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Januar, 2010:

Zur allgemeinen Lage der Nation!

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie froh ich bin, dass ich mich schon vor bekannt werden der Lügenborg-Story, kritisch zu diesem Thema geäußert habe. Wenn ich auf die ganze Geschichte zurück blicke, bin ich mittlerweile sogar froh, nicht auf das Angebot der mittlerweile allseits bekannten Mitseglerin eingegangen zu sein. Noch bevor die Bild oder die Yacht darüber berichteten, befand sich das Angebot der jungen Dame, mir die Geschichte zu erzählen, in meinem Postfach. Ich habe das seinerzeit nicht verfolgt, weil sich die Verarbeitung von Informationen einer verschmähten Liebe zu sehr nach Klatschpresse anfühlte.

In Summe bin ich jetzt also in der glücklichen Position, mich mit einem süffisanten Lächeln zurück lehnen zu können und in aller Ruhe zu beobachten wie andere Schreiberlinge, die Herrn L. einst in den sprichwörtlichen Hintern gekrochen sind, jetzt ihr Können und ihre Eloquenz darauf verwenden, möglichst schadenfrei zurück zu rudern. Wenn man bis jetzt noch nicht völlig Egoman gewesen ist, zwingt einen die Schadenfreude praktisch dazu =)

An dieser Stelle möchte ich fast die Prognose abgeben, dass uns in Bezug auf die „Seglerchen“, die angetreten sind um den Titel „Jüngster Weltumsegler“ zu ergattern, im ungünstigsten Fall ein ähnliches Szenario ins Haus steht. Derzeit werden die Kids noch gefeiert, aber wenn (ich wünsche es niemandem) einem der „Seglerchen“ irgendetwas passiert, dann werden es die Befürworter von Heute sein, die den Sinn dieses Rekordes morgen am lautesten in Frage stellen. Im Übrigen ist das auch der Grund warum ihr hier nix mehr über diese Reisen lest – no publicity for bullshit! Weltumsegelungen wurden für Leute erdacht, die innerhalb ihrer sozialen Struktur aus Freunden und Bekannten bereits alles erlebt haben und sich deshalb für ein paar Jahre verabschieden. Bei einer 16 jährigen kann ich mir kaum vorstellen, dass es für sie in den nächsten zwei Jahren nix interessanteres gibt als an der Pinne zu sitzen.

Während die Redakteure der Yacht mittlerweile auch fleißig dabei sind an Herrn L. Kritik zu üben, hat sich im Forum von Yacht.de mal jemand* zu der Sache geäußert, der von PR-Maßnahmen ein wenig mehr versteht und kurzerhand eine Rehabilitierungsmaßnahme ins Leben gerufen. Frei nach dem Motto: Brot und Spiele – das betäubt die Republik; wurden die Leser der Yacht-News (der Artikel ist mittlerweile verschwunden) dazu aufgefordert an einem kleinen Wettbewerb teilzunehmen, dem „Lüchti Poetry Award“! Ziel ist es, die schmalzigen pseudo Reime die Herr L. in sein Logbuch gebrabbelt hat, nach zu ahmen. Das die Teilnehmer die ursprünglichen Logbucheinträge dazu noch mal Lesen, ist der gewünschte positive Nebeneffekt. Zu gewinnen gibt es dann eine Flasche Single Malt, mit der man sich die Grütze, die da steht, schön saufen kann.

Ich würde an dieser Stelle gerne sagen – netter Versuch, leider gescheitert – aber das stimmt nicht, denn es wird funktionieren und in einem halben Jahr haben den Lüchti (ich denke die Verniedlichung ist kein Zufall) dann plötzlich alle wieder total lieb und die Magazine haben ihren Shooting-Star zurück.

Einzig der Trans – Ocean e.V. liefert derzeit ein kleines Licht im Tunnel der Gerechtigkeit und erkennt Herrn Lüchtenborg den Trans Ocean Award ab. Da allerdings bereits bei Vergabe des Preises die ersten Ungereimtheiten in den Geschichten des Herrn L. bekannt waren, kann man auch den Trans-Ocean e.V. getrost in die Riege der „zurück Ruderer“ aufnehmen.

Je mehr ich über Herrn L. lese, schreibe und nachdenke, um so mehr entwickle ich eine Schwäche für den Underdog – sollte sich meine These mit dem Shooting-Star nicht bewahrheiten und Herr L. bleibt der Antichrist der Yachtszene, dann hätt ich richtig Lust mit ihm mal ein Bier trinken zu gehen.

*Ich lasse hier bewusst offen ob das ein Mitarbeiter der Yacht war

Europäische Yacht des Jahres!

Noch 3 mal schlafen dann wissen wir mehr …

Videoimpressionen zur Seascape 18

Preis bei Biehlmarine, dem Händer für Deutschland:

Der Preis ist derzeit noch 21800€ inkl. 19% MWSt ab Flensburg bzw. 20825€ inkl. 19% MwSt. = 17.500€ exkl. MwSt. ab Werk Slowenien

Für alle „Segelpapas“ da draußen!

Wer kennt es nicht, es gibt immer einen Papa an Land, der seinem Sohn oder seiner Tochter beim auftakeln des Bootes hilft.

Bei mir war es so!

Mein Vater war es, der mich das erste Mal mit auf ein Boot nahm und mir zeigte, wie die Segelei funktioniert. Ich kann gar nicht genau sagen, was gewesen wäre, wenn er nicht Tag für Tag an meiner Seite gestanden hätte und mir bei diversen Sachen helfend zur Hand gegangen wäre.

Jahrelang ist er mit mir durch ganz Europa getourt, wir hatten viele gute Zeiten – natürlich geht sowas nicht immer ganz ohne Differenzen ab. Es kam schon mal vor, dass er, auf Grund mangelnden Elans von meiner Seite, abends einfach nach Hause gefahren ist und keine Lust mehr hatte. Eigentlich war ich mir jedoch immer sicher, dass er am nächsten Morgen wieder auf seinem orangen Motorboot sitzt, um für mich da zu sein.

Für diese Unterstützung möchte ich mich bei dir bedanken. Ich weiß es zu schätzen, was du all die Jahre für mich getan hast.

Danke Dittmar und alles Gute zu deinem 50sten Geburtstag!

Christoph

Beweisfotos Darßer Ort!

Ich war gestern in der Nähe von Prerow am Strand und damit unweit vom Nothafen Darßer Ort unterwegs. Wie die Bilder zeigen, ist die Ausbaggerung tatsächlich in vollem Gang. Nachdem wir hier so viel darüber berichtet haben, wollte ich euch diese Bilder nicht vorenthalten. Ich wäre gern noch näher heran gegangen, um bessere Bilder zu bekommen, aber dafür war es einfach zu kalt.

Yacht News im Test!

Diese Clips habe ich schon seit längerem bei Youtube abonniert, bin mir aber nicht ganz sicher, ob ich sie richtig gut oder richtig schlecht finde. Ich finde die Idee ganz nett, die Videos, die von den diversen Segelteams oder Veranstaltern produziert werden, zu bündeln und als News Clip zu veröffentlichen. Die Qualität dieses Clips finde ich aber aufgrund der schlechten Synchronisation und der sehr einfachen Aufmachung recht mangelhaft. Stimmt ab, ob ihr diese Videos hier weiterhin sehen wollt oder nicht.

Diese News weiterhin auf Yachtblick einbinden!

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Starboot WM 2010

In wenigen Tagen startet die erste Wettfahrt zur diesjährigen Starboot Weltmeisterschaft. Mit dabei ist auch mein ehemaliger Trainingspartner Alexander Schlonski mit seinem Vorschoter Frithjof Kleen.

Nachdem die beiden Männer im vergangenen Jahr bei der WM in Schweden (yachtblick berichtete) die Holzmedaille erringen konnten, wünschen wir ihnen viel Glück in Rio de Janeiro.

Ich hoffe, dass die Beiden ihren Top-Kader behalten und eine gute Platzierung erreichen. Wir werden sehen, was dieses Jahr für die Crew der “Fatboy Slim” drin ist.

Ich werde nach den Vorläufen berichten, dann sind wir alle schon ein ganzes Stück schlauer.

© www.kurs2012.de

Alinghi Wetterflugzeuge im Video!

Ich denke die Jungs haben nicht den schlechtesten Job rund um den America’s Cup.

Segel-Rassismus im Americas Cup!

© http://www.alinghi.com/de/

Das kürzlich beendete Treffen von Vertreten beider Teams in Singapur, kann in Folge der neuesten Meldungen über eine neue Klage des US-Syndikats, getrost als gescheitert bezeichnet werden.

Bereits kurz vor Weihnachten hatte BMW-Oracle die Vermutung in den Raum gestellt, dass die von Alinghi benutzten Segel aus den USA stammen und deshalb nicht der “Constructed in Country”-Regel entsprechen. Alinghi dementierte seinerzeit – zu Recht wie ich finde.

Laut Aussagen von Chefkonstrukteur Rolf Vrolijk, wurden die Bahnen des Segels in der Schweiz zusammengesetzt. Der Vorwurf von BMW-Oracle bezieht sich lediglich auf das Rohmaterial. Im selben Interview verwies Vrolijk darauf, dass die beim Bau des US-Trimarans verwendete Kohlefaser, auch nicht aus den USA stammt. Ob das der Wahrheit entspricht oder Spekulation ist, vermag ich nicht zu sagen.

Auf jeden Fall besteht nun wieder die Gefahr, dass sich der Cup erneut verzögert. Ich wäre allerdings sehr schockiert, wenn das Gericht hier erneut zu Gunsten von BMW Oracle entscheidet. Über den wahren Beweggrund für dieses Verhalten der Amerikaner kann man nur spekulieren. Da die “segelbaren” Wetterbedingungen im Regelwerk festgehalten wurden, kann es eigentlich nicht sein, dass Russell Coutts Angst vor den derzeit rauen Verhältnissen vor Valencia hat.

Möglicherweise ist es einfach eine Art Abfindung für seinen Anwaltsstab. Findet der Cup statt, dürfte es schließlich in New York zu einem plötzlichen Überangebot an hochqualifizierten Juristen kommen.

Man sollte das Wissen der Juristen in Sachen Segelsport nutzen, um eine Einstweilige Verfügung zu erwirken, die verhindert, dass Russell Coutts jemals wieder näher als 100 m an einen Cupper heran kommt.

Americas Cup – Ein Kuriositätenkabinett

© Alinghi

Diese beiden kleinen lustigen Flugzeuge gehören zum Team Alinghi und sollen eine Ergänzung zum üblichen Wetterboot sein.

Ein Mast so hoch ist wie ein 17-stöckiges Haus, ein Regattagebiet von 450 Quadratmeilen und die hohe Geschwindigkeit der Multihulls, sind für Alinghi Wettermann Jon Bilger, Grund genug für eine derart aufwendige Wetterdatenermittlung.