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Juli, 2010:

TV-Trials für den 34. Americas Cup vor Valencia!

Russell Coutts finde ich ja aufgrund seines 33.AC-Gerichts-Ego-Trip nur noch so “mittel-cool”, allerdings muss auch ich ihm zu gute halten, dass er sich um die Zukunft des Cup/seines Cup bemüht. Vergangenes Wochenende fand vor Valencia das erste von 3 TV-Trials statt. Gesegelt wurde auf Extreme 40 Katamaranen und natürlich auf RC 44 Yachten (für die letzten unwissenden RC steht für Russel Coutts).

Diese beiden Bootsklassen sind sehr nah an dem bis dato ausgearbeitet Konzept für den 34. AC dran. Gesegelt werden soll auf Mono- oder Multihulls mit den Anforderungen:

Monohull Multihull
1.0 x wind speed upwind performance 1.2 x wind speed upwind performance
1.4 x wind speed downwind performance 1.6 x wind speed downwind performance
Narrow displacement range Displacement 4000-4200kg
Combination of bow and twin rudders allowed Up to four moveable appendages
Bowsprit Wing sails permitted
Unlimited gennaker area Demountable assembly
13 crew

Quelle Valencia Sailing

Ziel der Übung war es herauszufinden, welche Kamerapositionen sich besonders gut eignen. Am interessantesten finde ich bis dato, die Kamera am Ende des Baumes, die wirklich spektakuläre Bilder liefert und bei den RC 44 auch hin und wieder mal im Wasser landet.

Zusammenfassender Clip zu den Tests:

Hier noch der Clip mit der Kamera am Baum!

Was haltet ihr von den Videos – Verbesserungsvorschläge oder Lob? Siehe Kommentarfunktion! Für die ganz kreativen haben die Jungs auch einen Vidoewettbewerb ausgeschrieben: http://acvideocompetition.com/

Lieblingsteile #2 – Rooster Sailing “Black Diamond”

Wenn ich mir neue Ausrüstung zulege, dann plane ich schon mit ein, dass die Teile auch guten Test-Content liefern. Deshalb entscheide ich mich vielleicht eher für den unbekannten Marken-Underdog als es „normale“ Menschen tun würden. Im aktuell vorliegenden Fall, bin ich darüber sogar sehr froh. Unter olympischen Seglern ist das britische Label vielleicht noch einigermaßen bekannt, der Rest der Segelszene hat es nach meiner Einschätzung aber kaum auf dem Sender.

Ich habe mir kürzlich die Rooster Sailing Regattaweste „Black Diamond“ zugelegt und bin damit voll zufrieden, das Teil ist leicht und sitzt bequem. An Hüfte und Schulter ist die Weste verstellbar und sämtliche Schnallen sind versteckt angebracht, sodass man daran nicht hängen bleiben kann. Last but not least – schwimmt die Schwimmweste sogar … verrückte Welt! =) Was mir aber wirklich gefällt ist die Verarbeitungsqualität und die Wertigkeit des Materials. Rooster hat mich überzeugt und wird wieder gekauft, obwohl die Briten nicht unbedingt ein Discount Label sind.

Ich habe die Regattaweste zusammen mit der Trapezhose bei Aquaequip.de bestellt. Soweit ich das überblicke, gibt es sonst kaum noch andere Rooster-Händler in Deutschland.

Video-Zusammenfassung zum Med Cup Barcelona!

Wir haben euch hier ja in den letzten Tagen regelmäßig die Bilder vom Med Cup Barcelona gezeigt – für alle Hardcore-Schümi-Fans und Lesefaulen gibt es hier noch einen kleinen Videobericht!

Vize Welt-und Europameistertitel für Laser Radial Seglerinnen in Largs!

Copyright – Dave Kneale/Volvo Ocean Race

Chiara Steinmüller Vize-Europameisterin im Laser Radial

Ann Kristin Wedemeyer Vize-Welt-und Europameisterin U17

Bei den Jugend-Welt-und Europameisterschaften der Laser Radial-Klasse, die am gestrigen Sonntag zu Ende gegangen sind,  haben die Deutschen Seglerinnen mit sensationellen Einzelerfolgen und einem tollen Mannschaftsergebnis ihr großes Potenzial unter Beweis gestellt.

Findet eine Weltmeisterschaft der Laser-Klasse in Europa statt, so wird zeitgleich auch immer eine Europameisterschaft ausgetragen. So auch in diesem Jahr im schottischen Ort Largs am Firth of Clyde. In dem Feld mit 307 Teilnehmern (218 Jungs/89 Mädchen) zeigten die Berlinerinnen Chiara Steinmüller (18 Jahre, Segel-Club „Ahoi“) und Katja Kowalski (17 Jahre, Verein Seglerhaus am Wannsee) in den 4 Finalrennen konstante Leistungen im Bereich der Top Ten. Der Lohn waren der Vize-Europameistertitel und Platz 4 in der Weltmeisterschaft für Chiara Steinmüller und Platz 6 in der EM sowie Platz 8 in der WM für Katja Kowalski.

In der U17-Wertung schaffte Ann Kristin Wedemeyer (16 Jahre, Duisburger Yacht-Club) das Double und wurde Vize-Welt-und Europameisterin. Constanze Stolz (15 Jahre, Düsseldorfer Yachtclub) belegte sowohl in der WM- als auch in der EM-Wertung Platz 4.

Die Jungs vom Audi Sailing Team Germany konnten ihr Potenzial bei dieser Regatta leider nicht abrufen und kamen über Platzierungen in den Top 50 nicht hinaus.

Bernd Buchert, Vorsitzender der German Laser Sailing Class Association DLAS, zu dem Abschneiden des Audi Sailing Team Germany: „Das ist ein traumhafter Erfolg für unsere Seglerinnen. Sie haben gezeigt, dass Sie in der Weltspitze nicht nur mitfahren, sondern auch um den Sieg kämpfen können. Was mich dazu sehr freut: Das Audi Sailing Team Germany ist Gesprächsthema unter den Aktiven und Betreuern aus anderen Nationen. Man hat zur Kenntnis genommen: In Deutschland tut sich was.“

Artemis gewinnt, Audi A1 hat Rote Laterne an Bord!

Mit einem Rennen am letzten Tag der Camper Regatta Camper – Conde de Godeo Trophy in Barcelona segelte Artemis (SWE) weiter auf der Erfolgsspur. In einem spannenden Finish konnte das schwedische Team nach der letzten Wende von siebter Position kommend  auf Platz 2 das Rennen beenden. Nach einer durchweg guten Leistung in Barcelona hat Artemis mit zwei Punkten Vorsprung vor Emirates New Zealand (NZL) die Regatta der TP52 Serie gewonnen.

Für Audi A1 powerded by ALL4ONE endete die Woche in Barcelona mit einem letzten Platz. Das deutsch-französische Team schien nie so richtig in die Regatta gekommen zu sein. Jochen Schümann, Skipper: „Im letzten Rennen hatten wir nicht mehr Glück als den Rest der Woche. Wir hatten hier so viel Pech mit gebrochenem Großsegel, drei geplatzte Spinnaker und auch sonst sind wir mit dem Wind nicht so gut umgegangen. Wir sind in Cascais Zweiter und in Marseille Dritter geworden und wir hatten uns vorgenommen aufs Podium oder zumindest in die Nähe zu kommen. Aber am Beispiel Artemis sieht man, dass das nichts zu bedeuten hat. In Marseille sind sie Letzter geworden und haben hier in Barcelona die Regatta gewonnen. Da sieht man wie eng die Boote beieinander liegen. Jeder kann hier ein einzelnes Rennen oder auch ein Event gewinnen.” Bei der nächsten Regatta in Cartagena will Audi A1 powered by ALL4ONE wieder zur alten Leistung zurückkehren.

Regatta Camper – Conde de Gody Trophy in Barcelona:

1. ARTEMIS – 33 Punkte
2. EMIRATES TEAM NEW ZEALAND – 35 Punkte
3. QUANTUM RACING – 44 Punkte
4. BRIBON – 58 Punkte
5. CRISTABELLA – 62 Punkte
6. TEAMORIGIN 1851 – 63 Punkte
7. MATADOR – 67 Punkte
8. BIGAMIST 7 – 70 Punkte
9. LUNA ROSSA – 73 Punkte
10. SYNERGY – 73 Punkte
11. AUDI A1 POWERED BY ALL4ONE – 84 Punkte

Die nächste Termine:

Caja Mediterráneo Region of Murcia Trophy
Cartagena (Spain), August 24-29

Region of Sardinia Trophy
Cagliari (Sardinia, Italy), September 20-25

Artemis in Führung beim Med Cup Barcelona!

Keine gute Woche für Audi 1 powered by ALL4ONE in Barcelona. Im ersten Rennen startete das deutsch-französische Team von der letzten Position, da sie zuvor zu früh die Startlinie überquerten. So mussten sie zurückkommen und am Ende des Fleets mit Quantum Racing sowie TeamOrigin erneut starten. Auch wenn Audi A1 powered by ALL4ONE den Rückstand aufholen konnten und zwischenzeitlich auf Platz 7 lagen, so haben sie die gutgemachten Plätze dennoch wieder verloren und belgeten am Ende den 11. Platz. Das zweite Rennen stand ebenfalls unter keinem guten Stern. Zwischenzeitlich auf einen guten 4. Platz gesegelt, ist während eines Manövers der Spinnaker gerissen. Somit hat die Crew um Jochen Schümann als letztes Team die Ziellinie überquert. Im dritten und letzten Rennen des Tages belegte Audi A1 powered by ALL4ONE den 9. Platz.

Für Artemis lief es dagegen wesentlich besser. Mit zwei Siegen sowie einem 5. Platz konnte das schwedische Team nach neun Rennen in Barcelona die Führung bei der Regatta Camper – Trofeo Conde de Godó übernehmen. Mit einem Punkt führen sie jetzt vor Emirates Team New Zealand (NZL) und mit sieben Punkten vor Quantum Racing (USA).

1. Artemis – 31 Punkte
2. Emirates Team New Zealand – 32 Punkte
3. Quantum Racing – 38 Punkte
4. Cristabella – 54 Punkte
5. TeamOrigin 1851 – 54 Punkte
6. Bribon – 57 Punkte
7. Synergy – 61 Punkte
8. Matador – 63 Punkte
9. Bigamist – 63 Punkte
10. Luna Rossa – 68 Punkte
11. Audi A1 powered by ALL4ONE – 74 Punkte

Laser JWM! Gleich drei deutsche Mädels in den Top 10!

Nachdem vor einigen Wochen bereits die offene Herren Radial WM und die Radial WM der Frauen in Largs stattfand, sind nun auch die Junioren an der schottischen Küste, um ihren Weltbesten zu bestimmen. Die Vorläufe sind Geschichte und es kann in die Finalrennen gehen.

Abends ein Blick auf die vorläufigen Ergebnisslisten werfen und ein Trainer wird gewiss dabei sein, der sich über das bisherige Abschneiden seiner Mädels freuen wird, nach nun sieben gesegelten Vorläufen, sind gleich drei der deutschen Mädels in den ersten zehn der Gesamtwertung, Zur Zeit belegen die Mädels, Ann Kristin Wedemeyer, Chiara Steinmüller und Svenja Stein die Plätze 8,9 und 10 des mit 89 Seglerinnen besetzte Starterfeld.

Bei den Jungs sieht es leider nicht wirklich gut aus, lediglich Florian Haufe kann sich im Feld der 218 Starter in den Top 20 behaupten. Hoffen wir mal, dass Sebastian Bühler (yachtblick berichtete bereits von seiner Teilnahme an der ISAF Jugendweltmeisterschaft vor einigen Tagen) und Lukas Feuerherdt noch einen gewaltigen Sprung nach vorn machen und ihren eigenen Zielstellungen etwas näher kommen. Wie ich die beiden kenne, wollen sie sicherlich nicht um Platz 35 diese JWM beenden.

Med Cup Barcelona! Ohne Wind geht auch bei den TP52 nichts!

Mit Verspätung wurde gestern der 3. Renntag gestartet, dennoch konnten insgesamt drei Rennen ausgetragen werden. Mit den Plätzen 1, 3 und 2 hat sich das Emirates Team New Zealand aktuell den 1. Platz bei der Regatta in Barcelona als auch in der Gesamtwertung ersegelt. Selbst Quantum Racing (USA) konnte mit zwei Siegen im 2. und 3. Rennen dem neuseeländischen Team den Platz nicht streitig machen, da sie im ersten Rennen lediglich als 11. Team das Ziel erreichten. Damit liegen sie sogar noch einen Punkt hinter Artemis (SWE), die heute die Plätze 5, 2 und 4 belegten.

Für das deutsch-französische Team um Skipper Jochen Schümann begann der dritte Renntag beim Audi MedCup mit einem guten 4. Platz – dem bisher besten Ergebnis bei der Regatta Camper – Conde de Godó Trophy in Barcelona. Die anschließenden Rennen beendete Audi A1 powered by ALL4ONE auf den Rängen 8 und 6.

Ergebnisse nach 6 Renntagen in Barcelona:

Emirates Team New Zealand: 19
Artemis: 24
Quantum Racing: 25
Bribon: 36
Cristabella: 38
TeamOrigin 1851: 38
Synergy: 39
Bigamist 17: 42
Audi A1 powered by ALL4ONE: 43
Matador: 45
Luna Rossa: 48

Die Gesamtergebnisse nach 22 Renntagen in Cascais, Marseille und Barcelona:

Emirates Team New Zealand: 81,5
Quantum Racing: 107
Audi A1 powered by ALL4ONE: 124
TeamOrigin 1851: 128,5
Matador: 132
Artemis: 134
Synergy: 138,5
Cristabella: 146,5
Bribon: 159,5
Luna Rossa: 170
Bigamist 7: 208

Laser – Junioren EM Gdynia!

Und wieder eine Regatta, die ich mit besonders viel Herzschmerz beobachtet habe.

Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, viel am Anfang des Jahres eine wichtige Entscheidung bei mir – ich habe mich vom Hochleistungssport in der Laser-Klasse zurückgezogen und werde mich jetzt gezielter auf mein Studium konzentrieren. Gründe dafür gab es sicherlich einige, doch für mich entscheidend war einfach, dass ich den finanziellen Aufwand nicht weiterhin aus eigener Tasche berappen konnte.

Dieser Tage ging in Gdynia die Junioreneuropameisterschaft der Laser Standard zu Ende. Sehr erfreulich für mich, da ich sehen konnte, dass einer meiner ehemaligen Trainingspartner aus Warnemünde auf den siebten Platz segeln konnte. Maximilian Rössner, der aus Wismar stammt und nun schon seit einigen Jahren in Rostock lebt und trainiert, konnte mit einer überzeugenden Serie diesen Platz erreichen. Schade sicherlich, dass zum Ende der Regatta auf Grund der fehlenden Winde nicht mehr gesegelt werden konnte, denn wenn man auf die Ergebnisse schaut, kann man sehen, dass ihn lediglich drei Punkte vom Vize trennen.

Nachtrag

Oha, da waren unsere Quellen dann wohl doch nicht so vertrauenswürdig, wie wir es gern gehabt hätten. Die Jungs sind doch tatsächlich noch am Segeln und der “Schluss” der Regatta war lediglich das Beenden der Vorrundenrennen.

Max Rössner hat sich auf Platz fünf verbessert und liegt nun neun Punkte hinter dem zweiten Platz, also alles noch drin. Bester Deutscher hinter Max, ist ebenfalls ein Max, allerdings mit dem Nachnamen Jambor, er belegt zur Zeit den 15. Platz.


Link zu den Ergebnissen

Durchwachsener Tag für Schümi beim Med Cup Barcelona!

Das Video zeigt nicht die im Text beschriebenen Rennen, sondern wurde beim Training Day aufgezeichnet!

Nachdem der erste Renntag gestern aufgrund von zu wenig Wind nicht stattfinden konnte, war der gestrige Tag mit drei Rennen von sehr unterschiedlichen Ergebnissen geprägt.
Christabella (GBR), die im ersten Rennen den 2. Platz belegten, konnten im zweiten Rennen einen Sieg einfahren, schlossen aber im Dritten nur mit dem 11. Platz ab. Der Gewinner der Marseille Trophy Quantum Racing (USA) führt nach dem ersten Tag (2x 5. Platz und 2. Platz) mit nur einem Punkt vor Emirates Team New Zealand (NZL), die Platz 1, 4 und 8 belegten. Punktgleich (13) mit dem neuseeländischen Team liegen Artemis (SWE) und Bribón (ESP).

Für Audi A1 powered by ALL4ONE begann der Tag bei der Conde de Godo Trophy weniger erfreulich. Nur wenige Minuten vor dem ersten Start zerbrach ein Teil des Hauptsegels und somit konnte das deutsch-französische Team nicht teilnehmen. Skipper Jochen Schümann und sein Team belegten im zweiten Rennen den 8. Platz und schlossen den Tag mit dem 5. Platz ab.

Sebastien Col, Taktiker: „Wir hatten heute einen schwierigen Tag. Wahrscheinlich der Schwierigste seit Beginn des Audi MedCups 2010, weil wir mit mehreren Problemen gleichzeitig zu kämpfen hatten. Das war hauptsächlich bedingt durch einen gebrochenen Teil des Hauptsegels, so dass es für uns unmöglich war, im ersten Rennen zu starten. Wir wollten das Risiko nicht eingehen unser neues Hauptsegel zu beschädigen und haben entschieden beim ersten Rennen nicht mitzusegeln. Das Meer war bei 15 Knoten ziemlich unruhig, von daher war es notwendig das Segel vorher zu reparieren um bei den folgenden Rennen dabei zu sein. Bei den nachfolgenden Rennen konnten wir uns Stück für Stück verbessern. Die Windbedingungen haben es uns sehr schwierig gemacht, das Boot-SetUp abzustimmen, daher haben wir im 2. Rennen ein bisschen mehr Zeit benötigt bis es gestimmt hat, so dass wir im 3. Rennen einen guten 5. Platz einfahren konnten. Aber wir hatten immer noch das Gefühl, dass die anderen im Vorteil waren. Heute Abend werden wir noch mal über die Probleme reden und daran arbeiten. Morgen ist ein neuer Tag.“