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November, 2010:

Boatpeople – der Trailer zum Buch!

Ich hab euch hier, in einem ausführlichen Artikel, schon berichtet, was ich von diesem großartigen Buch halte.  Einige Wochen nach der Veröffentlichung hat “Nick”, aka Jens, noch einen Trailer nachgelegt. Ich finde so sollte Werbung im Internetzeitalter sein! Einzig auf den “tramp stamp” hätte ich verzichten können.

MS TÛRANOR in Miami angekommen!

Im Video ist Jenner kurz bei seinem “SolarSurf” zu sehen von dem ich euch hier schon Bilder gezeigt habe.

Die TÛRANOR PlanetSolar hat auf ihrer Expedition rund um die Erde den amerikanischen Kontinent erreicht. Heute Morgen um 08.15 Uhr Ortszeit (14.15 Uhr MEZ) legte das Boot im Hafen von Miami im US-Bundesstaat Florida an. Zwischen der Abfahrt des Bootes in Monaco am 27. September 2010 und dem Anlegen in Miami sind 61 Tage, 0 Stunden und 34 Minuten vergangen. Die gesamte Expedition rund um die Erde wird mindestens zehn Monate dauern.

Nächste Station wird Cancun in Mexiko sein. Dort wird das weltgrößte Solarboot anlässlich der Weltklima-Konferenz der UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change) Station machen. Die Ankunft in Cancun ist am 6. Dezember geplant.
„Wir wollen zeigen, dass wir die Technologie, das Wissen und die Mittel für den Wechsel auf erneuerbare Energien bereits haben. Für diesen Wechsel sind wir alle verantwortlich“, bringt es Raphael Domjan auf den Punkt.
Schiffseigner Immo Ströher betont: „Mit unserem Projekt wollen wir beweisen, dass Sonnenenergie über die stationäre Stromgewinnung hinaus auch solare Mobilität bieten kann. So lässt sich mit nachhaltiger Energietechnik ein entscheidender Beitrag zum Klimaschutz im Bereich des Verkehrs leisten. Bislang gilt der Seetransport-Sektor als klassischer „Energieschlucker“.
Die Idee zur Weltumrundung mit Solar-Technik stammt vom Schweizer Raphael Domjan, dem Gründer des Unternehmens PlanetSolar. Das PlanetSolar-Team besteht aus Physikern, Ingenieuren, Bootsbauern und engagierten Unterstützern aus aller Welt, die sich dem Schutz der Umwelt und der Förderung erneuerbarer Energien verpflichtet haben. „Wir wollen Ingenieure und Wissenschaftler dazu motivieren, innovative Technologien zu entwickeln. Wir wollen den Träumen der Menschheit Gestalt verleihen und zeigen, dass das scheinbar Unmögliche Wirklichkeit werden kann“, so Domjan. Und Unternehmer Ströher ergänzt: „Wir sind auf dem Weg zu zeigen, dass motorisierte Schifffahrt auch ohne Brennstoffe funktionieren kann.“

Dokumentation zur Route du Rhum!

Ich muss ja ehrlich zugeben, dass ich die Route du Rhum nicht wirklich verfolgt habe. Prinzipiell bin ich schon jemand der Offshore-Regatten verfolgt, auch welche die sonst kaum jemand interessieren, aber irgendwie ist das Ding so ein bisschen an mir vorbei gegangen. Auch die Tatsache, dass mit Jörg Riechers und Axel Strauß gleich 2 deutsche Teilnehmer dabei waren, hat daran nix geändert. Ich finde das aber auch gerade gar nicht schlimm, denn der Film fasst die Regatta hervorragend zusammen.

Nach genau 18 Tagen, 15 Stunden, 1 Minute und 32 Sekunden hat der Hamburger Jörg Riechers das Rennen in der Class40 auf Rang 6 beendet. Wir gratulieren zu dieser Leistung. Auf seinem Blog kommentierte er das Rennen wie folgt:

“Als erstes muss ich Thomas* zu seiner grandiosen Leistung gratulieren. Er hat absolut verdient gewonnen. Aber auch Nicolas**, Yvan und Sam haben ein tolles Rennen gezeigt, vor allem das Finish um den dritten Platz war sooo spannnend. Mittlerweile habe ich mich mit meinem sechsten Platz versöhnt. Ja, bin jetzt doch stolz auf meine Leistung. Hätte mir vor der Regatta jemand gesagt, Jörg, Du wirst Sechster, hätte ich es ihm bestimmt nicht geglaubt.”

( *Thomas Ruyant **Nicolas Troussel, Yvan Noblet und Samuel Manuard )

Der 2. deutsche Teilnehmer, der Darmstädter[rss-cut] Axel Strauß, beendete das Rennen auf Rang 13 von 44 – dafür zollen wir ihm nicht weniger Respekt als Herrn Riechers – Herzlichen Glückwunsch! Axel Strauß hat sich in den letzten Stunden vor der Zieleinfahrt  noch ein Rennen um Meter und Minuten mit Marc Lepesqueux geliefert und das nach einer Atlantiküberquerung. Class 40 fetzt! Den Bericht dazu findet ihr hier.

Ausführlicher Bericht von Jens zum Transatlantikrekord!

Hallo Freunde,

wir haben es geschafft! In nur 26 Tagen und 19h haben wir denn Atlantik überquert und somit denn Rekord der Sun 21, die Anfang 2007 in 29 Tagen den Atlantik überquert hat und bis zum 18.11.2010 denn Titel der schnellsten Atlantik Überquerung mit einem Solarboot für sich beanspruchte, gebrochen. Allerdings nur bis zur jener Stunde, als die Turanor Planetsolar um 3 Uhr Morgens in die Bucht von St. Martin einlief.

Für mich war es ein sehr bewegender und schöner Moment, da es die erste Überquerung war und solch ein Ereignis mit einem Rekord zum Abschluss zu bringen, ist schon einzigartig. Auf jeden Fall ein Moment, der mir ein Leben lang in Erinnerung bleibt.

26 Tage auf See – einzig und allein angetrieben von der Sonne, da kann ich natürlich auf viele schöne Erinnerungen zurückblicken, es gab allerdings auch harte und regnerische Tage.

Die ersten zwei Wochen lief es ganz gut, beste Solarboot-Bedingung. Bis die Meldung kam – Hurrikan Tomas hat sich unglaublich stark entwickelt und es wird mit einem Windspeed von über 120kn gerechnet. Da wir zu jenem Zeitpunkt noch weit auf dem Atlantik waren, haben wir uns davon erstmal nicht weiter beeindrucken lassen. Jedoch bekamen wir eine Vorhersage von unserem Wetterdienst, (Meteor France): „Hurrikan Tomas dreht nach Osten ab. Direkt auf euch zu. Seht zu das ihr da wegkommt.“

Da ist uns die Entscheidung nicht schwer gefallen, nach Süden abzudrehen, um uns bestmöglich unten “durchzuschmuggeln”.

Bis auf einige regenereiche Ausläufer und jede Menge Zeit, die uns verloren ging, sind wir jeoch gut aus der Situation gekommen. Auf unserer kompletten Reise haben wir ganz nach dem Motto “Clean the Ozean” gehandelt und jeglichen Müll eingesammelt, der uns auf der Reise begegnet ist. Und glaubt mir das ist wirklich eine große Menge!

Da unser Zeitfenster durch das Ausweichmanöver von Tomas sehr zusammengeschrumpft ist, hatten wir nach dem Einlaufen in St. Martin geschlagene 8h Zeit den Rekord zu feiern und uns dann wieder auf den Weg nach Miami zu machen (1100mn).

Gestern haben wir Puerto Rico auf der Backbordseite liegen lassen und heute sind wir quer ab von der Dominikanischen Republik. Also noch 800nm bis Miami, wo wir spätestens am 29. eintreffen müssen. Aber wie soll es auch anders sein, das Wetter ist mal wieder nicht auf unserer Seite – Wind von vorne und die kommenden Tage – Regen.
Die besten Grüße von der Turanor Planetsolar
Jens

Bilder vom Yeti-Cup in Rostock!

Wir bereits angekündigt, waren wir gestern zu Gast beim Yachtclub Warnow. Auch wenn die Windverhältnisse etwas bescheiden waren, war es eine rundum gelungene Veranstaltung! Ein großes Lob an den/die Organisatoren.

P.S. Ich danke Julia dafür, dass Sie mich an der Kamera abgelöst hat.

Heute gibt es mal nur eine kommentierte Bildgalerie:

Neuer Transatlantikrekord für Solarboote!

Rostock – 6 Grad Celsius und bedeckt, St. Marteen(Karibik) 27 Grad und Sonnenschein.

Warum interessiert mich das? Ich kann es euch sagen, soeben habe ich einen Anruf von Jens Langwasser von der Turanor bekommen, der mir mit freudiger Stimme berichtete, dass die Turanor einen neuen Transatlantik Rekord für Solarboote aufgestellt hat.

Die genaue Zeit konnte Jens mir leider noch nicht sagen, da sie heute Nacht erst eingelaufen sind und es noch keine offizielle Zeit gibt. Jens erzählte mir auch, dass sie wohl noch um einiges schneller gewesen wären, wenn sie nicht dem Hurricane Tomas hätten ausweichen müssen und bessere Wetterbedingungen gehabt hätten.

Es war Jensers erste Atlantiküberquerung, so war er am Telefon doch noch ziemlich aufgeregt und schwärmte von den Weiten des Atlantiks und den gesammelten Erfahrungen und Eindrücken. „Es ist noch etwas komisch, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben, aber auch ein schönes Gefühl, am Strand zu stehen und in die Ferne zu schauen, genau zu wissen, dass man das nun erst einmal hinter sich hat.“

Auf eines war Jens ganz besonders stolz, sie hätten unterwegs Müll eingesammelt, getreu dem Motto „save the future!“.

In wenigen Stunden geht es nach Miami, von wo aus Jenser dann etwas ausführlicher berichten möchte.

Viel Glück und ordentlich sonniges Wetter.

Ahoi!

Wie es zu diesem Solar-Surf-Bild gekommen ist lest ihr hier

“Warnefornien” – unser erstes T-Shirt für Segler ist da!

Heute ist ein großer Tag für Yachtblick, denn heute präsentiere ich Euch hier unser erstes T-Shirt. Ich ärgere mich schon länger über die Typen, die in rosa Polos oder Rugbyshirts mit Aufschriften wie „Sailing Team“ oder  „Offshore Sailing Crew“ in den Innenstädten rumtucken und einen auf Segler machen. Gut, die meisten Typen können gar nichts dafür, denn das rosa Nicki hat wahrscheinlich die blondierte Schnitte an ihrer Seite gekauft, weil Sie es für stylisch hält und hofft, dass ihr weichgespülter Banker dadurch wie ein Seemann aussieht!

Das erste T-Shirt dieser Serie stammt von dem Rostocker Grafikdesigner Friedemann Ohse. Für die Blitzmerker – Warnefornien setzt sich zusammen aus Warnemünde + Kalifornien. Die ganze Welt läuft in T-Shirts mit der Aufschrift „California“ herum. Auch wenn der Vergleich zwischen dem beschaulichen Fischerdörfchen und dem bevölkerungsreichsten Staat der USA vielleicht ein bisschen hinkt, gibt es seit diesem T-Shirt keinen Grund mehr nicht auch ein bisschen sommerlichen Lokalpatriotismus auf der Brust zu tragen. Der Jahreszeit angemessen gibt es das Motiv natürlich auch auf einem muggelig warmen Kapuzenpullover.

Ich finde der Grafiker hat das wirklich gut hinbekommen – danke Friedemann!

Hier gehts zum Shop!

Hanseboot 2010 – Video zum Messebesuch!

Ich hatte im Vorfeld ja bereits meinen Messebesuch in Hamburg angekündigt. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich diesen aber leider vorzeitig abbrechen. Ganz besonders bitter war dabei für mich, dass ich auch auf die Fabrik-Party und den Dimension Polyant Nightcup verzichten musste. Bis auf die im Vorfeld vereinbarten Termine, habe ich also nicht viel von der Messe gesehen. Als Ersatz zeige ich euch einen Messerundgang mit Bastian Hauck. Bastian Hauck ist der Autor von “Raus ins Blaue”. In dem Buch berichtet er über seine Reise auf einem Folkeboot nach St. Petersburg.

(Wenn ihr das Bild anklickt findet ihr das Buch bei Amazon)

Bericht von Bord der MS Turanor/Planet Solar von Jens Langwasser

Hey Mölli,

nach unserem kurzen aber intensiven Stopp auf Granne, haben wir vor einer Woche am Freitag wieder Leinen los gemacht, um den Langen Trip nach Miami anzutreten (3800 nm non stop). Wir sind jetzt auf Position 24°2N 30°28W und 850 nm (stand Samstag 30.10.2010 um 4:51 Uhr) liegen jetzt hinter uns.

Hier draußen ist sonst nicht so viel los, weit und breit nur Wasser. Es gehört schon zu den Besonderheiten ein Schiff anzutreffen…! Dafür kommen jegliche Meeresbewohner vorbei, einige davon landen auf dem Grill – andere nicht…ist auf jeden Fall eine ganz gute Abwechslung zum Trockenfutter.

Heute Morgen sind wir gerade erst mit einer Walschule in Richtung Westen gefahren. Die Wale befanden sich im Umkreis von 15 m um unser Boot und ließen sich durch unsere Anwesenheit nicht stören.

Da ich den Beruf Bootsbauer erlernt habe und den Job des Bootsmanns auf der Yacht habe, wird es für mich irgendwie nie langweilig, ob ich nun die Trimmung der Yacht anpasse, kaputte Solarzellen tausche, oder irgendwelche Lüftungen in die Yacht einbaue.

Falls für mich doch mal langweilig werden sollte, suche ich mir eben meine Beschäftigungen… und wenn ich mich auf einem Surfbrett hinter unserer Yacht herziehen lasse.

Bei sonnigem Wetter und 26° Wassertemperatur fällt mir das dann auch gar nicht so schwer….=)

Das soll es dann gewesen sein, ich werde mich demnächst wieder bei euch melden, bis dahin – save the nature.

Ps. Danke an Schweizer und Daniell für die die Unterstützung auf Grane – wir sehen uns in einem Jahr…aber dann mit Windsurfer.