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Dezember, 2008:

Americas Cup – Alinghi präsentiert Meldeliste!

Titelverteidiger Alinghi präsentiert die Liste mit den 18 gemeldeten Herausforderern. Bis auf BMW Oracle haben alle Teilnehmer des 32. Cups erneut gemeldet. Hinzu kommen 8 neue Einschreibung. Ob dieser Segelklassiker aber in der gewohnten Form stattfinden kann, hängt weiterhin vom Ausgang der Rechtsstreits zwischen BMW Oracle und Team Alinghi ab. Die nächste Anhörung findet am 10. Februar statt und mit einer endgültigen Entscheidung wird im März gerechnet. Für den Fall, dass Team Oracle, welches die Regelgestaltung des Team Alinghi schwer kritisiert hatte, als Sieger aus diesem Rechtsstreit hervorgeht, wäre die Meldeliste hinfällig und es würde zu einem direkten Match zwischen Alinghi und Oracle kommen. Andernfalls würden die ersten Vorläufe bereits im Sommer 2009 stattfinden.

Alinghi-Skipper Brad Buttwerworth sagte zum Thema: “Wir werden mit den Herausforderern weiter zusammenarbeiten, um den 33. America’s Cup zu einem Erfolg zu machen. Dies unabhängig von BMW-Oracles Entscheidung, weiter den Rechtsweg zu beschreiten, um sich so den Zugang zum America’s-Cup-Match zu erzwingen – eine Leistung, die sie auf dem Wasser nie erreicht haben”

Auch das Team Germany, dem Audi kürzlich seine Unterstützung entzogen hatte, steht auf der Liste. Syndikats-Chef Michael Scheeren sagte dem Focus zur derzeit unklaren Finanzlage: “Durch die Einschreibung in diese verbindliche Liste haben wir uns die Chance auf eine Teilnahme gewahrt. Auch durch die unsichere Rechtslage wissen wir zwar noch nicht, wie das Unternehmen finanziert wird, aber das geht auch anderen Teams so.”

Die Meldeliste:

Alinghi (Schweiz/TV), Desafio Espanol, Ayre Challenge (beide Spanien), Team Shosholoza (Südafrika), TeamOrigin (Großbritannien), Team New Zealand (Neuseeland), Team Germany (Deutschland), Green Comm Challenge, Argo Challenge, Mascalzone Latino, Luna Rossa, Joe Fly, Dabliu Sail Project (alle Italien), Victory Challenge (Schweden), Team Russia (Russland), Team French Spirit, K-Challenge (beide Frankreich), Greek Challenge (Griechenland), Team China (China)

Bild- und Textquelle: Focus

Yann Eliès gerettet!


Gestern Vormittag um 10:50 bestätigte der zu hilfe gekommene Skipper der Safran, Marc Guillemot, dass die Rettung des verletzten Yann Eliès abgeschlossen sei und er die Fregatta HMAS Arunta erreicht hat.

Von den Emotionen übermannt sagete Eliès: “It was like a dream. It didn’t seem real. They took care of that magnificently.”

Aber was passiert jetzt mit dem Boot?

Die Regattayacht Generali wurde von der Bergungsmannschaft per Funkabsprache mit den Team Generalli auf Autopilot gesetzt und wird weiterhin regelmäßig ihre Position zur Rennleitung senden. Die Schotten wurden dicht gemacht, dass Vorsegel eingeholt und das Groß gerefft. 2 Segler vom Team Genealli werden sich mit einem Motorboot auf den Weg machen, um die Yacht zu übernehmen und sie sicher in den nächsten Hafen zu segeln.

Bilder: BYM Gallery

http://www.vendeeglobe.org/en/

Guillemot erreicht Yann Eliès! Rettung naht!

Gestern Abend zwischen 22:30 Uhr und 23:00 Uhr GMT erreichte Marc Guillemot die Yacht des verletzten Yann Eliès. Guiellemot war zwischenzeitlich bis auf 100 m an die Generali herangesegelt, wahrt aber weiterhin Sicherheitsabstand und wird, sollte sich die Situation nicht weiter verschärfen, auch vorerst keinen Versuch unternehmen an Bord der anderen Yacht zu gehen. Die beiden Skipper befinden sich derzeit bei stabilen Wetterverhältnissen, mit gerefften Segeln, auf Parallelkurs mit ca. 3,5 kn.
Guillemot wartet mindestens bis zum Eintreffen der zur Rettung geschickten Fregatte HMAS Arunta, die voraussichtlich morgen Mittag 14 Uhr bei den Yachten eintreffen wird.
Yann Eliès konnte wohl in der vergangenen Nacht ein paar Stunden schlafen und hat es auch geschafft einige in Reichweite befindlichen Energieriegel zu sich zu nehmen. Es ist ihm allerdings nicht möglich, sein nur 2 m entferntes Erste Hilfe Set zu erreichen, um an die Schmerzmittel zu kommen.
Marc Guillemot sagte:
“I’m going to stay here for as long as it takes. 3 days, 10 days, whatever. The race was yesterday. Now we’ve moved on to something else. I had a similar experience a few years ago. I’m just trying to talk to him, to reassure him. The subject doesn’t matter. He knows he can rely on me. It’s more of a psychological help than a physical one, but that’s important, because in general it’s the head that looks after the rest of the body. That will help him, while he awaits the arrival of the rescue team.”

… da waren es nur noch 18!

Der Verletzte

Der Skipper der Generali Yann Eliès ist der 12. Ausfall bei der aktuellen Vendée Globe. Waren es bis jetzt ausnahmslos technische Probleme, die zum Ausscheiden der Boote führten, so zeigt die Vendée Globe jetzt an Skipper Yann Eliès wie gefährlich dieses Rennen ist. Der derzeit 8 Plazierte im Rennen, wollte auf dem Vorschiff seiner Yacht einen Segelwechsel vorbereiten, als diese in eine Welle eintauchte und abrupt abbremste. Der Skipper stürzte, brach sich den Oberschenkel und wurde kurzzeitig bewusstlos. Unter großen schmerzen schaffte er es zurück ins Cockpit zu kriechen und sein Team zu kontaktieren. Eliés befindet sich derzeit ca. 800 Meilen südlich von Australien, die dortigen Behörden bereiten sich auf eine Bergung vor. Der einen Platz vor ihm liegende Marc Guillemot, hat bereits seinen Kurs geändert und wird die Generali in ca. 5-6 h erreicht haben. Den Preis für den Sieger der Herzen und einen Ehrenplatz in den Analen des Segelsport hat Marc Guillemot schon mal sicher. Wünschen wir beiden alles gute und Guillemont noch eine erfolgreiche Regatta.

Der Retter

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Zwischenstand Vendée Globe

Als ich auf diesem Blog über die Vendée Globe berichtet habe, wurde dieses Rennen von mir als der „Everest des Segelsports“ bezeichnet Offensichtlich ist die diesjährige Ausgabe besonders für die Boote eine Tortur, von 30 gestarteten Schiffen sind der derzeit nur noch 19 im Rennen. Aufgrund der vielen technischen Probleme konnten sich bis jetzt auch keine Favouriten herausbilden, denn es gab in 37 Tagen ganze 26 Führungswechsel. Derzeit führt der Franzose Michel Desjoyeaux, welcher seinen technischen Schaden für dieses Rennen schon hinter sich zu haben scheint. Gemäß dem Regelwerk dürfen die Skipper keine Hilfe von außen annehmen, es sei denn sie Segeln zurück in den Zielhafen, von da aus haben sie dann 10 Tage Zeit das Rennen ein zweites Mal zu starten. Desjoyeaux musste dies kurz nach dem eigentlichen Start des Rennens bereits tun, um durch Wassereinbruch ausgelöste Schäden an der Elektrik reparieren zu lassen. Skipper Alex Thompsen, der kurz vor dem Start mit einem Fischerboot kollidiert war, konnte zwar nach einem Reparaturmarathon am Start der Vendee Globe teilnehmen, doch auch er musste umkehren, nachdem sich an der Backbordseite ein Riss gebildet hatte. Der Riss entstand also gegenüber der vom Fischerboot beschädigten Seite. Dieser Riss ließ sich nicht in der vorgeschriebenen Zeit im Starthafen reparieren und so schied Thompsen aus dem Rennen aus. Der Schweizer Bernhard Stamm versuchte, nachdem ihm die Ruderlager gebrochen waren , aus eigener Kraft die Kerguelen zu erreichen. Als er dort ankam herrschten Windgeschwindigkeiten von 40-45 kn und so schaffte er es trotz laufendem Motor und der Hilfe eines Schlauchbootes nicht, die extra für ihn ausgelegte Mooring zu erreichen. Er musste seine Yacht daraufhin auf Grund setzen ( Siehe Bild ). Skipper Jean-Pierre Dick auf der Paprec-Virbac 2 musste nach der Kollision mit einem unbekannten Objekt, möglicherweise einem großen Meerestier, seine Geschwindigkeit reduzieren. Er geht von einem Schaden am Steuerbordruder aus, wird aber versuchen diesen in den nächsten Tagen zu beheben. Die Rote Laterne hat Norbert Sedlacek an Bord, er segelt mit einem Abstand von derzeit etwas über 3000 Seemeilen hinter dem Führenden her. Vielleicht ist die älteste Yacht im Feld solider gebaut und deshalb in der Lage das Rennen zu überstehen. Was bei der aktuellen Ausfallrate möglicherweise sogar zu einer guten Platzierung reicht.

Auflistung der Probleme:

Mike Golding – Mastbruch

Jean Baptiste Dejeanty – Probleme mit dem Autopiloten

Unaï Basurko – Ausfall Steuerbordruder

Alex Thompsen – Riss an Backbord

Kito de Pavant – Mastbruch

Yannick Bestaven – Mastbruch

Marc Thiercelin – Mastbruch

Bernhard Stamm – Bruch der Ruderlager

Dominique Wavre – defekter Kiel ( Hydraulik abgerissen, Kiel „baumelte nur noch im Wasser“ )

Loïck Peyron – Mastbruch

Jérémie Beyou – gebrochener Saling

Quellen: www.vendeeglobe.org/en/

“Nur eine teure Fußnote in der Geschichte des Americas Cup”

…so wird in diesem Video der neue Oracle Trimaran beschrieben. Habe das Video soeben auf BitterEnd gefunden. Ist ein ganz netter Bericht über den Americas Cup, gespickt mit imposanten Bildern von besagtem Tri.

Microtransat Challenge – boating for geeks

Wäre es nicht genial ein Boot zu haben, das alleine segeln kann? Ein Segelboot, das bei Eingabe der Geokoordinaten autonom Segel setzt und lossegelt! Ein Boot, das ohne den Eigner Urlaub machen kann … !

Bei der Microtransat handelt es sich um eine Transatlantik-Regatta für vollautonome Modellsegelboote mit dem Ziel die Entwicklung autonomer Segeltechnologie voranzutreiben. Das geplante Debüt der Regatta sollte eigentlich schon in diesem Jahr stattfinden, musste aber aufgrund von Problemen mit den portugisischen Behörden abgesagt werden. Diverse Vorläufe, welche die Teilnehmer auf die Regatta vorbereiten sollen, finden bereits seit 2006 statt. Natürlich wird dabei unter den derzeit 4-5 aktiven Teams nichts geringeres als der Weltmeistertitel ermittelt.

Schaut man sich das Reglement einmal genauer an, so wird einem doch schnell klar, dass es sich hier um etwas mehr handelt als ein lustiges treffen von Hobbymodelbauern. Den Veranstaltern ist klar was die Boote auf dem Atlantik erwartet, auch in Bezug auf die konventionelle Seefahrt. So schreibt der Veranstalter übliche Navigationslichter ( Mindestreichweite 2 Seemeilen ) vor und verlangt , dass sich die Roboter jenseits üblicher Schifffahrtsrouten bewegen. Weiterhin empfiehlt man das Anbringen von Reflektierenden Elementen am Schiff sowie einen AIS Transponder.

Von den Teams wird weiterhin verlangt, dass die Boote ihre Geokoordinaten mindestens einmal alle 24 Stunden übermitteln. Es ist legitim wenn das Boot auch andere Daten, wie beispielsweise den Ladezustand der Batterie überträgt, aber es droht die Disqualifikation wenn den Booten Daten übermittelt werden. Eine Fernsteuerung der Boote ist also nicht erlaubt. Auch energietechnisch müssen die Boote völlig autonom sein und als einziger Antrieb ist der Wind zugelassen.

Die internationalen Kollisionsverhütungssregeln für die Seefahrt (COLREGs) definieren ein Schiff als Beförderer von Personen oder Gütern. Daher ist der Veranstalter der Ansicht, dass er ein Kollisionsverhütungssystem nicht zwingend vorschreiben muss. Unterstützt wird der Veranstalter in seiner Auslegung der Kollisionsverhütungsregeln dabei von der IMO sowie den Küstenwachen von Frankreich und dem Großbritannien. Diese klassifizieren die Microtransat-Schiffe als Bojen. Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch zu Kollisionen mit Seeschiffen kommen, hat man die Länge der Schiffe auf 4 m begrenzt um große Schäden an den konventionellen Schiffen zu vermeiden. Bleibt nur zu hoffen, dass die 6,50 m langen Boote der Minitransat, die ja bekanntlich ganz altmodisch von Menschen gesteuert werden, niemals auf einen dieser segelnden Roboter auflaufen.

Derzeit haben für die Microtransat 2009 bereits 11 Teams gemeldet. Zum großen Teil besteht das Feld aus westeuropäischen und US-Amerikanischen Universitätsteams.

Was das ganze soll?

Der amtierende „Weltmeister“, das österreichische „Roboat“ der Innoc (Österreichische Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften ) beschreibt mögliche Einsatzzwecke der Technologie wie folgt:

  • Intelligente Sensor-Bojen: Ein autonomes Segelboot ist völlig energieautark und kann daher zeitlich unbegrenzt Messwerte auf Seen oder den Weltmeeren sammeln. Es können beispielsweise Vermessungen, wasserökologische Studien oder Ermittlungen von Fischbeständen kostengünstiger als bisher durchgeführt werden.
  • Sicherheit auf Segelschiffen: Die Technologie kann auf Segelschiffen beliebiger Größe eingesetzt werden. Ähnlich wie ABS oder ESP im Auto kann das Roboat-System in Gefahrensituationen eingreifen und dem Skipper helfen, das Boot wieder unter Kontrolle zu bringen. Das System könnte auch erkennen, wenn der Skipper über Bord geht und ihn selbständig und punktgenau wieder abholen.
  • CO2-neutrale Frachtenbeförderung: In Zeiten, in denen Treibstoff immer teurer wird, müssen Alternativen in der Güterbeförderung gesucht werden. Segelschiffe sind umweltfreundlich, erfordern bisher jedoch relativ großen Personaleinsatz. Das ändert sich mit der Roboat-Technologie: Alles von der optimalen Routenplanung bis zur Durchführung der notwendigen Manöver wird vom Boot selbst gemacht.
  • Aufklärung und Überwachung: Ein Roboat kann in entlegene oder gefährliche Regionen entsendet werden. Lautlos, energieautark und unbemannt ist es eine kostengünstige und ungefährliche Möglichkeit etwa zur Überwachung von Schmuggler- oder Schlepperrouten.
  • Boot als Segeltrainer: Unzählige Messwerte mehrmals pro Sekunde aufgezeichnet ermöglichen es, im Nachhinein jedes gesegelte Manöver genau zu analysieren.
  • Komfort an Bord: Der Segler kann selbst entscheiden, welche Aufgaben an Bord er selbst übernimmt und was er lieber dem Roboat-System überlässt. Aufgaben an das Schiff delegieren zu können, ist besonders interessant für Menschen mit Behinderungen, Schiffe mit verminderter Crew und für verletzte, erkrankte oder erschöpfte Skipper.
  • Versorgungsschiff: Abgelegene Regionen mit geringer Einwohnerzahl, wie etwa Forschungsstationen auf Inseln, können mit Hilfe von Robotersegelbooten kostengünstig etwa mit Ausrüstung, Medikamenten, Nahrung oder Briefsendungen versorgt werden.

Quelle: www.microtransat.org

Elliot 6m

Wie wir schon vor einiger Zeit berichteten, gibt es eine neue olympische Bootsklasse für Frauen, die Elliot 6 M. Bisher wurden die olympischen Rennen mit einer Yngling bestritten, alle Boot gingen an einen Start und der, der als erstes durchs Ziel fährt, gewinnt das Rennen (Fleet Race). Bei den Spielen 2012 wird es einen kleinen aber feinen Unterschied geben, die Rennen werden auf neuen Booten ausgesegelt und die Entscheidung fällt im Match Race. Jeder muss also mindestens einmal gegen jeden anderen segeln und es gibt eine Unterteilung in Vorrunden und Finalrennen. Was sich also beim Americas Cup bewährt hat, wird nun auch olympisch. Ich finde eine gute Idee, um den Segelsport attraktiver zu gestalten. Wir werden also auch neue Gesichter an den Startlinien sehen. Immerhin stellt Deutschland eine der besten Match Race Seglerin überhaupt. Die Weltranglistendritte Silke Hahlbrock wird bestimmt ein gewisses Wort mitreden, wenn es darum geht, sich für London 2012 zu qualifizieren.

Die Elliot 6 M ist eine modifizierte Elliot 6. Bei der Elliot 6 handelt es sich um eine Einheitsbootsklasse mit Kiel und einer Länge von sechs Metern. Die Betaklung ist auf ein Großsegel, ein Focksegel und einen symmetrischen Spinnaker beschränkt und hat eine Gesamtsegelfläche von 25 m². Ich habe leider solch ein Boot noch nie live zu Gesicht bekommen, aber was man auf Bilder sehen kann, scheint es sehr spektakulär zu sein. Da ich auch schon auf einer Yngling gesessen habe, bin ich nun sehr gespannt, wann wir die ersten Boote in Deutschland beim Training beobachten und natürlich auch mal platznehmen können.

Anmerkung der Redaktion: wir hätten gerne noch ausführlicher über dieses Boot berichtet aber Elliot Marine beantwortet keine Fragen zum Boot. Zumindest wurde auf unsere Mail nicht reagiert.

Bildquelle: www.elliott-marine.com

Christina O – Teil 6 – Die Legende lebt!

„Christina“ die Mutter aller Superyachten – 1. Teil

Christina O – Teil 2 ; Christina O – Teil 3

Christina O – Teil 4 ; Christina O – Teil 5

Im Anschluss an die Bibliothek befindet sich ein Raum dessen Funktion schwer zu beschreiben ist, im englischen gerne als „show lounge“ beschrieben, möchte ich diesen Raum als einer Art Auditorium mit Panoramafenster bezeichnen. Von einer großen und mehreren kleinen Sitzgruppen aus wird einem der Blick auf eine kleine Bühne und durch die dahinter liegenden Panoramafenster über den Bug der Yacht nach draußen freigegeben. In diesem Raum wurden zwei der glamourösesten Hochzeiten des 20. Jahrhunderts gefeiert. Nicht nur das hier 1968 Onassis seine 2. Ehe mit Jacky Kennedy feierte, auch Fürst Rainier Grimaldi von Monaco feierte hier den Tag an dem er aus der bürgerlichen Tochter eines Bauunternehmers Namens Kelly die Fürstin Gracia Patricia machte, aka Grace Kelly! Seit dem Refit kann man aus diesem elegant eingerichteten Raum per Knopfdruck ein modernes Kino machen, das selbst verwöhnten Cineasten in Bild- und Tonqualität genügen dürfte.

Im Außenbereich des Promenadendeck findet sich eine Open Air Bar, das Jacuzzi Deck sowie der Helikopterlandeplatz. Dieser Landeplatz ist nicht unbedingt eine Neuerung an Bord, denn bereits Onassis hatte ein Wasserflugzeug an Deck der Christina.

Bemüht man sich durch das Atrium noch ein Deck weiter nach oben landet man auf dem Brückendeck, wie der Name schon sagt befinden sich hier sowohl der Privat- als auch der Arbeitsbereich des Kapitäns. Onassis, der immer großen Respekt vor seinen Kapitänen hatte, vor allem vor dem bereits zitierten ersten deutschen Kapitän, ließ seine Suite direkt neben der des Kapitäns einrichten.

Die 736 m² große Onassis Suite besteht aus einem Schlafzimmer mit Kingsize Bett, einem Arbeitszimmer und einem Badezimmer. Ausgestattet mit handgefertigten italienischen Möbeln, Baccarat Leuchtern, einem in Onyx eingefassten Kamin und dem grandiosen Panoramablick, bietet die Onassis Lounge das Beste was Christina O in Bezug auf Luxus und Wohnkomfort zu bieten hat.

Auf dem obersten Deck, dem Kompass Deck, befindet sich noch eine 1500 m² große Teakfläche zum Sonnenbaden sowie die Galaxy Bar, eine open-air Champagner Lounge. Des Weiteren befindet sich hier ein Kran, dessen Aufgabe es ist die 2 sich hier befindlichen Holztender zu Wasser zu lassen. Auch 2 zu den Tendern zusätzliche Rettungsboote finden auf dem Kompass Deck ihren Platz.

Natürlich steht die Christina betuchten Gästen zum chartern zu Verfügung:

bis zu 12 Gäste, 45.000 € pro Tag

13 – 24 Gäste, 55.000 € pro Tag

24 – 30 Gäste, 65.000 € pro Tag

Trotz dieser moderaten Preise ist die Christina O ein beständig nachgefragtes Schiff. Der bereits erwähnte Richard Burton, gern gesehener Gast in frühen Tagen, sagte einst: “I don’t think there is a man or woman on earth who would not be seduced by the sheer shameless narcissism of this boat.” Damals wie heute können sich die Schönen und vor allem Reichen dieser Erde dem Charm der Christina O nicht entziehen und so ist es kein Wunder, dass die aktuelle Liste prominenter Gäste ähnlichen Glamour versprüht wie in der Vergangenheit. Die “neue” bringt es bereits auf Namen wie: Sean “P.Diddy” Combs, Donatella Versace, Tommy Hilfiger, Englands Prinz Andrew mit Ex-Ehefrau Sarah Ferguson sowie Madonna und Johnny Depp.

John Lassiter, Autor eines Buches über Aristoteles Onassis schreibt zum Abschluss eines Artikels (auf www.powerandmotoryacht.com) über die Christina O: „Christina O lives up to her legendary past in modern splendor. Somehow, one can’t help but wonder if there is a smile in the heavens from “an old Greek sailor,” satisfied that his legend lives…”

Bildquellen: www.powerandmotoryacht.com / www.yachting-greece.com

Kann man sich gegen Dummheit versichern?