Wer nach diesem Video die Wirtschaftskrise nochmal als Ausrede für seine eigenen Unzulänglichkeiten missbraucht, der zahlt 5 Euro an die DGzRS!
Februar, 2010:
Der derbste Yachttester der Welt – Vol. I

Gestern ging in Düsseldorf die Boot 2010 zu Ende und natürlich waren auch wir zum Messebesuch angetreten. Nachdem wir im letzten Jahr in Hamburg in Begleitung des „kleinsten Yachttesters der Welt“ waren, mussten wir natürlich auch in diesem Jahr mit einem Superlativ auftrumpfen. Für die Boot haben wir uns für den „derbsten Yachttester der Welt“ entschieden, mal schauen was sich bis zur Hanseboot ergibt, ich wäre für die „schönste Yachttesterin der Welt“. Die Bewerbungen können ab heute per Mail an mich gerichtet werden.
Da Düsseldorf nicht unbedingt der nächste Weg ist, begann mein Tag bereits um 3:30 – aber was tut man nicht alles für seine Leser. In Düsseldorf angekommen, bekam unser John erstmal sein offizielles Messe T-Shirt verpasst (siehe Bild), er wusste bis zu dem Zeitpunkt nur, dass er ein Shirt bekommt, was drauf sein würde, davon hatte er keine Ahnung. Ich kann bis dato so viel sagen, der Plan, über dieses Shirt schneller mit Leuten ins Gespräch zu kommen, ist aufgegangen. Ob wir Yachtblick.de in der Branche dadurch ein wenig bekannter gemacht haben, wird sich noch zeigen. Fakt ist, dass unser John mehrfach mit Aussagen wie: „Muss ich Angst haben, dass gleich was kaputt geht“ auf den Yachten begrüßt wurde.
Wie bereits im Vorfeld erwartet, kam es bei der Presseakkreditierung zu kurzen Diskussionen. Als mir leicht abschätzig der Satz „… das ist ja nur ein Blog“ entgegen gebracht wurde, war ich sauer und wies die junge Dame darauf hin, in welchem Jahrhundert wir leben und das der ein oder andere Verlag froh über unsere Leserzahlen wäre.
Nachdem ich die erste Hälfte des Tages mit vorher verabredeten Gesprächen bei diversen Ausrüstern und anderen Unternehmen verbracht habe, durfte auch ich endlich Boote gucken.
Zu diesem Zeitpunkt war der Großteil der Yachtblick-Reisegruppe allerdings bereits mit Freigetränken und Messe-Hostessen beschäftigt. Doch trotz der brütenden Hitze in den Messehallen und den Booten, hat mich unser „derber Yachttester“ durch die Hallen mit den Segelyachten begleitet, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Einen etwas enttäuschenden Auftakt in der Halle der Klassiker, lieferte die in 2 Jahren Handarbeit entstandene „pommersche Flunder“, ein Catboot über das ich gerne detaillierter Berichtet hätte, aber leider war es nicht zur öffentlichen Besichtigung frei gegeben und zu dem Zeitpunkt war auch niemand in der Nähe, den ich mit meinem hart erkämpften Presseausweis hätte beeindrucken können.

In derselben Halle befand sich neben allerlei Budenzauber zum Thema Yachtbau, noch ein Zeesenboot, ausgestellt von der Werft Rammin. Zeesenboote sind traditionelle Boddensegler auf denen Kapitän Johannes und ich schon einiges an anständigem Segelspaß hatten.

Wenn man des Öfteren Bootsmessen besucht, gibt es bei den Segelyachten von Messe zu Messe nicht all zu viel zu entdecken. Lobend sei an dieser Stelle noch einmal die Niesche für nasses Ölzeug erwähnt, die Alubat bei ihrer Ovni Serie in den Bädern platziert. Die Tatsache, dass die Möglichkeit Ölzeug zu trocknen mir nur bei dieser Yacht bewusst aufgefallen ist, zeigt, dass viele, gerade Serienyachten, einfach am Segler vorbei konstruiert werden.
Eine der besten Yachten die in diesem Jahr vertreten waren, ist für mich die Winner 12.20. Die niederländische Werft beweist mit diesem Schiff, dass sie hervorragende Yachten bauen kann. Ich weiß nicht, was die Tester bewogen hat, die Grand Soleil 46 bei der Wahl zur „European Yacht of the Year“ der Winner vorzuziehen, aber gravierende Schnitzer können es nicht gewesen sein.

… Fortsetzung folgt!
