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Januar, 2009:

Weitere Ausfälle bei der Vendée Globe

Auch weiterhin wird die Vendée Globe ihrem Ruf als härteste Regatta der Welt gerecht. Zusätzlich zu den bereits vermeldeten Ausfällen erwischte es noch:

Sebastian Josse ( BT ) am 29. Dezember – Ruderschaden

Derek Hatfield (Algimouss Spirit of Canada ) am 29. Dezember – Ausfall des GPS Systems

Jean-Pierre Dick (Paprec-Virbac 2)am 01. Januar – Ruderschaden

Jonny Malbon (Artemis) am 04. Januar – Delaminierung des Großsegels

Vorraussichtlich hat es auch den Franzosen Jean Le Cam auf seiner Yacht VM Matériaux schwer erwischt. Heute Nacht um 0:26 informierte Le Cam sein Land-Team darüber, dass er Probleme hat, das Gespräche wurde wohl durch seltsame Geräusche unterbrochen, um 1:40 mitteleuropäischer Zeit löste dann sein erstes EPIRB aus und heute morgen um 8:50 das Zweite. Seine Yacht wurde aber gegen Mittag von einem zu Hilfe gekommenen Tanker und einem Flugzeug das über dem Gebiet kreiste, bereits gesichtet. Le Cam befindet sich derzeit ca. 200 Seemeilen westlich von Cap Horn.

Yann Eliès, der bei der aktuellen Ausgabe der Vendée Globe verletzt wurde, konnte nach Frankreich zurück geflogen werden. Nach seiner Rettung durch eine australische Fregatte ergaben die Untersuchungen allerdings, dass sich Eliès, anders als bisher angenommen, neben dem Oberschenkel auch noch das Becken und einige Rippenwirbel gebrochen hat. Man kann also davon ausgehen das sich Eliès einige Monaten Reha unterziehen muss, bevor er wieder segeln kann. Seine bei der Rettung zurück gelassene Regattayacht Generali konnte nicht wie geplant von seinem Team geborgen werden. Die Yacht hatte aufgehört, ihre Position an das Land-Team zu senden. Aufgrund der vor Ort herrschenden Wetterbedingungen musste auch auf weitere Suchmaßnahmen verzichtet und die Yacht aufgegeben werden.

Bildquelle: http://www.vendeeglobe.org/en/

Der russische Finanzwinter ist kalt und hart…


Das Team Russia muss nach der dritten Etappe beim Volvo Ocean Race aufgeben.
Dem Sponsor des Teams, Oleg Zherebtsov, sind die Gelder ausgegangen und somit endet für ihn das Rennen nach drei langen Etappen in Singapur. Die Strecke von Kapstadt nach Kosatka absolvierter der russische Milliardär als Bugmann. Seiner Aussage nach ist die Ralley Paris-Dakar ein Schulausflug dagegen. Zherebtsov kümmert sich jetzt wieder um die Probleme seines Finanzimperiums daheim. Der sichtlich enttäuschte, deutsche Skipper, Andreas Hanakamp, bemüht sich jedoch weiterhin um externe Sponsoren und hält einen späteren Wiedereinstieg in das Rennen für möglich.

Bildquelle: http://www.teamrussia.org/en/

Neuer Etappenhafen für den Darß entsteht in Prerow

Bereits Mitte November 2008 übergab der Wirtschaftsminister von Mecklenburg Vorpommern, Jürgen Seidel ( 60, CDU), den Förderbescheid des Landes in Höhe von 446.000 € an die Gemeinde Prerow. Die Gemeinde will sich mit 19.000 € an den Kosten beteiligen. Wirtschaftsminister Seidel sagte zum Projekt: “Mit der konkreten Planung findet eine jahrzehntelange Diskussion um die Schließung und Verlagerung des Nothafens Darßer Ort ihr Ende”. Weiterhin beschreibt er das Projekt wie folgt: “Ziel ist ein so genannter Buchtenhafen mit 250 Liegeplätzen für Sportboote, die örtlichen Berufsfischer und den Seenotrettungskreuzer. Ein Etappenhafen an der Außenküste des Darß ist erforderlich. Zum einen, um die Funktion eines Sportbootetappenhafens als Lückenschluss zwischen den Häfen Hohe Düne und Barhöft zu erfüllen. Zum anderen wird ein Standort auf dem Darß für den Seenotrettungskreuzer benötigt. Jetzt sind wir auf dem Weg zur Verwirklichung der Pläne.”

Ich selbst sehe dieses Projekt als einen wichtige Schritt in die richtige Richtung an. Für viele nicht allzu erfahrene oder ältere Skipper war, von Westen kommend, in Hohe Düne oftmals Schluss mit der Reise. Für diese Skipper war die Strecke, von 50 Seemeilen, nach Barhöft einfach zu lang. Der neue Hafen teilt diese Strecke um fast die Hälfte und ermöglicht es den Yachteignern nun in eines der, wie ich finde, schönsten deutschen Seegebiete vorzustoßen.

http://www.mvregio.de/nachrichten_region/173834.html

Bild: www.ostseebad-prerow.de

Der Rettungsring ist tot! Es lebe der Rettungsring!

Die Hamburger Firma Cosalt Seepilz war bislang der letzte und damit einzige Hersteller des klassischen rot-weissen Rettungsrings in Deutschland. Aufgrund neuer technischer Möglichkeiten bei der Sicherheitsausrüstung von Handelsschiffen, hat der einfache Rettungsring immer weiter an Bedeutung verloren. Ein Sprecher des Unternehmens sagte der österreichischen Yachtrevue, dass bei der jährlichen Herstellung von etwa 10.000 Rettungsringen, die größtenteils der Sportschiffahrt und Dekoration dienen, der Anteil an Handarbeit so hoch ist, dass der Rettungsring als Produkt nicht mehr zum Unternehmen passt. Das Unternehmen vermachte daher die zur Herstellung nötigen Maschinen den Werkstätten der Lebenshilfe Pinneberg, da man davon ausgeht, dass die zur Herstellung notwendigen Schritte gut zu den Fähigkeiten der in den Werkstätten beschäftigten behinderten Menschen passen. Der Leiter der Werkstatt Michael Behrens sagte: Wir suchen ständig neue Arbeitsmöglichkeiten. Und bei der Herstellung von Rettungsringen gibt es viele Tätigkeiten, die unseren Beschäftigten sehr liegen, weil sie ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen können“. Gesondert wurde weiterhin erwähnt, dass es besonders positiv sei, dass die Mitarbeiter am Ende des Arbeitsprozesses ein fertiges Produkt vor sich haben und nicht nur einzelne Halbfertigteile für andere Unternehmen produzieren.

http://www.seepilz.de/

http://www.lebenshilfe-online.de/CMS_LW/index.php