E 8.6 m
I 21.9 m
J 7.3 m
Mast Height 27 m
Solent 76 m2
Main 110 m2
Gennacker 186 m2

Comparision Ratios

Hull Speed 10,2 kts
Displacement / Length 89.2
Sail Area / Displacement 29.6
Sail Area / Wetted Surface 3.0
Ballast / Displacement 28%

 

 

HanseClassics – erstes Treffen klassischer Yachten in Rostock

Erstmalig wird in diesem Jahr die HanseClassics vom 5. bis 7. August in Rostock/Warnemünde stattfinden. Eine Wochenende vor dem Start der 21. Hanse Sail treffen sich die Fans klassischer Yachten um, zusammen im Workshop, bei Regatten und bei dem Bier am Abend ein Segelevent in eindrucksvoller Szenerie zu erleben. Für Segelbegeisterte und Freunde schöner Yachten ist dies die Gelegenheit, sich in etwas ruhigerer und dadurch vielleicht auch stimmungsvollerer Atmosphäre (ohne Riesenrad) auf das Spektakel Hanse Sail einzustimmen. Die ersten Wettkämpfe des ersten Hansecups starten am 6. August um 10:30 Uhr.  Am 7. August um 10:30 Uhr wird der Sonntagscup gesegelt. Die Wettfahrten werden nach Yardstick ausgetragen und im Känguruverfahren vor Warnemünde gestartet. Das Ziel wird wieder im Hafen auf der Warnow in Höhe des Alten (mehr…)

“Eigenart” – die wirklich bunte Kuh

Vor ca. 2 Wochen hat Jochen den Weg nach Rostock auf sich genommen um sich, mit der Kamera bewaffnet, den interessanten Schiffen im Hafen von Rostock anzunehmen. Der erste an diesem Tag entstandene Film zeigt die “Eigenart” – die Tequila 24 von Carolin Wißmann und Daniel Stolzenberg. Ich war im Rahmen dieser Dreharbeiten auf den anderen Booten unterwegs und hatte mit den Beiden relativ wenig Kontakt. Der kurze Plausch vor dem Ablegen bestätigt aber, dass die beiden wirklich so nett und entspannt sind wie Sie im Film rüber kommen.

Ich wünsche immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel und noch einen schönen Resturlaub!

P.S. Bei der “bunte Kuh” handelt es sich um jene berühmte “Schnigge”, die im Jahre 1401 den Angriff auf Klaus Störtebecker führte.

Wing is King II

Bei den verschiedenen Optionen sein Boot für die Clubregatta zu optimieren, bieten sich verschiedene Möglichkeiten: Das Boot ausräumen ist für Anfänger. Ein neues Boot eher was für Segler mit Geld (wo gibt’s das schon?). Alternativen für Bastler sind ein Hydro-Foil oder ein Wingsegel. Ich möchte mal kurz erklären, was das Wing-Segel eigentlich so interessant macht.

Beim Foil ist es so, dass ein horizontal, am unteren Ende des Schwertes angebrachtes Flügelprofil für einen Auftrieb unter Wasser sorgt. Dadurch wird das Boot aus dem Wasser gehoben, die benetzte Fläche verkleinert sich und der Widerstand sinkt – man segelt schneller. Ähnlich zu den Foils lernen Schiffe fliegen- mal wieder.

Spätestens seit dem Americas Cup 2010 bzw. 1988, greift ein neues/altes Phänomen um sich: das Wingsegel kurz Wing.

Bei dem Wing handelt es sich um ein starres Großsegel. Doch was genau ist der Wing, was kann er und was soll das ganze überhaupt? (mehr…)

Stena Jutlandica – vertikale Turbinen auf dem Vorschiff

Als weltweit erste Reederei versorgt Stena Line ein Fährschiff mit zwei am Bug befestigten vertikalen Windturbinen. Die auf der Strecke von Göteborg nach Frederikshavn eingesetzte Stena Jutlandica produziert mit Windkraft so viel Strom, dass damit der Jahresverbrauch von vier Einfamilienhäusern gedeckt werden könnte. Jährlich können so etwa 23.000kWh in den Schiffsenergiekreislauf eingespeist und unter anderem für die Beleuchtung der Autodecks eingesetzt werden. Derzeit arbeitet Stena Line an etwa 200 weiteren Umweltschutz-Projekten und ist in Skandinavien ISO 14001-zertifiziert. So werden beispielsweise die Schiffe im Göteborger Hafen mit Landstrom versorgt. Mit den Windkraftwerken der Stena Jutlandica untermauert die Reederei erneut ihren Anspruch, Vorreiter beim Einsatz umweltschonender Technologien zu sein.
Ein interessanter Nebeneffekt: Die Windräder reduzieren zudem den Luftwiderstand der Fähre. Dadurch verbraucht Stena Jutlandina nun etwa 80 bis 90 Tonnen weniger Treibstoff, das entspricht in etwa der Öl-Beheizung von 28 Einfamilienhäusern pro Jahr. Damit verringert sich die Emission von Kohlendioxid um 269 Tonnen und von Schwefel um 1,7 Tonnen. Die Turbinen der Stena Jutlandica verfügen über eine Generator-Kapazität von 2 x 4 KW.

Aufgrund ihrer Form passen sich diese Turbinen sicher besser in das Design modernen Yachten ein als der klassische Flettner Rotor. Ist das ein Thema für Yachten – eure Meinung?

Danish Dynamite – XP44

Die XP44 ist die erste Yacht einer neuen Linie bei X-Yachts. Kollege Toby Hodges hat sich der dänischen Rennziege in gewohnter Qualität angenommen und sie für euch getestet. Statt des in GFK Yachten üblichen Stahlrahmens der die Kräfte von Rigg und Kiel aufnimmt, arbeitet man bei dieser neuen Serie jetzt mit einem Gerippe aus Kohlefaser.  Das so gesparte Gewicht wandert natürlich in den Kiel. Auch wenn ich für mich immer noch nicht ganz entschieden habe, ob der “Yacht of the Year” Award wirklich Repräsentativ oder nur gut für die Anzeigenverkäufe der teilnehmenden Magazine ist, so scheint mir die Nominierung für den Award 2011/12 doch eine angemessene Ehrung für dieses Schiff zu sein.

 

Baltic Yachts launcht Hetairos (Projekt Panamax)

Wenn man von PanMax oder Panamax Schiffen spricht, dann sind das Schiffe (294 m lang und 32,3 m breit bei einem Tiefgang von 12,04 m) die aufgrund der Schleusenabmessungen gerade noch so durch den Panama Kanal passen. Wenn die Eigner von Yachten sich über diese Abmaße gedanken machen müssen, dann nenn ich das mal ein echtes Luxusproblem. Natürlich hat kein Eigner eine 294 m lange Yacht gebaut … davon hätte man sich im Vorfeld schon einmal gehört. Die in Finnland bei Baltic Yachts gebaute Hetairos trug trotzdem den Projektnamen Panamax, da es dem Eigner wichtig war, die Masthöhe so auszulegen (max 62,5 m bei Niedrigwasser), dass die Yacht gerade noch unter den Brücken des Panamakanal hindurch fahren kann.

Hetairos ist die bis dahin größte vollkommen aus Carbon hergestellte Yacht der Welt. Rumpf und Deck wurden aus Prepregs mit Nomex und Corecell Kernen gebaut. Das die Yacht dadurch verhältnismäßig leicht ist, muss nicht weiter erwähnt werden.

Gezeichnet haben Reichel / Pugh Yacht Design und Dykstra & Partners, für das Interieur sind Rhoades Young verantwortlich.

LOA: 66.9 m
LWL: 49.8 m
BEAM: 10.5 m
DRAFT: 9.5 m
DISPLACEMENT: 220 ton
UPWIND: 2620 m2

http://www.balticyachts.fi/

Filmischer Rückblick auf die Warnemünder Woche

Ich gebe das jetzt einfach mal kommentarlos weiter Einige kritische Kommentare wanderten ja schon durch die Yachtpresse, die meisten davon sind aus persönlicher Verstimmung oder eben persönlicher Beteiligung sicher nicht objektiv. Den Bericht zur Warnemünder Woche aus Christophs sicht findet ihr hier.

Back in Kiel Sailing City

“Hallo Yachtblicker,

entschuldigt Bitte, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber die letzten Wochen haben ziemlich viel Energie und Nerven gekostet, dennoch bin ich mit der momentanen Ausgangslage sehr zufrieden!

Nun sind schon 2/3 der Qualifikation für die Spiele gelaufen und es ist Zeit für eine kleine Zwischenbilanz. In Weymouth kassierte ich mit einem hervorragenden 10. Platz die ersten 11 Punkte. Schon eine Woche später, startete die zweite der drei Qualiregatten, die Kieler Woche, wo ich einen 4. Platz belegt und damit die nächsten 17 Punkte einheimste. Das macht zusammen 28 Punkte und ist schon mal ein gutes Polster.

Lisa Fasselt (14 Pkt.) und Anke Helbig (13 Pkt.) ersegelten sich ebenfalls bei der Kieler Woche die ersten Punkte, dennoch liege ich mit einem recht großen Punkteabstand an erster Stelle und habe mich damit gleichzeitig für die Pre-Olympics qualifiziert. Ende Juli heißt es also wieder ab nach Weymouth, dort werden 50 Nationen in meiner Klasse an den Start gehen. Aus jeder Nation aber nur ein Teilnehmer.
Ich freue mich schon riesig auf dieses Event. Ein leichter Hauch olympischer Spiele…

Aber bis zu den Spielen liegt noch einiges vor mir. Die letzte große Entscheidung fällt erst im Dezember, bei der ISAF Weltmeisterschaft in Perth. Bis dahin wird noch einiges an Konditionstraining rauf gepackt und fleißig Wasserstunden abgerissen.

Also ein Traum scheint mehr und mehr Wirklichkeit zu werden. Dafür gebe ich alles!

Eure Franzi”

In diesem Sinne – Viel Erfolg!

Whitebread 1989-90 – der offizielle Film

Während in der Bundesrepublik Deutschland große Geschichte geschrieben wurde segelten Yachten zwischen 51 und 84 Fuß um die Welt. Richtig, damals wurde das Rennen noch in unterschiedlichen Bootsklassen ausgetragen. An dieser Regatta nahm mit “Maiden” zum ersten mal ein reines Frauenteam teil. Grant Dalton und Sir Peter Blake
(1. Oktober 1948 in Auckland; † 6. Dezember 2001) sind auch heute noch durchaus geläufige Namen im Segelsport. Letzterer gewann diese Ausgabe auf der berühmten Ketsch “Steinlager 2”.

Ich bin im übrigen der festen Überzeugung das sich ein direkter Zusammenhang zwischen der gesegelten Zeit und der Anzahl der Oberlippenbärte an Bord beweisen ließe.

Hier die offiziellen Filme der Jahre 2005/06 und 2001/02