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Januar, 2009:

Kann man sich gegen Dummheit versichern? Teil 2

H2uhO hat heute wieder gezeigt was so passieren kann: 
 

http://www.yachtblick.de/2008/12/11/kann-man-sich-gegen-dummheit-versichern/

Joshua Slocum – Teil 2

Joshua Slocum – Teil 1 

Slocum, der die Erde ursprünglich in östlicher Richtung umrunden wollte, erreichte, mit Zwischenstation auf den Azoren, am 4. August 1895 Gibraltar. Dort ließ er sich aber davon überzeugen, dass das östliche Mittelmeer aufgrund seiner Vielzahl von Piraten für einen Einhandsegler zu gefährlich war.

Von Gibraltar aus segelte er daraufhin in südöstlicher Richtung. Vorbei an den Kanaren und den Kapverden, überquerte er den Äquator und erreichte am 5. Oktober Südamerika, in Pernambuco (Brasilien). Weitere Stationen seiner Reise an der Küste entlang waren Rio de Janeiro, Montevideo sowie Buenos Aires. Er durchquerte die Magellanstraße und erreichte den Pazifik am 3. März  bei Kap Pilar.

Vom Sturm zur Pause gezwungen setzte Slocum seine Reise dann über die Robinson Insel und Samoa nach Australien fort und erreichte Newcastle am 1.Oktober 1896. In Australien verweilte er ein halbes Jahr und folgte dann dem Verlauf der australischen Ostküste vorbei am Great Barrier Reef. Er segelte durch die Torres Straße, durchquerte den Indischen Ozean und erreichte am 17. November  1897 Port Natal in Südafrika. Er rundete das Kap der Guten Hoffnung, besuchte Kapstadt und setzte seine Reise von da aus am 26. März 1898 fort, um den Atlantik in nordwestlicher Richtung zu überqueren. Am 27. Juni des Jahres endet seine Reise im Hafen von Newport Massachusetts.

1899 veröffentlich Joshua Slocum dann sein Erstlingswerk „Sailing Alone Around the World“, das schnell ein Klassiker der Reise- und Abenteuerliteratur wurde. Die öffentliche Beachtung die Slocum zu Teil wurde war zeitweise so groß, dass er vom damaligen US-Präsidenten Theodore Roosevelt empfangen wurde und dieser später sogar mit Slocum und seinen Söhnen auf der Spray  einen Segeltörn unternahm. Als die finanziellen Mittel zur Neige gingen, wurde kurzerhand noch ein zweites Buch über die Weltumseglung geschrieben.  Als Kaufanreiz legte der exzellente Selbstvermarkter ein Stück des originalen Segeltuchs bei. Slocum hatte es zwischenzeitlich mit einer gutbürgerlichen Existenz versucht und sich eine Farm, seinen ersten festen Wohnsitz, auf der Insel Martha’s Vineyard gekauft.  Der Landbesitz verhinderte es allerdings nicht, dass der Seemann nach wie vor viel Zeit auf dem Wasser verbrachte und so brach er am 14. November 1909 noch einmal zu einer Einhand- Segelreise auf. Sein Ziel war der Orinoko, er ist nie angekommen. 1924 wurde er amtlich für tot erklärt.

Erst Jahrzehnte nach Slocum wagten die nächsten Segler den Trip, Einhand um die Erde. Erster Deutscher, der die Erde in beide Richtungen umrundete, war Wilfried Erdmann auf seiner Kathena Nui. Die Zahl der Weltumsegelungen durch Einhandsegler dürfte inzwischen einige Hundert betragen, wobei keine Institution über solche Reisen Buch führt. Einen regelrechten Boom erlebte das Hochsee-Einhandsegeln durch die Entwicklung leistungsfähiger mechanischer Selbststeueranlagen in den 1970er Jahren.

Ich habe mir bereits in einem der ersten Artikel auf diesem Blog die Frage gestellt, was aus dem Abenteuer von einst geworden ist. Rennsport! Eine Regatta, bei der Sekunden gezählt werden! Den aktuellen Rekord für die Einhand-Weltumseglung unter Segeln hält der Franzose Francis Joyon mit 57 Tagen, 13 Stunden, 34 Minuten und 6 Sekunden. Thomas Coville ( wir berichteten ), der mit seinem Trimaran „Sobedo“ angetreten war, um diesen Rekord zu knacken, erreichte am 17. Januar 2009 um 11:41 Uhr nach 59 Tagen, 20 Stunden, 47 Minuten und 43 Sekunden die Ziellinie vor Brest und verfehlte damit den Rekord. Auch wenn heutige Einhandsegler auf ihren Regattayachten höhere Geschwindigkeiten erreichen, so segeln sie doch alle im Kielwasser von Joshua Slocum. Möglicherweise würde Slocum den Satz mögen: „Schon der Zweite, ist der erste Verlierer“!

Bei diversen Ebook-Anbietern in den USA kann man sowohl das Hörbuch als auch das Ebook von „Sailing Alone Around the World“ kostenfrei bekommen. Da auf allen Seiten aber darauf verwiesen wird, dass es aufgrund des speziellen Copyrights nur in den USA kostenfrei ist, verzichte ich auf diese Seiten zu verlinken und empfehle Ihnen den Google-Apparat! Jetzt kann also jeder selbst entscheiden, ob er es wagt das Buch zu lesen … Slocum hätte es getan! =) 

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Joshua_Slocum

http://www.navodi.com/Saveti/JoshuaSlocum/Joshua_Slocum.html

TV-Tipp! Heute 19:30 Uhr ZDF!

Heute Abend um 19:30 Uhr beglückt das “Zweite” seine Zuschauer mit dem ersten Teil, einer Sendereihe über Geniale Forscher und Erfinder. Thema der Sendung ist der Wiener Josef Ressel, der Erfinder der Schiffschraube! Ich habe mir die Reportage bereits in der ZDF – Mediathek angesehen und kann sie nur empfehlen. Neben der Geschichte hinter der Erfindung, wird auch in eindrucksvollen Bildern, die Funktionsweise, die Herstellung und der Einsatz der Schiffsschraube erklärt. 

Ab 1:25 Uhr liefert der selbe Sender die “Lange Nacht der versunkenen Schiffe” !

1:25 Uhr “Das Bermuda-Dreieck – Todesfalle im Atlantik”

2:10 Uhr “Das Ende der Andrea Doria – Kollision im Nebel”

2:55 Uhr “Operation Caesar – Jagd auf U-864″

Hohe Düne im Winter


Man möge mir die mangelnde Qualität der Kameraführung nachsehen, es war der erste Versuch. Ich hab mir nach diesem Video auch erst einmal 2 Stative gekauft

Joshua Slocum

Es ist aber auch gar nix los im Moment, nichts worüber man berichten könnte. Offensichtlich ist jeder, der was mit Yachten zu tun hat und sich gerade noch auf den Beinen halten kann, nach Düsseldorf gepilgert. Das erste Video vom Rostocker Hafen, das ich für meine Leser zusammen geschnitten habe, kämpft seit Tagen mit der Upload Funktion von Youtube. Kann mir da irgendjemand helfen? Mach ich was falsch oder dauert das einfach nur ewig. Es bleibt mir also fast nichts anderes übrig, als in der Geschichte zu wühlen. Joshua Slocum soll Thema des heutigen Blogeintrages sein! Der ein oder andere unter ihnen wird diesen Namen eventuell schon mal gehört haben, denn Slocum ist nicht „nur“ ein Einhand-Weltumsegler, er war der Erste! Geboren als Sohn einer Seefahrerfamilie in Nova Scotia ( Neuschottland, Provinz von Kanada ), heuerte er bereits mit jungen 12 Jahren als Schiffsjunge auf den Fischerbooten in der heimischen Bay of Fundy an. Seinen Einstieg in die große Fahrt fand er mit 16 Jahren und erhielt sein erstes eigenes Kommando bereits mit 25 Jahren. Also entweder war der Mangel an Seeleuten seinerzeit ähnlich dem heutzutage oder Slocum kann als fähiger Seemann mit Karriere Ambitionen beschrieben werden. 1870 bricht  er mit der Bark Washington nach Australien auf und lernt dort seine erste Frau kennen. Klar, dass ein echter Weltumsegler nicht die Nachbarstochter heiratet! =)

Die Bark Washington sollte natürlich nicht sein einziges Schiff sein, sie strandete im Sturm vor der Küste Alaskas und musste aufgegeben werden. Slocum rettete sich und seine Mannschaft, indem er sie, mit einem selbstgebauten Walfangboot, sicher auf die Insel Kodiak brachte.  Durch die meisterliche Rettung wurde sein Ruf als guter Seemann natürlich nur gefestigt, die Geschichte vom verlorengegangenen Schiff will heute auch keiner mehr hören. In den Folgejahren erhielt Joshua Slocum deshalb auch weiterhin Kommandos auf verschiedenen Schiffstypen.

1884 kauft er die Bark Aquidneck und segelt mit ihr und seiner Familie nach Buenos Aires. Leider musste er hier den Verlust seiner ersten Frau betrauern, heiratet aber bereits im darauf folgenden Jahr erneut. Doch auch die Aquidneck strandete auf einer Sandbank. Man könnte hier an den Fähigkeiten des Meisterseglers zweifeln, aber erst in der Krise zeigt sich offensichtlich das wahre Genial dieses Mannes, denn aus der Rest der Aquidneck baut Slocum die Liberdade, ein Boot von 35 Fuß, mit dem er sich und seine Familie nach Hause bringt.

1892 bekommt Slocum von einem befreundeten Kapitän einen verrotteten alten Austernfischer, von 36 Fuß Länge  geschenkt, der bereits sieben Jahre aufgepallt an Land verbracht hatte. Nach 13 Monaten Arbeit und Materialkosten in Höhe von 553,62 $ hatte sich Slocum die „Spray“ gebaut und diese als Gaffelkutter beriggt . Im Laufe seiner 3 Jahre später beginnenden Solo-Weltumseglung baut Slocum sein Schiff noch mehrfach um, aus dem Kutterrigg wird durch setzen eines Besanbaumes eine Yawl. Er kürzt den Klüverbaum, um das Einholen der Vorsegel im Einhandbetrieb zu erleichtern, und bringt einen „flying jib“ also einen fliegenden Klüver an.

Am 24. April 1895 begann Slocum die Weltumseglung in seinem Heimathafen Boston. Zum vervollständigen seiner Ausrüstung segelte er entlang der Häfen der amerikanischen Westküste, bis er im Mai von Yarmouth aus nach Spanien segelte. Mit heutigem Maß gemessen, waren weder Slocum noch sein Schiff für diese Reise gewappnet. Die Spray verfügte weder über eine Selbststeueranlage, noch war sie in der Lage sich im Falle einer Kenterung selbst wieder aufzurichten. Dem Skipper standen zur Navigation nicht viel mehr als ein Sextant und eine Uhr, die nur einen Stundenzeiger hatte, zur Verfügung. 


Fortsetzung folgt … 

 

Bildquelle: http://echoprod.free.fr/gbsailing/slocum/slocum.htm

That’s what VC’s are created to do!

Hab mich ja schon ein bisschen gefreut, als ich gesehen habe, dass es mal wieder einen Grund gibt über meinen Lieblings Silicon Valley Milliardär zu schreiben. Vielleicht findet Tom Perkins ja, wenn er seinen Namen „googelt“, mal Yachtblick.de und kauft dann das ganze Projekt! =)

Sehr geehrter Herr Perkins ich wäre bereit, Yachtblick für unter 10 Millionen abzugeben!

Aber zurück zum Wesentlichen, zurück zu dem Grund, warum dieser Mann hier immer wieder Erwähnung findet – seine Yacht, die Maltese Falcon. Schon mehrfach habe ich über die, je nach Definition, längste Segelyacht der Erde berichtet. Ich hatte eigentlich damit gerechnet in absehbarer Zukunft zu lesen, dass Mr. Perkins sein neues extravagantes Schiff vorstellt, aber er belehrt mich eines Besseren und ließ sich erst einmal ein neues Spielzeug auf seine Yacht bauen. Auf dem Deck der Maltese Falcon, vor dem ersten Mast und zwischen den beiden Tendern, steht jetzt der „Deep Flight Super Falcon“.

Zu den technisch Details der ganzen Anlage nur so viel: Der Schiffskörper besteht aus kohle- und glasfaserverstärktem Epoxy und kommt daher auf nur 231 kg. Das geringe Gewicht erklärt die Flügel, denn aufgrund dessen sinkt dieses Tauchfahrzeug nicht, sondern „fliegt“ unter Wasser mit bis zu 6 kn. Es wir angetrieben mit Lithium-Phosphat-Akkus mit einer Kapazität von 7000 Kilowattstunden, die Tauchfahrten bei Höchstgeschwindigkeit von bis zu 5 h ermöglichen. Mit einer Tauchgeschwindigkeit von 122 m pro Minute geht es bis auf 500 m Tiefe. Sollte dann nach 24 h – 72 h ( je nach Besatzung ) die Atemluft ausgehen, kann man mit bis zu 61 m in der Minute wieder auftauchen.

So Mr. Perkins, ich wünsche Ihnen an dieser Stelle viel Spaß mit Ihrem neuen Gefährten und hoffe, dass ich niemals über ein Unterseedrama berichten muss.

Die unten stehenden Bilder, welche die Verankerung der Masten zeigen, sind einem jungen Herren bei Knierim Yachtbau in Kiel gewidmet. Die Lager wurden, wenn ich richtig informiert bin, bei JP3 in Frankreich gebaut


Quellen:

www.yachtpals.com

Boote Exclusiv Heft 01/09

http://cubeme.com/blog/2007/09/06/the-maltese-falcon/

Die Zukunft von Gestern schon Heute!


Ja, liebe Leser, heute liefere ich ihnen die Zukunft von gestern. Klingt komisch, ist aber so! Mal wieder war es mein US-Lieblingsblogger, der vor einiger Zeit auf ein neues Blogprojekt namens “Modern Mechanics” hingewiesen hat. Auf besagten Seiten wird über die Visionen von Technikern und Ingenieuren vergangener Tage berichtet. Möglicherweise muss man ein wenig technikverliebt sein, um daran Spaß zu haben. Für Techniker hat diese Seite aber absolutes Suchtpotential. Ich denke, ich werde mir von einigen Aufnahmen auch Sicherungskopien für die berufliche Zukunft machen, man weiß nie, wozu man es mal brauchen kann.

Es drängt sich bei mir der Wunsch auf sofort das P.M.-Magazin zu abonnieren. Dann kann ich in 20 Jahren auch eine Seite bauen, auf der die Menschen über die Visionen unserer Zeit lachen können.

Neben allerlei Flugzeugen und Raumschiffen verfügt die Seite natürlich auch über Schiffsentwürfe der etwas anderen Art. Anschauen, lächeln und feststellen, dass einige da noch futuristisch wirkenden Ideen tatsächlich im Schiffbau Umsetzung gefunden habe.
http://blog.modernmechanix.com/category/transportation/nautical/

Kommt der Skysails Idee recht nahe, hoffentlich bombardier ich jetzt nicht deren Patente =)

Dokumentation über die Mini Transat 6,5

Auf dem Internet TV Sender von Globetrotter befindet sich derzeit, neben vielen anderen tollen Dokumentationen, auch eine Doku über die Mini Transat 6,5. Die Jungs segeln eine Transatlantik Regatta auf 6,5 m langen Regattayachten. Also ungefähr so, wie mit dem Opti über die Ostsee =)

Die Reportage besteht aus 5 Teilen, über den oberen der 3 Kreise am rechten Bildrand, kommen sie zu den “Filminfomationen”, hier sind dann die anderen 4 Teile aufgelistet sind. Viel Spaß dabei!

http://4-seasons.tv/player.php?video=/video/2388

Videotag Vol1!

gcaptain.com präsentierte unten stehendes Video vor einiger Zeit als seinen “youtube favourite” des Jahres.

Jean Le Cam gerettet!


Genau diese Art von Geschichten wollen wir lesen. Geschichten die davon erzählen wie ein vermisster Segler im Polarmeer von seinem eigentlichen Konkurrenten gerettet wird. Das ist der Stoff aus dem Helden gemacht werden! Ein Hubschrauber und ein Marineschiff waren unterwegs, ein Tanker ganz in der Nähe, aber gerettet wurde Jean Le Cam von seinem Kollegen Vincent Riou.

Als Riou die Ünglückstelle erreichte, fand er eine Yacht vor, die ihm nur das Unterwasserschiff zeigte, allerdings ohne Kielbombe, was wohl die Ursache dafür ist, dass die VM Matériaux gekentert ist. Le Cam hatte daraufhin im Überlebensanzug die Yacht verlassen und war ins eisige Wasser gesprungen um ein vom Retter ausgelegtes Tau zu erreichen. Nach einigen Versuchen gelang ihm das und Le Cam konnte sich das besagte Tau um den Bauch binden um an Bord der PRB gewinscht zu werden. Unglücklicherweise blieb Riu beim umkreisen der Yacht mit seinem Ausleger an der Kielfinne der VM Matériaux hängen und beschädigte sich den Mast, der nun etwa 30 ° Schräglage aufweist. Derzeit segeln die beiden mit gerefftem Groß und ohne Vorsegel nach Ushuaia zurück und versuchen den Mast zu retten.