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August, 2010:

Jan Kurfeld berichtet vom Gold Cup in San Francisco!

Nachdem ich die Warnemünder und Travemünder Woche gegen zum Teil auch starke internationale Konkurrenz gewinnen konnte, lief es beim Weltcupfinale auf dem olympischen Revier von 2012 im englischen Weymouth nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Mit Platz 26 konnte ich natürlich nicht zufrieden sein. Auf diesem anspruchsvollen Revier brauche ich sicherlich noch eine Menge Trainingsstunden und Wettkämpfe, um meine Leistung dort zu verbessern. Leider hatte ich mir kurz vor Beginn der Regatta auf meinem Laptop einen Virus (Trojaner) eingefangen und konnte von England aus nicht selber berichten. Ich bitte dies zu entschuldigen.

Heute (Samstag) habe ich die Vermessung hinter mich gebracht und am Abend findet die Eröffnungsfeier im ausrichtenden St. Francis Yachtclub, unweit der Golden Gate Bridge, statt. Die circa 100 Finns sind auf der nordöstlichen Seite der Bucht in einer Marina untergebracht. Diese Marina ist eher ein öffentlicher Park mit einer Launching Ramp und einem umzäunten Parkplatz, auf dem die Boote stehen. Nebenan sind mehrere Yachtclubs. Das Segelrevier ist quasi direkt vor der Haustür, aber das bedeutet leider auch, dass man San Francisco und die Golden Gate nur am Horizont sieht. Durch die geringe Wassertiefe von 3 bis 4 Metern und den vorherrschenden starken Winden, entsteht eine sehr kurze und steile Welle. Im Training hatten wir die letzten Tage immer Sonnenschein und 15 bis 25 kn Wind. Gleiches Wetter wird auch für den Gold Cup erwartet, der am Montag mit 2 Rennen beginnt. Der Amerikaner würde sagen: „It always blows in San Francisco.“ Grund für das “Wetterphänomen“ ist die Temperaturdifferenz zwischen dem kalten Pazifikwasser, das aus Alaska strömt und der heißen Wüste, die circa 30 km hinter der Bucht von San Francisco beginnt. Heute machen wir unseren Layday, um uns etwas zu erholen und werden dann gleich Richtung City aufbrechen, weil wir eine Tour zur Insel Alcatraz gebucht haben. Am Sonntag um 14 Uhr Ortszeit findet das Practice Race statt.

Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden.

Viele Grüße aus Kalifornien

Jan

Extreme 40 Sailing Series – Kiel 2010!

Insgesamt 65.000 begeisterte Zuschauer sahen das viertägige Segelspektakel Extreme Sailing Series™, das am Sonntag (29. August) mit einem klaren Sieg der französischen Equipe Groupe Edmond de Rothschild und Skipper Yann Guichard zu Ende ging. Das international topbesetzte Feld der gut zwölf Meter langen Extreme 40-Katamarane geizte nicht mit Action und Dramatik und zeigte bei mäßigem, aber sehr böigem Wind nicht nur enge Manöver. Es gab sogar ein paar Kollisionen auf dem Wasser. Ein sensationeller Tagessieg half dem Wirsol Team Germany mit Tino Mittelmeier (Stuttgart) am Steuer, das kurzfristig an den Start gegangene Audi Sailing Team Germany unter Skipper Johannes Polgar aus Hamburg am Ende noch abzufangen. Die deutschen Mannschaften mussten mit den Rängen acht und neun am Ende des Klassements vorlieb nehmen.

„Unsere Teilnahme war ein voller Erfolg. Die Veranstaltung hat aufgezeigt, wie Segeln dem Publikum präsentiert werden sollte“, meinte Oliver Schwall, Teamchef des Audi Sailing Team Germany. Die Crew mit Polgar und dessen Hamburger Vorschoter Markus Koy sowie Timo Jacobs aus Lübeck, ebenfalls Starboot-Vorschoter, und dem 49er-Segler Lorenz Huber aus München war aus der deutschen Segelnationalmannschaft rekrutiert worden. „Wir wussten von vornherein, dass wir praktisch ohne Training nur krasse Außenseiter sind“, so der Steuermann, „umso erstaunter und erfreuter waren wir, in den 23 Kurzrennen immer wieder renommierte Profis hinter uns gelassen zu haben.“

Bis zum letzten Tag der dritten von fünf Etappen der Extreme Sailing Series™ hatte das Audi Sailing Team Germany sogar die rote Laterne fernhalten können. „Vielleicht hat zum Schluss die Kälte das Adrenalin vom Vortag verdrängt“, suchte Polgar eine Erklärung für taktische Fehler, die er auf seine Kappe nahm. Auf dem Wasser zeigte das Thermometer zeitweise nur noch zehn Grad Celsius – im August! “Es war so oder so ein Gewinn für uns alle, auch wenn niemand gerne Letzter wird“, beschrieb Lorenz Huber die Stimmung, „der Geschwindigkeitsrausch auf diesen Booten ist schon phänomenal.“ Und dazugelernt hätten sie alle enorm während der Regattatage von Kiel.

Endstand der Extreme Sailing Series™ in Kiel:

1. Groupe Edmond de Rothschild, Yann Guichard (Frankreich), 167

2. Ecover Sailing Team, Mike Golding (Großbritannien), 142 Punkte

3. The Wave, Muscat, Paul Campbell James (Großbritannien/ Oman), 128

4. Oman Sail Masirah, Loick Peyron (Frankreich/ Oman), 125

5. The Ocean Racing Club, Mitch Booth (Die Niederlande/ Slowenien), 125

6. Red Bull Extreme Sailing, Roman Hagara (Österreich), 99

7. Groupama 40, Tanguy Cariou (Frankreich), 92

8. Wirsol Team Germany, Tino Mittelmeier (Stuttgart) 67

9. Audi Sailing Team Germany, Johannes Polgar (Hamburg), 61

Mit dem Opti von Dänemark nach Deutschland!

Johannes Röhrs ist Kapitän, sein letztes Schiff war stolze 332 m lang, sein nächstes Schiff wird kleiner, viel kleiner.

Die Eckdaten: Ein gut ausgebildeter Seemann segelt von Gedser in Dänemark nach Rostock. Soweit so gut, daran ist noch nichts ungewöhnlich, diese etwa 25 Seemeilen lange Überfahrt wird sicher von einigen hundert Seglern pro Saison befahren. Die Herausforderung liegt wie schon angedeutet im Transportmittel! Keine Yacht, kein Containerschiff, nein die Jüngsten-Jolle soll es sein – der Optimist.

Das Boot, in dem die meisten Segler ihre ersten Schläge auf dem Wasser gemacht haben, ist 2,30 m lang, 1,13 m breit und wiegt segelfertig etwa 45 Kg. Johannes Röhrs ist 1,90 m groß und wiegt knapp 90 Kg! Lässt man sich diese Daten einmal durch den Kopf gehen, wirkt es wie der Versuch das Archimedische Prinzip zu widerlegen.

Zum Thema Auftrieb sagte Johannes: „Anfänglich war da nur die Erinnerung an die Kindertage und der Eindruck, dass der Opti relativ viel Auftrieb hat. Ob diese Erkenntnis allein der Tatsache geschuldet war, dass einem als Kind alles größer vorgekommen ist, weil man selbst kleiner war, haben wir vorsichtshalber noch einmal getestet. Die wesentliche Erkenntnis dieses Tests war, dass der Opti mich trägt, wir aber unbedingt ein Lenzsystem einbauen müssen“

Zusammen mit Freunden wurde in den letzten Wochen viel vorbereitet, geplant und organisiert. Die notwendige Ausrüstung liegt bereit, das Begleitboot steht in den Startlöchern und sogar das elektronische Lenzsystem wurde in die Optimisten-Jolle eingebaut.

Wenn das Wetter mitspielt will Johannes am Samstag dem 28. August mit dem ersten Sonnenstrahl in See stechen.

Hier finden Sie in den nächsten Tagen Berichte, Bilder und einen Film darüber, wie es dem großen Mann im kleinen Boot ergangen ist.

Die Geheimnisse der Segelherstellung – Teil 3! Videointerview!

Der dritte Teil dieser Serie beschäftigt sich mit den Vor- und Nachteilen von Membransegeln und ihrer Entwicklung vom 3DL zum Membransegel für den Freizeitskipper.

Teil 1

Teil 2

“Le Grand Bleu” Die schönste Motoryacht der Welt im Rostocker Hafen!

Gestern ist die “Le Grand Bleu” in Rostock angekommen um bei Tamsen Maritime überarbeitet zu werden. Die Yacht gehört dem russischen Milliardär Jewgeni Schwidler, einem Freund und Geschäftspartner von Roman Abramowitsch – dem vorherigen Eigner. “Le Grand Bleu” wurde bei Kusch Yachts in Wewelsfleeth gezeichnet und in Bremen bei Vulkan 1996 fertig gestellt. Mit 114 Metern nimmt sie derzeit Platz 15 in der Liste der längsten Motoryachten der Welt ein. Eine Quelle habe ich zu den “Toys” an Bord gefunden, die besagt, dass die Segelyacht dezente 74 Fuß lang ist und die Motoryacht 67 Fuß – beide Angaben erscheinen mir aber sehr großzügig – ich werde das noch genauer herausfinden. Das soll es bis dahin erstmal gewesen sein – ich denke, dass ich euch demnächst noch ein weniger mehr darüber berichten kann, was es mit der Yacht und dem Refit in Rostock auf sich hat. Selbstverständlich waren John und ich heute morgen unterwegs um ein paar Bilder von dieser Schönheit zu machen!

Nachtrag: Bei der Segelyacht handelt es sich um 74 Fuß Dubois Yacht – natürlich Ed Dubois =)

Bei der Motoryacht um eine 21 Meter Couach-Yacht!

Mit fast 80 Jahren um Kap Horn! Sir Robin Knox-Johnston! Dokumentation!

Robin William Knox-Johnston wurde am 17. März 1939 in London geboren, dass heißt, er ist im Moment stolze 71 Jahre. Das Video ist sicher schon ein paar Jahre alt, aber dennoch scheint Segeln ziemlich fit zu halten! Es muss die Segelei gewesen sein, die ihn bis ins hohe Alter so fit hält. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass dies an seinem „Whiskey Sponsor“ liegen könnte. Ich habe mal einen Screenshot von seiner Website gemacht und Sir Robin hat wirklich einen hochprozentigen Sponsor! Sportler hin oder her, für so viel Coolness muss es einen dicken Daumen geben!

Den Titel „Sir“ bekam Knox-Johnston 1995 von der Queen verliehen, da er der Sieger des Sunday Times Golden Globe Race war und damit keine geringere Leistung vollbracht hat, als der erste Einhand-Nonstop-Weltumsegler zu sein! Der Erste – nicht der Jüngste, nicht der Grünste und nicht der Einäugigste – der Erste!

Am 22. April 1969 lief er nach 30.123 Seemeilen und 312 Tagen in den Hafen von Falmouth (Cornwall) ein und legte damit den Grundstein für den Stoff, aus dem noch heute die Vendée-Globe-Helden gemacht werden! Seine Yacht, die „Suhaili“, ist ein 32 Fuß langer Teakholzbau, dessen Linien an die legendären Rettungsboote des großen Colin Archer angelehnt sind. Die Yacht existiert bis heute!

Ich weiß nicht wie oft er in der Zwischenzeit um die Welt gesegelt ist, aber ich weiß, dass er es 1994 noch einmal in die Geschichtsbücher schaffte, indem er an der Seite von Sir Peter Blake († 2001 bei  einem Piratenüberfall) die Jules Vernes Trophy für die schnellste Weltumrundung unter Segeln gewann! An der Seite von Blake, dessen Leben hier auch irgendwann noch einmal ausführlich Erwähnung findet, segelte Knox-Johnston in 74 Tagen 22 Stunden und 17 Minuten zum damaligen Rekord. Zum Vergleich: der aktuelle Rekord von Franck Cammas Groupama 3 liegt bei 48 Tagen 7 Stunden und 44 Minuten.

Neben vielen anderen Ehrungen wie Yachtsmann of XXXX oder Sailor of XXXX war er der erste Segler, der 2008 in die ISAF Hall of Fame aufgenommen wurde. Also ein gutes Jahr nachdem er beim „Velux 5 Oceans“ seine bis dato letzte Weltumsegelungsregatta bestritten und auf Platz 4 beendet hat! Nicht beendet, also in der Liste hinter Sir Robin, waren bei dieser Regatta so „unbekannte“ Segler wie Alex Thomson (Hugo Boss) und Mike Golding (Ecover)!

Wir ziehen unseren Hut vor dieser Lebensleistung! Ich für meinen Teil würde mit „Sir Robin“ zu gern einmal segeln gehen oder auch nur ein Bier trinken, denn ich glaube, der Mann kann Geschichten erzählen, die mehrere Yachtblogs füllen würden!

http://www.robinknox-johnston.co.uk/

3. Bericht vom Weltcup-Finale in Weymouth! Anke Helbig!

Diesmal bin ich ein wenig schreibfaul, was wohl auch daran liegt, dass es irgendwie nicht läuft. Heute ist der zweite und letzte Finaltag, bevor dann morgen die besten 10 Teams jeder Bootsklasse im Medalrace die Sieger aussegeln. Und wir sind weit davon entfernt.

Wir hatten gestern echt schönes Segelwetter, Sonne und um die 13kn Wind, eigentlich perfekt, aber nur eigentlich. Der Tag gestern erreichte seinen traurigen Höhepunkte, als ich im letzten Rennen nach einer Kreuz und einem Vorwind letzte war. Ich versuchte dann noch das Beste draus zu machen und landete wie im ersten Rennen noch auf Platz31. Aber wieso kann ich nicht von Beginn der Wettfahrt ordentlich segeln.

Das soll die Aufgabe für die heutigen Rennen sein. Zum Abschluss würde ich gerne nochmal mit einem guten Gefühl vom Wasser kommen, also heisst es für heute nochmal RESET und los gehts auf ein Neues.

Viele Grüße aus England

Anke

Mike Horns Pangaea Expedition! Doku und Rundgang durch das Schiff!

Mike Horn ist ein Extremsportler, ein Abenteurer, ein Typ, der das macht, was wir eigentlich auch gerne den ganzen Tag machen würden – uns aber nicht trauen! Dieses “nicht trauen”, ist begründet und berechtigt, denn die Anzahl benötigter Weltretter ist begrenzt – also weiter arbeiten und am Wochenende segeln gehen!

Der in Südafrika geborene Wahlschweizer, war früher Soldat, ist dann den Amazonas entlang geschwommen, hat ohne motorisierte Hilfsmittel den Äquator umrundet, ist den Nordpolarkreis allein entlang gewandert und war im Winter (Polarnacht) am Pol! Seit 2008 ist er nun mit der “Pangaea” unterwegs um Kinder für den Umweltschutz zu sensibilisieren. Quasi Lüchtis großes Vorbild! =)

Bei dem Schiff handelt es sich um eine 35 m Alu-Ketsch, die mit diversem Forschungsequipment, Windgeneratoren, Mercedes Benz Blue Tec  Maschinen und einer ganzen Menge Solar Panels ausgestattet ist. Wenn ich das richtig verstehe, gibt es auch ein Netz, ähnlich dem eines Fischtrawlers, um Kunststoffflaschen aus den Ozeanen zu fischen.

Das interessanteste an diesem Schiff ist aber sicherlich seine Entstehungsgeschichte! Sein damaliges Budget von etwa 3 Millionen Euro, ist betrachtet auf die Schiffsgröße und die Ausstattung natürlich sehr knapp. Der eng gesteckte Zeitplan von 12 Monaten für den Bau, machte das Projekt für etablierte Werften natürlich auch nicht interessanter! Also errichtete Mike Horn kurzerhand eine provisorische Werft in einem Slum in Sao Paulo (Brasilien) und ließ die Yacht von mehr oder weniger ungelernten Schiffbauern zusammen braten! Nach eigener Aussage, hat das Projekt in dieser Zeit etwa 200 Familien ernährt! Allerdings bewerte ich diese Aussage nicht unbedingt als humanitäre Meisterleistung, denn die Kinder die in Indien unter menschenunwürdigen Bedingungen T-Shirts und Fußbälle zusammen nähen, ernähren sich schließlich auch davon und keiner der westlichen Konzerne darf sich dafür auf die Schulter klopfen!

Herr Horn hat angekündigt, sollte er für die Yacht nach dem Ende der 4-jährigen Reise keine neue Bestimmung finden, möchte er die Pangaea komplett recyclen! Ja nee ist klar! 35 m Alu-Ketsch mit Eisklasse und einem Neupreis von ca. 3 Millionen Euro – wird bestimmt total schwer, dafür einen neuen Eigner zu finden!

Halbzeit beim Weltcup-Finale in Weymouth

Nach den ersten drei Tagen liegen zwei Teams des Audi Sailing Team Germany auf Medaillenkurs bei der Skandia Sail for Gold Regatta im englischen Weymouth, dem Finale des ISAF Worldcup 2010. Die amtierenden Europameister im Star, Johannes Polgar und Markus Koy liegen nach fünf Rennen auf Platz fünf mit nur einem Punkt Abstand zur Bronzemedaille; Jens Kroker mit seiner Crew Siegfried Mainka und Robert Prem liegen nach sechs Wettfahrten auf Platz Drei in der Sonar-Klasse.

Bei bis zu 30 Knoten Wind, niedrigen Temperaturen, teils heftigem Regen und einer hohen, extrem kurzen Welle – verursacht durch die starke Gezeitenströmung im Englischen Kanal – blieben auch die Deutschen Crews von Kenterungen und Materialschäden nicht verschont. So mussten die 470er-Segler Ferdinand Gerz und Tobias Bolduan nach Mastbruch aufgeben. Von ihren Kenterungen nicht aus der Ruhe bringen ließen sich die Laser-Asse Philipp Buhl und Simon Grotelüschen und setzten sich mit beeindruckenden Leistungen in den Top Ten fest.

Moderate Bedingungen und Sonnenschein am gestrigen Mittwoch bescherten den deutschen Teams zwar nur mittelmäßige Tagesergebnisse, dafür aber wichtige Erfahrungen auf dem Olympia-Revier 2012. „Wir haben heute versucht ein System zu erkennen und waren auch der Meinung eines erkannt zu haben, aber am Ende stellte sich heraus, dass es kein System gab“, sagt Jens Kroker, Goldmedaillengewinner der Paralympischen Spiele von 2008.

Die 470er-Damen des Audi Sailing Team Germany erlebten am Mittwoch einen schwarzen Tag. Nach einem guten ersten Rennen mit einem achten Platz vom Team Tina Lutz / Susann Beucke folgte für sie und das Team Annina Wagner / Marlene Steinherr ein Frühstart mit Black Flag (Disqualifikation) im zweiten Rennen. Ebenfalls unglücklich und äußerst knapp hat Silke Hahlbrock mit Ihrer Schwester Maren und Kerstin Schult den Einzug ins Finale des Damen Matchrace verpasst. „Wir haben wirklich gut gesegelt, sogar zeitweise unsere Gegnerinnen kontrolliert und haben trotzdem einige Rennen um maximal einen halben Meter verloren. Das ist ärgerlich, aber wir können mit unserer Performance trotzdem zufrieden sein. Trotz dieses Ergebnisses sind wir auf dem richtigen Weg.“

2. Bericht aus Weymouth von Anke Helbig!

Am Mittwochmorgen melde ich mich mal wieder bei euch. Wir haben jetzt 2 Tage Weltcup in Weymouth hinter uns und wenn ich so auf die Ergebnisliste schaue, frage ich mich was eigentlich los ist. Am Montag konnten wir 2 Rennen bei 10-15kn segeln. Es herrschten schwierige Bedingunge mit großen Winddrehern und Windlöchern, die es einem noch zusätzlich erschwerten sein eigenes Ding zu segeln. Ich konnte 2mal gut Starten, bin dann aber überhaupt nicht in meinen Siefel gekommen und so stehen die Plätz 24 und 28 in der Liste.

Gestern war ein ganz komischer Tag. Planmäßig sollte um 11:00 Uhr Start sein, leider war zu wenig Wind! Doch nur wenige Stunden später, flogen sprichwörtlich die Kühe duch die Luft. Bei ca 20kn Wind segelten wir 2 Wettfahrten. In der ersten Wettfahrt drehte der Wind auf der Startkreuz nach rechts, ich war links. Zudem kamen noch 2 Kenterungen auf dem Vorwind, sodass irgendwann die Abstände nach vorne so groß waren, dass da nichts mehr ging. Das 2. Rennen lief mit Platz 15 etwas besser, ist aber auch nicht das, was ich eigentlich kann. Was auffällt ist, dass die Abstände zwischen den einzelenen Booten ziemlich groß sind und das wesentlich mehr drin wäre, wenn diese kleiner wären. So muss die Devise in den nächsten Monaten also heißen: LÜCKE SCHLIEßEN!

Aber nun konzentriere ich mich erstmal auf das JETZT und werde versuchen heute noch einmal 2 gute Rennen zu segeln. Das bedeutet, gut zu Starten und meinen Rhythmus mit dem Wind zu finden – dann sollte die Platzierung auch wieder stimmen. Schauen wir was wird. Drückt trotzdem weiterhin die Daumen, auch wenn es bis jetzt noch nicht so viel geholfen hat ;-)

Viele Grüße aus dem heute mal sonnigem Weymouth

Anke