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März, 2009:

Heaven 80 – The worlds largest RIB

Es ist müßig sich bei großen Yachten die Sinnfrage zu stellen. Menschen die sich intensiver mit diesem Thema beschäftigen, haben diese Frage auch weitestgehend ausgeblendet. Ein 25 m langes „Schlauchboot“ wirft sie aber irgendwie doch wieder auf. Die Heaven Werft, südlich von Rom, hat das ultimative gewagt und ein 80 Fuß langes Festrumpfschlauchboot gebaut. Zwischen den beiden Luftschläuchen finden 3 Kabinen und alles was das Yachti-Herz begehrt seinen Platz. Heaven bietet sein größtes RIB in 2 Versionen. Die Schwächere, mit 4 Motoren von je 239 kW und einem Top Speed von 46 kn. Die Stärkere mit 2 Motoren von je 1342 kW für 58 kn Spitze und 50 kn Reisegeschwindigkeit.  Nach längerem hinsehen, finde ich das Design TROTZ der Gummiwürste durchaus gelungen. Ich bin mir sicher, dass dieses Gefährt gerade wegen seiner Außergewöhnlichkeit seine Käufer finden wird. 

http://www.heavengommoni.it/

Segler von Piraten erschlagen.

Nach langer und reiflicher Überlegung habe ich beschlossen, mich dem “Blutrausch Journalismus” der klassischen Medien nicht anzupassen. Nennen wir es Web-Arroganz! Burmesische Piraten haben am Montagabend einen britischen Segler erschlagen, der sich mit seiner Frau seit 10 Jahren auf Weltreise befand. Mögen alle Weltumsegler gewarnt sein. 

Wen die blutigen Details interessieren: hier der Link

Beluga Racer wieder an der Front

Nachdem der Beluga Racer in der bisherigen Etappe das Nachsehen hatte, konnten sich die beiden deutschen Skipper nun endlich an DESAFIO  CAPO DE HORNOS vorbeischieben und führen nun das Feld, beim Portimao Global Ocean Race, mit einem kleinen Vorsprung von 61 sm an.

Boris Hermann und Felix Oehme setzten am Kap Horn alles auf eine Karte und segelten durch die Le Maire Straße, wie sich nun zeigt, hat sich  das Risiko und die günstige Strömung ausgezahlt.

Wir vom Yachtblick-Team wünschen den beiden weiterhin viel Glück, denn wie jeder von uns weiß, kann noch so einiges bis Ilhabela passieren 

http://www.globalracetracker.com/en/leg_3.html

Crowdfunding goes Vendée Globe!

Für diesen Post würde mir gleich eine ganze Reihe von Einleitungen einfallen. Crowdfunding – liefert einen Super Link zur aktuellen Situation von Opel und Saab, hier versuchen gerade die Autohändler ihre Lieferanten zu übernehmen, klingt ein bisschen nach Aufstand der Zwerge.
Die andere Einleitung hätte darauf hingewiesen, dass vor ein paar Tagen der erste deutschsprachige Segler die Vendée Globe beendet hat. Norbert Sedlacek hat zwar mit Abstand und mit Konstanz die Rote Laterne an Bord gehabt, aber angekommen ist angekommen. Beim Mount Everest interessiert auch keinen wie lange du nach oben gebraucht hast. An dieser Stelle möchte ich Herrn Sedlacek natürlich zum erreichen seines persönlichen Gipfels gratulieren.
Voller Hoffnung, dass man in ca. 4 Jahren einen Post darüber schreibt, dass der erste deutsche, und nicht nur deutschsprachige Segler die Vendèe Globe beendet hat, tritt der Frankfurter Arne Reuter an. Auf seiner Seite www.open60ctg.de können Sie sich das Konzept ansehen und selbst entscheiden, ob sie Herrn Reuter dafür geeignet befinden, so eine Regatta zu absolvieren.
Derzeit wirkt das ganze ja noch etwas – sagen wir: „motiviert“ – ein wirkliches Team gibt es noch nicht, ein Schiff auch nicht. Ein erfahrener Mentor würde das Vertrauen in das ganze Projekt wahrscheinlich erhöhen. Jasper Banks hat kürzlich seinen Rückzug aus dem aktiven Segelsport erklärt, vielleicht hat der ja Zeit.
Bleibt die Geldfrage, die momentan wohl das größte Problem darstellen dürfte. Erst im Dezember hat Audi dem deutschen Americas Cup Team die Unterstützung versagt, Team Russia musste das Volvo Ocean Race aufgrund mangelnder finanzieller Mittel abbrechen und auch so will gerade niemand so recht mit Sponsoren-Geld um sich werfen. Was tun? Richtig – Crowdfunding ist das Konzept der Stunde – das weiß auch Herr Reuter – auf seiner Seite kann man bereits ab einem Betrag von nur 25 € zum Sponsor werden. Für diese 25 € bekommt man dann, außer einem guten Gefühl, noch seinen Namen auf den Rumpf der IMOCA 60 geschrieben, man wird im Ticker auf der Website erwähnt, man kann eine Reise zu einer Regatta gewinnen und das allerbeste, man bekommt einen „Support Open60CTG Kugelschreiber“. Die Staffelung der Spenden ist natürlich nach oben offen, denn so ein Projekt dürfte einige Millionen verschlingen, natürlich werden auch die Präsente, die man für sein Sponsoring bekommt, größer.
Derzeit hat bereits eine junge Dame gespendet, Herr Reuter verspricht, dass er, sollte aus dem Projekt nichts werden, das Geld zurück erstattet, abzülglich der Überweisungsgebühr (und der Zinsen).
Ich bin skeptisch! Der Ansatz ist nett, aber die Ausführung mangelhaft. Ich könnte mir vorstellen, dass die Aussicht auf Erfolg größer wäre, wenn man sich noch mehr an erfolgreichen Crowdfunding Konzepten orientiert. Der eine oder andere dürfte bereits von http://www.myfootballclub.co.uk/ einer Web-Community, der ein Fußball-Club gehört, haben. Der wesentliche Unterschied zwischen diesem Konzept und dem des Herrn Reuter ist, dass bei „myfootballclub“ die Mitglieder durch Mehrheitsentscheidungen übers Internet aktiv an der Entwicklung des Vereins teilhaben. Es wird den spielenden Jungs zu Hause an ihren Rechnern also ein Mehrwert geliefert. Sie bekommen Entscheidungsgewalt und können so ihre Investition überwachen. Ein ähnlicher Weg wäre auch auf den Segelsport übertragbar – die Community entscheidet beispielsweise wer die Yacht zeichnet, wo sie gebaut wird, wer im Team welche Rolle einnimmt und vor allem wo das Geld hinfließt. Für Herrn Reuter ist dieses Konzept natürlich weit anstrengender als sich einfach etwas schenken zu lassen, aber wer das eine will, muss das andere mögen. Eine weitere zu nehmende Hürde auf dem Weg zum Segelolymp ist die Tatsache, dass es während der Vorbereitungsphase kaum öffentliches Interesse an dem Projekt geben dürfte, was sich wiederrum negativ auf die Einnahmen bzw. die Zahl der Mitentscheider auswirkt. Sobald das Rennen gestartet ist, dürfte sich die Zahl der Interessenten und damit der Einnahmen sprungartig erhöhen. Schlussfolgerung man braucht einen großen Berg Venture Capital ( Risikokapital ) um die Planungsphase zu überbrücken – was im Internet allerdings auch kein unübliches Vorgehen ist. Ist das Rennen aber erst einmal gestartet, sollte die Yacht aber praktischerweise bereits gebaut und das Team zusammengestellt sein, fehlt wieder der „spielerische“ Mehrwert der Entscheider. Ich muss den Gedanken an dieser Stelle leider abbrechen, da ich keinerlei Erfahrungen mit Offshore Regatten habe und nicht weiß in wieweit ein Taktiker an Land die Entscheidung des Steuermanns beeinflusst. Ich könnte mir allerdings gut vorstellen, dass diese Position durch die Community eingenommen werden könnte.

Ich bitte um ihre Meinungen zu der ganzen Geschichte! ( P.S. für alle die es noch nicht geschnitten haben – wenn sie auf die Überschrift klicken kommen sie zur Kommentarfunktion )

Good News

Gute Neuigkeiten in Zeiten der Krise! Die im Strudel der Dehler Insolvenz ebenfalls in Zahlungsschwierigkeiten geratene Marke Etap ist gerettet. Ein belgischer Unternehmer Namens Toni De Pape, dem neben Duretti  Yachts noch verschiedene Maschinenbau Unternehmen gehören, hat das Unternehmen gekauft. De Pape hat bereits damit begonnen die Produktion nach Stettin in Polen zu verlagern. Es bedarf wohl 100 LKW Ladungen um die komplette technische Ausstattung der Werft an den neuen Bestimmungsort zu bringen. In Stettin soll die Werft nahezu identisch wieder aufgebaut werden, um bereits im Mai die Produktion wieder aufzunehmen.  Glaubt man den aktuellen Plänen der neuen Geschäftsführung, bleibt bei den als unsinkbar geltenden Yachten erst einmal alles so wie es ist. 

Das Buch der Vorleute

Als Vormann wird üblicher Weise der Schiffsführer eines Seenotrettungskreuzers der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger) bezeichnet.  Ganz klar, dass an diese Herren besonders ausgeprägte Fähigkeiten in Sachen Seemannschaft gestellt werden.
Im Zuge veränderter Anforderungen  in der professionellen Seefahrt haben die seemännischen Ausbildungseinrichtungen ihre Lehrinhalte in den letzen Jahren angepasst und modernisiert, leider oft zum Nachteil der klassischen Seemannschaft.
„Das Buch der Vorleute“ wurde von erfahrenen Rettern der DGzRS mit dem Ziel geschrieben, wertvolles Wissen an kommende Generationen weitergeben zu können. Und das ist ihnen auch in hervorragender Weise gelungen.
Der Schwerpunkt der Themen liegt natürlich im Anwendungsbereich der Kreuzer und Boote der DGzRS, welche auf Nord- und Ostsee bei jedem Wetter und zu jeder Zeit auf ihren Einsatz warten.
Aber auf den 175 Seiten soll mehr vermittelt werden als klassische Seemannschaft.  Behandelt werden neben Themen  wie charakteristische Wellen- und Wetterverhältnisse von Nord- und Ostsee, beispielhafte Seenotfälle auf Yachten, auch psychologische Aspekte wie Sicherheitsdenken, Gefahrenerkennung und das Thema „Angst“.
Und das ist es, was dieses Buch so speziell und einzigartig macht. Von Profis für Profis geschrieben kann es sicherlich auch so manchem Freizeitskipper wertvolle Informationen und Denkanstöße liefern, zumal es in sehr verständlicher Weise geschrieben ist und den Leser mit Fachbegriffen nicht allein lässt.
In meinen Augen eine sehr sinnvolle Investition und gute Ergänzung für jede Bordbibliothek.

Wie benutzt man einen RSS-Feed

Als ich vor einiger Zeit einem Freund von Yachtblick erzählte, führte uns das Gespräch unweigerlich zum Thema RSS – Feeds. Ich berichtete darüber, dass ich immer wieder feststelle, wie wenig verbreitet das Wissen über diese nützliche Technologie ist. Dieser Freund forderte von mir Nachsicht und wies mich darauf hin, dass der deutsche Durchschnittsbürger web-evolutionär gerade bei der Benutzung von Mail-Konten angekommen ist.
Sie gehören zu diesen Menschen?
Herzlichen Glückwunsch – ich bin ihr Entwicklungshelfer und helfe ihnen von ihrem persönlichen Internet-Baum, um ihnen zu zeigen wie man Aufrecht geht!

Als braver allmorgendlicher Zeitungskonsument haben Sie sich daran gewöhnt, dass ein Redakteur bestimmt, was Sie lesen wollen. Wenn sie diese Bevormundung nicht stört und Sie die Themen ihrer Morgenzeitung nicht gern selbst zusammenstellen würden, dann gehen sie doch zum nächsten Kiosk, kaufen Sie sich eine Zeitung und seien Sie weiterhin ein braver Konsument.
Allen anderen rate ich: Befreien Sie sich von der Bevormundung durch Print-Journalismus und werden Sie ihr eigener Redakteur. Die Benutzung eines Feed-Readers ermöglicht es Ihnen sogenannte RSS-Feeds zu abonnieren. Feeds werden von diversen Webblogs und Internet-Magazinen zu nahezu jedem Thema zur Verfügung gestellt und sind in aller Regel durch dieses Zeichen markiert:

Wenn Sie also dieses Zeichen sehen und Sie der Inhalt bzw. das Thema der aktuell besuchten Seite interessiert, dann klicken Sie einfach auf das RSS-Logo und kopieren Sie die URL des Feeds in ihren Feedreader.
Sie haben noch keinen Feedreader?
Kein Problem! Sie können einen Feedreader entweder als Programm auf ihrem Rechner installieren (Bsp. Feeddeamon) oder Sie benutzen die RSS-Funktionen moderner Email-Clients wie Outlook 07 oder Thunderbird, auch Webbrowser bieten die Möglichkeit Feeds zu abonnieren, bei Mozillas Firefox heißt diese Funktion „dynamisches Lesezeichen“.
Wenn Sie zu den eher weniger entscheidungsfreudigen Menschen gehören und Sie sich für keine der vorgeschlagenen Optionen entscheiden konnten, dann machen Sie es einfach so wie ich! Ich für meinen Teil benutze einen Online Feedreader mit dem bezeichnenden Namen „Google Reader“, ein ähnliches Angebot wäre auch „Netvibes“.
Durch die Benutzung eines Feedreader schaffe ich es derzeit etwa 100 Webseiten im Auge zu behalten, die mir etwa 400 Artikel täglich zur Verfügung stellen. Ich benötige zur Bearbeitung über den Tag verteilt nicht mehr als etwa 15 min.
Wenn ich Sie von dieser Technologie überzeugen konnte, dann tun Sie mir den Gefallen und packen www.yachblick.de/feed als allererstes in Ihren neuen Feedreader – danach können Sie sich auf die Suche nach anderen interessanten Feeds machen, aber immer nur so viele, dass Yachtblick noch unter den angezeigten Feeds ins Auge fällt. =)

SWATH – Teil 2

Wie bereits im ersten Teil des SWATH-Artikels berichtet, habe ich von Abeking & Rasmussen eine Prospektmappe mit weiteren Informationen zum Thema SWATH-Yachten bekommen. Ich möchte Ihnen im zweiten Teil des Artikels nun den Inhalt dieser Mappe vorstellen.
Die Mappe an sich ist sehr geschmackvoll gewählt. Abeking zeigt damit bereits im ersten Eindruck, dass man durchaus in der Lage ist mit hochanspruchsvollen Kunden umzugehen. Neben einem Anschreiben, in dem mir freundlich gesagt wird, dass man mir nichts sagen kann =) und zwei sehr schicken Büroklammern mit dem A&R-Logo findet sich auch der aktuelle, ebenfalls hochwertige Firmenprospekt in der Mappe. Warum ich die Büroklammern erwähne? Na weil ich denke, dass es derartige Details sind, die einen Spitzenvertrieb im Custom Schiffbau ausmachen.
Im besagten Prospekt findet man jeweils eine Doppelseite zum Thema Megayachten, Marine- und Industrieschiffe, SWATH – Schiffe , die Geschichte der Firma sowie Informationen über die durchaus beeindruckenden technischen Möglichkeiten der Werft. Da ich mich bei meiner Anfrage explizit nach dem SWATH-Projekt erkundigt hatte, lag der Mappe natürlich noch eine Sonderseite zur kürzlich gelaunchten Silver Cloud und ein umfangreicher Bericht zum SWATH-Prinzip bei.

Die Sonderseite weist in erster Linie die technischen Spezifikationen der besagten Yacht aus:

Type of Vessel: Ocean going Small Waterplane Area Twin Hull ( SWATH )

Classification: GL + MCA

 

Principal Particulars / Main Dimensions:
Länge LOA 40,5 m
Breite B 17,8 m
Tiefgang d 4,10 m
Geschwindigkeit V 14 Knoten
Antriebsleistung P 2 X 820 KW ( 2 X 1115 PS )
Rumpfmaterial Aluminium
Reichweite 3500 Seemeilen

Da ich Ihnen die Vor- und Nachteile der „Halbtaucher- Doppelrumpf-Technik“ bereits erklärt habe, möchte ich in diesem Teil nur noch ergänzend auf zusätzliche, von Abeking & Rasmussen eingebrachte, Fakten eingehen.
Die durch SWATH optimierten Schiffsbewegungen minimieren die Vertikalbeschleunigung des Rumpfes auf 1/5 von dem eines konventionellen Monohull. Man vergleicht im Prospekt daher das Seeverhalten der Yacht mit dem Fahrverhalten von Hochgeschwindigkeitszügen oder Personenkraftwagen auf einer Landstraße. Ich finde diesen Vergleich sehr gewagt, da die Beschleunigungskräfte, die auf den Fahrgast eines mit konstanter Geschwindigkeit fahrenden Zuges wirken, in Bezug auf selbigen nahezu null sein dürften. Ich glaube das SWATH ein sensationelles Ergebnis liefert, kann mir aber nicht vorstellen, dass man wirklich vergisst auf einem fahrenden Schiff zu sein.
Sollte man sich bei A&R dazu entschließen mich bei einer Probefahrt vom Gegenteil zu überzeugen, bin ich natürlich gern bereit die Reise anzutreten, Übernahme der Kosten vorausgesetzt. =)
Doch selbst als ewiger Zweifler muss man die Tatsache anerkennen, dass die Werft täglich den sichtbaren Beweis dafür liefert, dass SWATH-Schiffe durchaus ihre Berechtigung haben. Seit 1999 hat die Werft bereits zehn kommerzielle Schiffe dieser Art ausgeliefert, einen Großteil an die Bundesregierung. Größtes Beispiel dieser Art ist das 50 m lange und 1.450 Tonnen schwere Lotsenschiff Elbe in der deutschen Bucht.

Ein weiterer Aspekt, der in den letzten Jahren im Yachtbau immer weiter an Bedeutung gewonnen hat, ist die Schallisolierung. Ein blubbernder Einzylinder mit dem Durchmesser eines Wassereimers hat zwar auf restaurierten Traditionsschiffen durchaus seinen Reiz, passt aber nicht zu den Anforderungen, die an eine moderne Yacht gestellt werden. Es bedarf keines großen Sachverstandes um einzusehen, dass die Geruchs- und Schallbelästigung durch die Maschinen auf einer SWATH-Yacht gering ist, denn diese verbaut A&R ab einer Schiffslänge von 40 m komplett in die unteren Rümpfe und damit ausreichend weit vom Deck der Yacht entfernt.
Die Gestaltung der Decksflächen kann bei einer SWATH-Yacht nahezu ohne Vorgaben durch die Schiffstechnik erfolgen, was den Innenarchitekten und Schiffsdesignern kreative Freiräume schafft, die sie im Schiffbau üblicherweise nicht vorfinden.
Keine moderne Luxusyacht kommt heute noch ohne Helikopter aus. Deshalb verfügt auch die Silver Cloud über ein großes Helipad. Aus den reduzierten Schiffsbewegungen lässt sich auch für derartige Transportmittel ein Vorteil ableiten. Ich bin mir sicher, dass die meisten Piloten bei Seegang lieber auf einer SWATH-Yacht landen als auf einem konventionellen Schiff. A&R gibt zu diesem Punkt an, dass auf der Silver Cloud Helikopter der Drei-Tonnen-Klasse auch bei Seegang landen können, was sonst nur auf Yachten über 100 m möglich ist. Das Wort „Seegang“ lässt hier natürlich einen breiten Interpretationsrahmen zu.
Abschließen möchte ich meine Auswertung der Unterlagen mit einem Zitat aus selbigen:
„In den tausend Jahren, die vergangen sind, seit die Wikingerschiffe über die Meere fuhren, sind Schiffe zur Verbesserung des Komforts in erster Linie nur länger, größer, träger geworden – aber nicht intelligenter.“
Was soll man nach diesem wirklich klugen Satz zum Thema noch sagen? Mir bleibt nur noch meinen Dank für die Unterlagen und meine Anerkennung für die Leistungen im Yachtbau nach Lemwerder zu schicken. Vielleicht ist das nächste, was ich nach Lemwerder schicke, eine Bewerbung. = )
Allerdings würde ich dann natürlich auch zum Kreis der verschwiegenen gehören und dürfte ihnen nicht sagen, dass der Eigner** der Silver Cloud ein Amerikaner namens Alexander Dreyfoos ist. Ich habe mal kurz versucht via Google Informationen über ihn zu finden und habe den Eindruck, dass dem Mann so ein bisschen von allem gehört. In einem Artikel über eine Spende in Höhe von 15 Millionen US $ an das MIT gibt man ihn als den „President of The Dreyfoos Group/Photo Electronics Corporation (PEC)“ an. Viel aussagekräftiger als der Titel ist dabei die Höhe der Spendensumme.

** Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Informationen über den Eigner nicht aus dem Hause Abeking & Rasmussen stammen, denn man nimmt die Diskretion gegenüber seinen Kunden natürlich ernst.

Zurück zum Glück!

Seht mir meine kurze “kreative” Pause bitte nach! Ich melde mich hiermit offiziell zurück!