Vielleicht hat der Eine oder Andere bereits bei Twitter gelesen, dass die Yachtblick-Crew(+1) nächste Woche geschlossen zum absegeln antritt. Eine Woche Ostsee ist vorgesehen, als kleine Entschädigung für die ausgefallene Europatournee. Zu diesem Zweck habe ich Anfang der Woche 4 Charterfirmen angeschrieben. Der Text war immer der gleiche, die Ausgangsbedingungen somit identisch. Bei den Firmen 1A-Yachtcharter, Mola-Yachtcharter und Privat Charter Ostsee (PCO) erfolgte ein Rückruf mit entsprechendem Angebot, in weniger als einer Stunde. Guter Service, so macht Geld ausgeben Spaß! Etwas enttäuscht hat das Charterzentrum, die als letzte antworteten und dann auch nur per Mail mit einem Link, der auf ihre Seite verwies. Fand ich persönlich nicht so prickelnd, denn um mir die Website anzusehen hätte ich den Jungs nicht schreiben müssen. Wir haben uns am Ende für die klassische Bavaria 34 Cruiser entschieden, Vertragspartner ist die Firma 1A-Yachtcharter geworden, da ich hier neben Top Service, außerdem einen super Preis bekommen habe. Ein gutes Angebot habe ich auch von PCO bekommen, eine Dufour 38 für 950 Euro (inkl. Endreinigung), die wir bereits einen Tag eher hätten übernehmen können. Auch hier war der Service hervorragend und ich hatte ursprünglich für 6 Personen angefragt.
Es ist noch lange kein positives Signal für die Zukunft, es ist aber eben auch kein Rückschritt. Etwas traurig, dass man in Sachen Darßer Ort über den Erhalt des “status quo” schon erfreut ist. Der Seenotkreuzer Theo Fischer kann trotz Sanierungsarbeiten in Barhöft bleiben. Die DGzRS gab gestern Nachmittag folgende Pressemitteilung heraus:
Nach Gesprächen der Besatzung des Seenotkreuzers THEO FISCHER mit dem Hafenbetreiber und der Gemeinde Klausdorf kann der Seenotkreuzer THEO FISCHER der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) trotz der geplanten Sanierungsarbeiten des Hafens von Barhöft auch weiterhin im Hafen von Barhöft liegen.
Mündlich wurde der DGzRS mitgeteilt, dass auf Grund der schwierigen Liegeplatzsituation für den Seenotkreuzer im Küstengebiet zwischen Darßer Ort und Hiddensee auch während der anstehenden Sanierungsarbeiten des Hafens Barhöft dauerhaft Platz für den Kreuzer frei gehalten wird.
Am Freitag, den 25.09.2009, hatte der Hafenbetreiber zunächst mitgeteilt, dass der Seenotkreuzer ab Mitte November den Hafen verlassen müsse. Im Einsatzgebiet der THEO FISCHER hätte dann kein Hafen als Ausweich-Liegeplatz zur Verfügung gestanden.
Ungeachtet dessen betont die DGzRS erneut, dass es zu Darßer Ort derzeit keine Alternative gibt. Im entsprechenden Seerevier kommt es immer wieder zu Seenotfällen in der Berufs- und Freizeitschifffahrt. In der Vergangenheit kam es häufig zu dramatischen Verzögerungen bei Rettungsaktionen, weil der Seenotkreuzer von Barhöft aus eine über zweistündige Anfahrt hat.
365 Tage, 190 Artikel, 134 Verfolger bei Twitter, 100 Kommentare und das große Google findet unter dem Suchbegriff „yachtblick“ 3770 Einträge! Passt! Wenn ich kurz mal ein bisschen sentimental zurück blicke, dann fallen mir folgende Artikel und Geschichten spontan ein:
Der aufwendigste Artikel ist definitiv die Geschichte der „Christina O“, auf die sogar Wikipedia verlinkt! Der Artikel zur Hyperion ist mein persönlicher Favorit, da meine Begeisterung, für diesen in die Jahre gekommen Computer, nach wie vor ungebrochen ist.
Ein kleines Highlight, vor allem auch Abseits der Berichterstattung, ist die Zusammenarbeit mit Christoph, den ich bei Events wie dem Laser Matchrace (Video 1& Video 2)begleiten konnte. Als Beweis dafür, dass Yachtblick gelesen und ernst genommen wird, kann ich, nicht ohne Stolz, verkünden, dass unter den Zuschriften die ich bekommen habe, auch eine Abmahnung gewesen ist. Der Rufschaden den wir aus Sicht des Unternehmens verursacht hatten, belief sich auf 50.000 Euro, die wir zum Glück nach dem Löschen des Artikels nicht zahlen mussten.
Ich danke meinen beiden Redakteuren Christoph und Johannes und wünsche mir in Zukunft weiterhin von euch zu lesen =)
Durch interessante Kooperationen, die sich in den letzten Tagen ergeben haben, können wir in der nächsten Saison die Qualität und hoffentlich auch die Quantität der Videoberichte von diversen Regatten verbessern.
Wenn Sie Yachtblick-Leser sind und ihnen gefällt was wir hier tun, dann schenken Sie uns doch zum Geburtstag einen Link von ihrer Seite auf Yachtblick.de
Dieses Lied habe ich bei der Recherche für den “das sterben geht weiter” Artikel entdeckt. Die Band Torfrock hat ein Lied gemacht, dessen gesamter Erlös der DGzRS zu Gute kommt. Christophs Kommentar dazu war: “man was hörst du für eine Sch*****”. Ich würde sagen, hier heiligt der Zweck die Mittel! Also kaufen! Bei nicht gefallen kann man die CD immer noch verschenken!
Auf der Seite der Seite des iShares Cup ist zu lesen, dass am heutigen Tag etwa 10.000 Zuschauer an der Regattabahn waren. Laut Wikipedia hat Amsterdam etwa 760.000 Einwohner. Der Kieler iShares Cup war deutlich besser besucht. Die zweitschönste Stadt an der Ostsee ist also definitiv Sailing City!
Ich musste gerade selber die Suchfunktion auf Yachtblick benutzen, um herauszufinden wie viele Artikel ich bereits zu diesem leidigen Thema geschrieben habe. Derzeit finden sich hier schon 3 Beiträge und ich habe nicht über alle Zwischenfälle berichtet. Wie bereits im März dieses Jahres hat der nichtvorhandene Hafen, zwischen Rostock und Barhöft, ein erneutes Todesopfer gefordert.
Die Besatzung einer aus Warnemünde kommenden Yacht, hatte am Donnerstag gegen 10 Uhr, die DGzRS alarmiert, da eines ihrer Besatzungsmitglieder bewusstlos aufgefunden worden war. Das Seenotrettungsboot der Station Wustrow lief sofort aus, ein Hubschrauber wurde geschickt und der Seenotkreuzer „Arkona“ machte sich auf den Weg. Aufgrund des schweren Seegangs konnte man zwar vom Hubschrauber aus eine Ärztin auf der Yacht absetzen, es gelang jedoch nicht, den bewusstlosen Mann an Bord des Seenotkreuzers zu bringen. Die Yacht musste schlussendlich in das noch 20 Seemeilen entfernte Warnemünde eskortiert werden. Gegen 15 Uhr, also erst 5 Stunden nachdem die DGzRS alarmiert wurde, konnte der Mann mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.
Der Segler verstarb letzte Nacht im Krankenhaus!
Am Abend desselben Tages havarierte eine weitere Yacht an diesem Küstenabschnitt. Manövrierunfähig versuchte sich die Besatzung in den versandeten Nothafen zu retten. Was scheiterte! Der ehemals in Darßer Ort stationierte Seenotkreuzer Theo Fischer, konnte erst nach stundenlangen Versuchen die Yacht an den Haken nehmen und nach Barhöft schleppen.
Ob der Segler noch leben würde, wenn ihm eher geholfen worden wäre, kann ich nicht sagen. Es spielt für mich auch keine Rolle. Die Ereignisse der letzten Monate zeigen, dass an diesem Küstenabschnitt definitiv ein Hafen und ein Seenotkreuzer fehlen.
Ich hätte diesen Artikel nicht geschrieben, wenn es nur darum ginge die Ereignisse der letzten Tage wieder zu geben. Es ist vielmehr schiere Fassungslosigkeit die mich dazu bringt, euch aufzuzeigen, wie diese Geschichte in Zukunft möglicherweise weiter geht.
Laut Pressemitteilung der DGzRS wurde den Rettern heute Morgen mitgeteilt, dass der derzeit in Barhöft stationierte Kreuzer „Theo Fischer“, den Hafen in der 2. Novemberwoche aufgrund von Sanierungsarbeiten verlassen muss. Wenn es dazu kommt, findet sich in der Nähe der stark befahrenen Kadetrinne, an einem 80 Seemeilen langen Küstenabschnitt kein Seenotrettungskreuzer.
Warum baggert man den alten Hafen nicht einfach aus oder baut einen Neuen?
Gegen eine neue Marina vor Prerow stellt sich eine Bürgerinitiative, die vergangene Woche eine Petition mit 14.400 Unterschriften in Schwerin beim Landtag eingereicht hat. Die Initiative möchte den Hafen Darßer Ort, anstelle eines Neubau, erhalten, nimmt aber auch einen Durchstich zum Bodden in Kauf.
Einer bereits beuftragten Ausbaggerung des Nothafen Darßer Ort in den nächsten Wochen, steht der „World Wildlife Fund“ entgegen. Der WWF hat sich zwar noch nicht endgültig entschieden, denkt aber darüber nach, gegen die Baggerarbeiten gerichtlich vorzugehen.
Ich habe heute im Laufe des Tages mit Herrn Ralf Lohmeyer von der Bürgerinitiative gegen den Hafenneubau gesprochen und auch mit Herrn Jochen Lampe vom WWF. Letzterer favorisiert den Bau eines Inselhafens bzw. den Bau eines Hafens in Zingst. Auch mit einem Hafen in Prerow könnte man sich arrangieren, vorausgesetzt das Projekt bleibt in gewissen umweltverträglichen Grenzen.
Ich weiß nicht ob sich die verschiedenen Streitparteien darüber im Klaren sind, dass 2 Menschen möglicherweise noch leben könnten wenn man sich früher geeinigt hätte. Weder der natürliche Erhalt des Darßer Ort noch die schöne Aussicht von Prerow rechtfertigen das dafür Menschen sterben. Vielleicht ist es zu krass, vielleicht braucht es das aber auch! Ich für meinen Teil mache die mir bekannten Streitparteien, weil sie das ganze Verfahren unnötig in die Länge gezogen haben, für den Tot von 2 Menschen verantwortlich.
Gestern morgen um 8:32 Uhr Ortszeit, beendete der italienische Skipper, Simone Gesi, als letzter die erste Etappe des aktuellen Mini-Transat. Auf der Etappe von La Rochelle (FR) nach Funchal (Madeira) sind 2 Skipper aufgrund technischer Probleme ausgeschieden. Aus deutscher Sicht besonders bedauerlich ist, dass der bei den Prototypen gestartete Jörg Riecher, einer von ihnen war. In der Klasse der Serienyachten, ist der Berliner Norbert Maibaum als 45igster von ehemals 49 Yachten ins Ziel gekommen. Der Hamburger Photograf, Andreas Lindlahr, über den wir hier bereits berichtet haben, ist mit seiner Umpalumpa auf den 33. Platz gesegelt.
Die mediale Aufbereitung dieses Rennens ist zwar gut, sie regt mich aber auch auf! Regelmäßig produziert das Team kleine aufwendige Videoclips über die Highlights der Veranstaltung. Da die Veranstalter allerdings Franzosen sind, wehrt man sich natürlich gegen englische Untertitel. Vive la République, vive la France! Der Presse Login funktioniert nicht und die restlichen Photos sind in Flash eingebunden. So kann ich nicht arbeiten! =)
Morgen am 25. September beginnt der iShares Cup Amsterdam und damit das vorletzte Rennen der Serie in dieser Saison. Heute kam es während des Trainings bereits zu einer Kollision zwischen Ecover und Oman Sail Renaissance. Wir dürfen also auf spannende Bilder in den nächsten Tagen hoffen.