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Februar, 2010:

Zusammenfassende Video-Reportage zum 33. AC!

Jochen von unserer Partnerseite www.segel-filme.de hat mal wieder ein kleines Reportage-Highlight für uns zusammengeschnitten. Der Clip bietet, neben tollen Bildern von den Cup-Giganten, vor allem Kommentare von Rolf Vrolijk, dem Chefkonstrukteur von Alignhi und Thomas Hahn einem Ingenieur von BMW-Oracle. Als Kenner der Segelszene kommt auch Carsten Kemmling zu Wort, ein Journalist, der lange für die Yacht gearbeitet hat. Letzterer hat kürzlich das sinkende Schiff “Printjournalismus” verlassen, um im Netz sein Glück zu machen. Wir wünschen viel Erfolg dabei!

Die bodenlose Kanne verlässt Europa!

Das Video zeigt den Zusammenschnitt vom 2. Rennen des 33. America’s Cup!

Der Cup ist vorbei und der Vollständigkeit halber will auch ich meinen Senf noch einmal dazu geben. Wie ihr ja sicherlich alle schon mitbekommen habt, ist BMW-Oracle auch im zweiten Rennen nur Vorletzter geworden. Der Cup befindet sich in nächster Zeit also erst einmal wieder auf der falschen Seite vom großen Teich.

Dass ich mir ein anderes Ergebnis gewünscht hätte, ist ein offenes Geheimnis, aber ich muss ganz ehrlich eingestehen, hier hat das bessere Team und das bessere Boot gewonnen. Ich habe keine große Ahnung vom Match Race und meine Regelfestigkeit reicht mal gerade um ein Rennen zu verfolgen ohne dauernd nachzufragen, was da eigentlich gerade passiert. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle in Frage stellen, wie es sein kann, dass sich ein Boot voller Profisegler ein Penalty einhandelt, weil es nicht rechtzeitig hinter der Start-Ziel-Linie ist? Kann man ihnen das Penalty im ersten Rennen, mit viel gutem Willen, noch als den gelungenen Versuch durchgehen lassen BMW-Oracle „einzuparken“ und dabei den Kringel in Kauf zu nehmen, gibt es für die zweite Strafe meiner Ansicht nach keine Rechtfertigung. Auch dass der Kat möglicherweise schwer zu manövrieren ist, lass ich nicht als Antwort gelten, schließlich hatte man mit Loick Peyron einen der erfahrensten Multihull-Segler der Welt an Bord. Das war eine schwache Kür meine Herren! Ihr habt mich enttäuscht und mir 2 Tage ein wenig die Laune versaut. Das nehm ich euch übel!

Da ich aufgrund von Uni-Prüfungen nicht selbst in Valencia sein konnte, war ich komplett auf die Berichterstattung im Netz angewiesen. Auch wenn die Server hin und wieder mal auf wackeligen Füßen standen und ihre Kapazitätsgrenzen erreichten, bin ich alles in allem zufrieden mit den Übertragungen. Die Qualität der Bilder und der Kommentare haben gezeigt was möglich ist, wenn das Budget stimmt.

Für das Fernsehen ist die Übertragung von Segelveranstaltungen immer schwierig, da sich der Wind nicht an Sendezeiten hält. Dennoch haben 39 Fernsehsender, insgesamt 15 h live in 216 Ländern über den Cup berichtet.

Allein die Seite americascup.com hatte über die Zeit des Cups 2,8 Millionen Besuche von denen 656.000 den Cup Live auf dieser Seite verfolgten. Bedenkt man, dass noch 350 weitere Webseiten den Cup gestreamt haben und americascup.com stets als erstes überlastet war, kann man davon ausgehen, dass eine ganze Menge Menschen an diesen zwei Tagen auf das winterliche Valencia geschaut haben. Etwas enttäuschend finde ich da fast schon die „wirklichen“ Besucherzahlen. In der Zeit vom 7.-14. Februar besuchten 201.000 den Hafen von Valencia. Vergleicht man das mit den knapp 80.000 Leuten, die den iShares-Cup in Kiel im Jahre 2008 verfolgt haben sollen, muss man das als eher magere Ausbeute betrachten.

Wer sich für derlei Zahlenspiel interessiert, findet hier den „America’s Cup in Zahlen“.

Der Cup ist vorbei, die „bodenlose“ Kanne macht sich auf den Weg in die USA, draußen liegt immer noch Schnee und Russell Coutts & Co. überlassen uns damit wieder der allgmeinen Winterdepression in Seglerkreisen. Ich verkneife mir jetzt irgendwelche Fußballer-Weisheiten, die uns erklären, was „nach dem Spiel“ so alles los ist und hoffe einfach mal, dass der 34. America’s Cup ohne Rechtsstreitigkeiten, auf interessanten Booten und mit einem oder mehreren adäquadten Herausfordereren stattfindet und die Kanne danach wieder in Europa ist – da wo sie her kommt und hin gehört! Der italienische Reeder Vincenzo Onorato hat sich bereits mit dem Yachtclub Nautico de Roma zum neuen „challenger of record“ erklärt.

In den nächsten Tagen werde ich euch noch ein paar Bilder zur Stimmung im Yachthafen präsentieren, die „unser Mann in Valencia“ gemacht hat. Seid gespannt!

P.S. Mich würde interessieren, was jetzt mit den beiden Mega-Multis passiert – wenn ihr da irgendwas hört, bitte ich euch mir Bescheid zu geben.

Video! Zusammenschnitt vom 1. Rennen des America’s Cup!

via Valenciasailing

BMW-Oracle leider nur Vorletzter!

© Jaime Reina/AFP/33rd America’s Cup

Oh oh! Ein schwarzer Tag für den europäischen Segelsport. Wenn Alinghi in den nächsten beiden Nächten nicht noch eine Geheimwaffe auspackt, dann geht der Cup wohl wieder nach Amerika. Das wäre für andere europäische Cup-Projekte sicherlich mit enormen Kosten verbunden, sodass sich einige wohl noch überlegen werden, ob sie da teilnehmen.
Aber kommen wir zum heutigen Rennen. Wie kann man sich den so doof anstellen – sorry aber anders kann man es wohl gar nicht sagen – und sich einen Penalty in der ersten Minute einfangen. Da hat doch wohl irgendwer gepennt. Alinghi ist aber zum Glück noch mit einem blauen Auge davon gekommen, da die Amerikaner bei geringen Geschwindigkeiten nicht ganz so gut manövrieren können.
Dann jedoch kam der Schock, BMW Oracle Racing nahm Fahrt auf und fuhr einfach in unglaublicher Zeit ran, ohne das Alinghi auch nur Chancen gehabt hätte da mit zu halten.
Damit war das Rennen dann leider auch schon entschieden. Kurze Spannung kam noch mal an der Tonne auf, weil man die Geschwindigkeiten auf den Down-Wind-Kurs noch nicht kannte. Dies entschied James Spithill aber klar für sich, da er einfach der ruhigere und bessere Skipper war und ist.
Hoffen wir nun also auf ein Wunder für Sonntag.

Das 1. Rennen des 33. AC kommentierte  Oliver für Sie. Der Berliner hat langjährige Erfahrungen in olympischen Bootsklassen und einen Trainerschein. Oliver segelt regelmäßig für Speedsailing auf ausgedienten Volvo Ocean Racern und blickt auf Einsätze auf Yachten wie der Utsider (Elliott 45) oder auf Farr 52 (Yacht Racing Academy) zurück.

Reportage zur Groupama 3! Unterhaltsames Video!

Die Reportage zeigt die ersten 10 Tage von Franck Cammas, mittlerweile drittem Versuch, die Jules Vernes Trophy zu gewinnen. Es gilt den Franzosen Bruno Peyron zu schlagen, der seit 2005 den Rekord für die schnellste Weltumrundung unter Segeln hält. Der Rekord liegt aktuell bei 50 Tagen, 16 Stunden und 20 min.

Die imaginäre Start-Ziel-Linie befindet sich zwischen dem Leuchtturm Phare de Créac’h auf der französischen Insel Ouessant und dem Leuchtturm der englischen Halbinsel The Lizard. Das Kap der Guten Hoffnung, Kap Leeuwin und Kap Horn werden jeweils an Backbord passiert. Natürlich wird auch dieser Rekord vom World Sailing Speed Record Council (WSSRC) überwacht.

P.S. Bruno Peyron ist der Bruder von Loick Peyron, der gerade mit Alinghi um den America’s Cup kämpft. Der 3. Peyron Bruder, Stéphane Peyron, war 1987 der erste Windsurfer der den Atlantik überquert hat.

Video zum 470er! Mein bestes Stück – Teil 2!

Zu wenig Wind verhinderte heute das erste Rennen beim 33. America’ Cup, deshalb zeige ich euch an dieser Stelle den 2. Teil aus der Serie “Mein bestes Stück”. In dieser Folge sind es zwei 470er Segler die über ihr Boot sprechen. Der 470er ist zwar ein “klein wenig” bekannter als die OE32 aus dem ersten Teil, aber der Unterhaltungswert des Films ist dennoch recht hoch.