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Oktober, 2008:

X-Bow / Axtbug

Hässlich – Ansichtssache!

Gewöhnungsbedürftig – Sicher!

Anders – auf jeden Fall!

Zukunftsweisend – wir werden sehen.

Die steigende Nachfrage nach Rohöl sorgte dafür, dass die Offshore Ölförderung in tiefere und ungeschütztere Gewässer weit vor den Küsten vorstoßen musste. Der X-Bow wurde von der norwegischen Ulstein Werft zuerst umgesetzt, um die Belange der Ölindustrie zu befriedigen. Der X-Bow vergrößert den Nutzbaren Schiffsraum ohne das Schiff instabil werden zu lassen. Der nach achtern abfallende Bug verhindert den sogenannten Fahrstuhleffekt, bei dem sich das Schiff tief in ein Wellental absenkt und dann ebenso stark wieder angehoben wird. Der Bug ermöglicht also ein weiches Eintauchen in die Welle und lässt dadurch höhere Geschwindigkeiten bei schwerer See zu. Das Design verhindert damit ein Bremsen des Schiffs in Wellen, was der effektiveren Kraftstoffnutzung zuträglich ist. Kritiker sehen allerdings Probleme bei Kollisionssicherheit, da bei Kollisionen hier zuerst Rumpfteile beschädigt werden die unter oder auf Höhe der Wasserlinie liegen.
In der Yachtbranche kennt man ähnliche Rümpfe eher von Mehrrumpfbooten, wobei ich dies eher mit dem „Wavepiercer“ System vergleichen würde. Fassen wir zusammen: der wesentliche Vorteil dieses Konzepts ist also die Verbesserung des Reisekomfort und Komfort ist bei Luxusyachten nun einmal einer der wesentlichsten Punkte.

Mir sind derzeit zwei Yachten bekannt, die mit dem X-Bow konzipiert wurden. Die Erste war die bei Feadship in den Niederlanden gebaute „Predator“. Wunsch des Eigners war es, dass sein Schiff sehr schnell sein sollte aber ohne Gasturbinen oder Wasserjets auskommen soll. Geschwindigkeiten von über 25 kn bei Verdrängern mit Dieselmotor/Propeller-Antrieb sind aber nur noch in Verbindung mit störenden Lärm- und Vibrationsbelastungen zu erreichen. Um die Antriebskraft bei geforderter Geschwindigkeit zu minimieren, suchte man bei Feadship nach einer Rumpfform die dies ermöglichte und kam zum Axtbug. Einem Konzept, dass man bei Feadship in Cooperation mit De Vries und De Voogt ( basierend auf Untersuchungen der Delfter Universität aus dem Jahre 1990 ) bereits Jahre zuvor für die Schublade geplant hatte. Selbstredend, dass die Konstruktion und Produktion eines solchen Schiffes aufwendiger ist als die einer klassischen Yacht. So spielte vor allem die Verteilung des Gewichts eine große Rolle. Nach Abschluss aller arbeiten konnte man dann glücklicherweise feststellen, dass die Yacht die Erwartungen übertraf und eine Spitzengeschwindigkeit von 28 kn erreichte. In Verbindung mit sehr leistungsstarken Propellen schafft es die Predator innerhalb von nur 2 Schiffslängen von 28 kn auf 0 kn abzubremsen. “Es erzeugt bei zehn Knoten Fahrt nicht eine einzige Welle”, sagt Chris van Hooren, Konstruktionschef des ausführenden niederländischen Designbüros De Voogt Naval Architects.

Leicht vom Grundkonzept abweichend betrachte ich die „A“ aber auch als Abwandlung des X-Bow Konzeptes. Auch bei der Konstruktion der „A“ bei Martin Francis in London stand man vor denselben Problemen, man brauchte genügend Auftrieb im Vorschiff, um ein abtauchen zu verhindern; der Rumpf musste so gezeichnet werden, dass es an Deck nicht unerträglich nass wird und bei Wellen schräg von Achtern nicht unterschneidet. Nach Abschluss des konstruktiven Teils der Arbeiten konnte auch hier die Effektivität dieser Rumpfform im Schlepptank bestätigt werden. Aufgrund einer recht konventionellen Antriebsanlage bringt es die „A“ auf 23 kn Höchstgeschwindigkeit und eine Marschfahrt von 19,5 kn. Was immer noch reicht um den Atlantik in 7 Tagen zu überqueren.
Am Ende dieses Artikels entsteht in meinem Kopf immer mehr die Vorstellung eines großen weißen Flushdeckers im Stil von Hasso Plattners Visione ( Baltic Yachts ) mit X-Bow und Flügelmast.

Neues aus der Hafenkneipe

Mit dem Solarboot um die Erde

Ab Januar wird bei Knierim in Kiel ein Solarboot gebaut mit dem Abenteurer Gerard d Aboville ( erste Atlantiküberquerung im Ruderboot ) und der Schweizer Raphaël Domjan die Erde umrunden wollen.

http://www.abendblatt.de/daten/2008/10/28/960808.html

Ericsson 4 – bricht 24h Geschwindigkeitsrekord für Einrumpfboote

Skipper Torben Grael führte die Ericsson 4 Gestern wieder ein Stück näher in Richtung Seglerolymp. Als erstes Einrumpfboot brach die Crew die Marke von 600 Seemeilen in 24 h.

http://www.volvooceanrace.org/news/article/2008/october/TEN-ZULU-L1-D20/index.aspx

Beluga Racer holt erste Punkte beim Portimao Global Ocean Race

Boris Herrmann und Felix Oehme auf der deutschen Class 40 haben das „Gate“ vor der Küste Brasiliens als erste passiert und dafür die ersten Punkte beim Portimao Global Ocean Race bekommen und setzen nun ihre Reise nach Kapstadt fort.

http://www.beluga-racer.com/

Abramowitsch bestellt neue Yacht in Deutschland

Seine 3 bisherigen Superyachten zählen zu dem Besten was die Branche bisher abgeliefert hat, jetzt will der russische Milliardär endlich die größte Yacht der Erde haben und bestellt bei Blohm und Voss sein neues Spielzeug.

Herzlichen Glückwunsch und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel wünscht Yachtblick.de

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,462551,00.html

http://www.blohmvoss.de/index.php?level=1&CatID=3&inhalt_id=5&press=344&do=showPressDetail

Sir Richard Branson – bricht Rekordjagd ab

Es sollte die schnellste Atlantiküberquerung aller Zeit werden. Es wurde zumindest gute Presse =)

So eine Reise abzubrechen erfordert glaub ich mehr „Ei**“ also so etwas unter dem Motto “koste es was es wolle” durchzuziehen. In diesem Sinne Lob und Anerkennung.

http://livesaildie.com/2008/10/storm-hits-richard-bransons-atlantic-crossing-record-attempt/

„Dead Water“ bald keine Ausrede mehr für Regattasegler

Forscher der Universit´e de Lyon sind dem Phänomen des „Toten Wassers“ näher gekommen

http://gcaptain.com/maritime/blog/dead-water-effect-sinking-of-the-fram/

Regatta 2.0

Das Segelyachten seit einiger Zeit immer nur noch größer und schneller werden, ist kein großes Geheimnis. In den letzten Artikeln über die großen Langstrecken-Regatten tauchte immer wieder das Problem des „Wettrüsten“ auf dem Wasser auf. Veranstalter von Regatten versuchen daher durch Einheitsklassen dieser Entwicklung entgegen zu wirken um zu verhindern das Rennen vor dem Start entschieden werden. Daraus ergeben sich also 2 Richtungen bei Offshore-Regatten, die Einheitsklassen zur Abbildung der seglerischen Leistung und die Open-Klassen bei denen nicht nur die Segler, sondern auch ihre Segelmaschinen bis zur letzten Schraube optimiert werden.

Kennen sie das Sprichtwort: „Aller guten Dinge sind drei!“

Der dreimalige neuseeländische America’s Cup Gewinner Russell Coutts und Konstrukteur Andrej Justin haben die 3. Richtung und damit ein Superlativ erschaffen, eine Rennyacht die beides kann. Bei den RC 44 Yachten handelt es sich um eine konsequent umgesetzte Einheitsklasse am oberen Ende des technisch machbaren. Mit Elementen aus dem Konstruktionskatalog „Gut und Teuer“ wurde eine Yacht konstruiert bei der gefühlt nichts, nicht aus Carbon hergestellt wird. Der Hersteller, Pauger Carbon Composites aus Budapest, verspricht eine Gewichtstoleranz von weniger als 1 kg pro gefertigtem Rumpf. Ähnlich sieht es bei dem ebenfalls aus Carbon gefertigten Mast, den Salingen, dem Großbaum, dem Spinnakerbaum, dem Bugsprit, dem Ruder, dem Ruderrad und der Kielfinne aus. Selbstredend, dass bei einer Einheitsklasse dieser Art, Decklayout, Rumpfform und Segelplan auch absolut identisch sind.

Bis hierhin klingt das zugegebenermaßen alles wie der feuchte Traum eines Regattaseglers. Wenn man diese Klasse allerdings nur auf das Gewicht reduziert das sie nicht hat, würde man ihr nicht gerecht. Ich bin von dieser Klasse vorallem so beeindruckt, weil dieses Konzept wirklich zu Ende gedacht wurde. In Kooperation mit Logistik Gigant Kühne und Nagel wurde ein Transportsystem entwickelt, dass auf dem 40 Fuß Open Top Containern basiert. So sind Heck und Kiel der Yacht abnehmbar und der Mast teilbar ausgeführt.

Zu den Segeleigenschaften einer solchen Waffe … naja seht euch das Video an:

http://www.rc44.com/en/

Die jungen Wilden legen nach!


Nach der im Jahre 2003 erstmals vorgestellten Absolute 25, legt die junge Werft Absolute Yachts kräftig nach. Die Palette wurde bis heute auf sechs Modelle aufgestockt und soll weiter wachsen. Das Einstiegsmodell heißt jetzt Absolute 39 und löste die 25er als kleinstes Schiff im Programm ab. Der Name der Werft ist Programm. Nicht nur die rasante Entwicklung der Werft, sondern auch das Design setzt Maßstäbe. So findet man bereits bei der “kleinsten” Yacht, Design-Elemente, die sonst nur bei Super-Yacht Werften wie Azimut und Co. zu finden sind. Dreiteilige Rumpffenster für den Panaoramablick aus dem Innenraum, sowie die aggressiv und wuchtig wirkende Windschutzscheibe sind die markanten Elemente des Sportcruisers. Die 39ft Yacht ist in unseren Augen mehr als nur eine Alternative zur Fairline 38 (Sieger Motorboot des Jahres 2006), welche wohl den Hauptkonkurrenten darstellt. Auf dem Gebrauchtmarkt ist die Absolute 39 ebenfalls schon vereinzelt zu finden und hat sich klar positioniert. Etwas mehr als die viertel Million muss in die Hand genommen werden und ich bin mir sicher, man erhält eine Yacht mit der man ABSOLUT zu frieden sein kann!

Ölzeug – Point von Helly Hansen

Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit die Yachtszene auf alten Traditionen der Seefahrt beharrt. Das Segeln bzw. Fahren moderner Yachten hat zugegebenermaßen nicht mehr viel mit dem Leben des Wolf Larsson aus Jack London‘s Seewolf zu tun. Aber dennoch wird penibel darauf geachtet, dass ja kein Teil des laufenden Gutes aus Versehen mit dem falschen Namen angesprochen wird. Ich denke, dass diese Schrulligkeit Yachtis bei Außenstehenden altklug erscheinen lassen. Mein Liebling in dieser Kategorie der Namensgebung ist dabei der Begriff Ölzeug. Mit dem Begriff Ölzeug assoziiere ich nur bedingt die modernen High-Tech-Klamotten, die man bei Yachtausrüstern bekommt. Ich denke dabei an diese ( in meiner Vorstellung gelben ) gummierten Hosen und Jacken und vor allem an die großen Gummisüdwester. Aber da ich mir nur schwer vorstellen konnte, dass dieses „Gummizeug“ für die Namensgebung verantwortlich ist, habe ich bei Wikipedia recherchiert, dass der Name Ölzeug auf Leinöl getränktes Baumwollgewebe zurück zu führen ist.

Zum Beginn der Sommersaison 2008 habe ich mich also mit Ölzeug von Helly Hansen ausgestattet. Da es nicht mein Ansinnen war in diesem Jahr über den Atlantik zu segeln, habe ich mich für ein Ölzeug entschieden, welches unter der Kategorie „Küste“ verkauft wurde. Da ich kein Fan von der Einstellung bin „”ey guck ma ich seh Sch*** aus,aber ich bin Segler“” , war mir der optische Eindruck nicht unwichtig. Mag man mich für diese Haltung an den Pranger stellen so erwidere ich, dass die modernen Atmungsaktiven Membranen, aus denen derartige Sachen hergestellt werden, eh alle mehr oder weniger gleich sind (
ähnliche Preisklasse vorausgesetzt ). Mein Fazit nach einer Saison ist: Ich bin bis auf Kleinigkeiten zufrieden bis positiv überrascht. Sorgen, ob es die richtige Entscheidung war, machte mir anfänglich der Reißverschluss, der nach demselben Prinzip wie bei der Dare2Be Jacke, die in einem früheren Artikel ausgewertet wurde, mit einer Gummierung zwischen eigentlichem Reißverschluss und Funktionsstoff versehen ist. Bei klassischen Modellen wird die Undichtigkeit des Reißverschluss durch eine zusätzliche Klappe aus dem Stoff der Jacke kompensiert. Nach einem Jahr Dauereinsatz, da sich die Jacke aufgrund ihrer Blouson Form auch super bei Shitwetter an Land benutzen lässt und ich das auch regelmäßig getan habe, zeigen sich an dem Verschluss keinerlei Abnutzungserscheinungen. An dieser Stelle Lob und Anerkennung für Helly Hansen. Die Aufteilung der Taschen ist zweckmäßig, die Verarbeitung tadellos. Was man vielleicht wissen sollte ist, dass die Jacke, anders als die Hose, nicht besonders warm ist; soll bzw. muss sie aber auch nicht sein, da das Zwiebelprinzip allen bekannt ist. Das einzige was ich derzeit zu beanstanden habe ist, dass die Jacke an beiden Armen einen weißen Streifen hat, der diesem Modell ausnahmslos gut steht und bis zum Handgelenkt reicht. Das letzte Stück dieses Streifens bekommt aber natürlich allen Dreck ab und sieht nach einiger Zeit nicht mehr ganz so schick aus; mit Geduld und Spucke ist das zwar immer wieder abzubekommen, zweckmäßig ist es trotzdem nicht.
Liebe Designer mitdenken! Weiterhin hoffe ich, dass ich niemals herausfinden muss, ob Seenotretter dunkelblaues Ölzeug in der Nacht sehen =)

P.S. kann mir mal einer erklären welche Funktion diese grauen
Gummilaschen haben? Zur Bergung? Zum Einpicken? Ich weiß es einfach
nicht!

Vendée Globe “light” auf “kleinen” Open 60


So klingt der Versuch das Konzept einer geplanten Regattaserie mit dem wohlklingenden Namen „SolOceans“ zu beschreiben. Die erste Etappe dieses Rennens soll am 25. Oktober 2009 starten und wird in 2 Etappen gesegelt. Die erste führt die Segler von Frankreich um das Kap der Guten Hoffnung sowie das Kap Leeuwin bis die Segler schließlich in Neuseeland wieder festen Boden unter den Füßen haben. Die 2. Etappe führt dann demzufolge um Kap Horn und zurück nach Frankreich. Bis auf den Landgang entspricht dieses Konzept also im Wesentlichen der Vendée Globe, denn auch die Teilnehmer des SolOceans sind als Einhandsegler unterwegs.

Bei den „kleinen Open 60“ handelt es sich um eine neue Bootsklasse, die mit dem Namen „Veolia 52“ daherkommt. Das OneDesign wird von yacht.de als Einheizboot bezeichnet, da die Konstruktion dieser Einheitsklasse wohl stark an die aktueller Open 60 Modelle erinnert. Anders als bei dem kürzlich gestarteten Portimao Global Ocean Race, dessen erklärtes Ziel es ist mit einem „Box-Rule“ das technische Wettrüsten der Open-Klassen zu unterbinden , geht es dem SolOceans bzw. den Veolia 52 eher um den direkten Vergleich der seglerischen Leistung, denn der Basispreis einer Veolia 52 liegt ja immerhin bei schlanken 1,4 Millionen Euro exklusive Mehrwertsteuer. Als Erweiterung zu diesem Angebot wird noch ein „Transatlantic additional equipment“ Package für 120.000 € bzw. ein „Round-the-world additional equipment“ Package für 150.000 € angeboten. Für die regelkonforme Besegelung, gefertigt bei North Sails, kommen noch einmal 53.000 € auf die potentiellen Eigner zu. Also alles in allem muss man reichliche 1,6 Millionen Euro (exklusive Steuern) investieren, um ein richtiger Weltumsegler zu werden. Dafür ist die Lizenz zur Teilnahme am SolOceans aber inklusive. ;-) Für die Eigner der Open 60, die am 9. November beim Vendée Globe starten, wahrscheinlich immer noch ein Schnäppchen. Wir werden sehen, ob es der Werft gelingt bis zum angepeilten Startschuss genügend Einheiten abzusetzen. Im Sinne des Segelsports bleibt zu hoffen, dass sich dieses Konzept zu mehr als einem Absatzkanal für Rennyachten entwickelt.

Die Basisdaten der Klasse:

Construction: Nomex Hexcel prepreg carbon cooked at 90°C by JMV Industries
Length of hull: 16.00m (52.5 feet)
Waterline length: 15.85m (52 feet)
Length overall: 18,20m (60 feet)
Beam: 5.25m
Draft: 4.10m
Displacement: 7t
Ballast weight: 2.750t (Bulb weight: 2.355t)
Water ballasts: Two to the rear angles (2 x 1,224L)
Carbon fin keel: Canting to 40°
Two asymmetric centre-boards: 2.35m underwater
Two rudders: Retractable
Height of wing mast: 21.86m above deck (23.66m above waterline)
Wing mast area: 10m²
Mainsail: 115m²
Jib: 84m²
Max area upwind: 209m² (115 + 84 + 10m²)
Staysail: 40m²
Storm jib: 17m²
Gennaker code 0: 150m²
Gennaker code 5: 165m²
Asymmetrical Runner: 253m²
Main gear suppliers: Sails North Sails France, deck gear Harken, Electronics and autopilot NKE, Nanni Diesel engine,Karver furlers, Centre-boards and rudders Crain

http://www.soloceans.com/en/

Sunseeker … im Auftag ihrer Majestät

Der neue Bond „Quantum of Solace“ ( ich verweigere die Übersetzung ins Deutsche ), der am 6. November erscheint, hat zwar immer noch den selben Besetzungsfehler wie der Letzte, aber dafür dürfen diesmal gleich 3 Sunsseeker Boote mitspielen. Für die britischen Yachtbauer ist das bereits das 4. Leinwandengagement mit der Lizenz zum Boote kaputt machen. Sunseeker’s Managing Director Robert Braithwaite, der auch ein paar Sekunden im Film zu sehen ist, sagte: „ Man kann einfach kein besseres Image erreichen als über einen James-Bond-Film“

… zumindest wenn man beweisen will, dass seine Boote auch Super über Kaimauern und Molen fliegen können.

An der nur wenige Minuten dauernden Verfolgungsjagd nahmen während des 3 Monatigen Drehs über 100 Boote teil.

Sunseeker Soverreign 17 – Gebaut im Jahre 1970, wurde diese Yacht nach Angaben von Sunseeker für den Film komplett restauriert. Die Sovereign 17 war eines der ersten Speedboote mit offenem Cockpit. Der Managing Director der Werft ist der Mann am Steuer der Yacht

Die Superhawk 43 wird in Anlehnung an den Film auch mit einer limitierten Kleinserie mit dem Namen “Quantum of Solace” bedacht. Nach Angaben der Werft kann die Superhawk, je nach Ausstattung, bis zu 50 Knoten schnell werden.

Sunseeker M4 – Mit 37 m ist dieser Tridecker das derzeit größte Schiff das bei Sunseeker in Pool (GB) gebaut wird.

… bekommt so eine Filmcrew die Yachten, die sie kaputt machen, eigentlich geschenkt? Wenn dem so ist stellt sich für mich nur noch eine Frage: “Wo bitte gehts nach Hollywood?”

www.sunseeker.de

www.sunseeker.com

Quantum of Solace – Offizielle Seite

Fischerman meets Hugo Boss!

Nein! Hugo Boss macht jetzt nicht in Troyer und Südwester!

23 Tage vor dem Start der Vendée Globe, dem Everest des Segelsports, bei dem Skipper Alex Thomson als einer der Favoriten gehandelt wird, wurde dieser heute morgen um 2:30 Uhr von einem Fischerboot gerammt. Sein Schiff, die Hugo Boss ( Open 60 ) wurde an der Steuerbordseite so schwer beschädigt das der Mast runter kam. Das Rigg musste abgeschnitten werden um in den Hafen motoren zu können. Nach eigenen Angaben hatte der Skipper seine Yacht ausreichend beleuchtet, auch das AIS war eingeschaltet und funktionierte Einwandfrei. http://www.alexthomsonracing.com/displaynews.asp?id=151#nogo

Hoffen wir darauf, dass die Reparaturen bis zum Start des Vendée Globe abgeschlossen werden können.

Portimao Global Ocean Race


Im Schatten des Volvo Ocean Race startete am 12. Oktober das Portimao Globlal Ocean Race, noch nie von gehört? Könnte daran liegen, dass es sich bei diesem Rennen um eine Premiere handelt. Diese Regatta wurde ins Leben gerufen von Josh Hall ( Teilnahme am Vendée Globe ) und Brian Hancock ( Teilnahme am Whitebread Race ).

Am Rennen nehmen zwei Open 40 Yachten Teil, die jeweils Einhand gesegelt werden sowie 4 „Class 40“ Yachten. Bei den Class 40 Yachten handelt es sich um High Tech Rennyachten mit überschaubaren Kosten. Diese Klasse schafft es wie kaum eine andere dem Konstrukteur eine gewisse Entwicklungsfreiheit zu schenken ohne dabei in eine Millionen verschlingende Materialschlacht auszuarten. Den beiden Veranstaltern war dieser Punkt besonders wichtig. Das Regelwerk der Klasse ist bewusst simpel gehalten. Neben den allgemeingültigen Regeln (OSR) des Weltseglerverbandes (ISAF) für hochseetaugliche Yachten müssen Class40-Designer sich innerhalb der Klassengrenzen bewegen. Das bedeutet, die Boote sind rund zwölf Meter lang (= 40 Fuß, daher Class40) und viereinhalb Meter breit, sie haben drei Meter Tiefgang, verfügen über 19 Meter Masthöhe und 115 Quadratmeter maximale Segelfläche am Wind. Die Yachten sind minimal viereinhalb Tonnen schwer, haben bis zu acht Segel und 320 Kilogramm aufrichtendes Moment bei 90 Grad Schräglage. Nicht zugelassen sind Schwenkkiele, Drehmasten und Karbonrümpfe. Nach Angaben von www.class40racing.com liegen die Preise für eine deratige Yacht in Polyester zwischen 145.000 € und 185.000 € bzw. 209.000 € und 220.000 € in Epoxy. Die weiteren Kosten für Segel, laufendes Gut, Navigation, Abnahmen und Sicherheitsequipment werden hier mit ca. 100.000 € angegeben … but by then you should be ready to race.“

Die erste Etappe des Rennens führt die 6 Boote nach Kappstadt. Auf http://www.portimaoglobaloceanrace.com finden sie ähnlich dem Volvo Ocean Race auch wieder einen „Race Tracker“ . Das erfreulichste an diesem Rennen ist die Tatsache, dass ein deutsches Team daran teil nimmt. Skipper Boris Herrmann ( 2. bei der Artemis Transat 2008 ) und Co-Skipper Felix Oehme werden von der Beluga Shipping GmbH gesponsert, welche in den letzten Jahren vor allem durch den Einsatz von „Skysails“ für Aufsehen sorgte.

http://www.beluga-racer.com/

Port Olpenitz – 500 Millionen Euro Megaprojekt

2012 soll in Kappeln an der Schlei der flächenmäßig größte Yachthafen der Welt fertiggestellt werden! Der ehemalige Marinestützpunkt wird auf 170ha zu einem Feriendomizil der Extraklasse umgebaut. Es entstehen neben dem Yachthafen, Hotels, Ferienimmobilien, Theaterbühnen und Freizeitparks. Sämtliche Häuser werden in erster Reihe am Wasser gebaut! Der Yachthafen verfügt über unglaubliche 2500 Liegeplätze und bietet alles, was das Wassersportlerherz begehrt. Auch neben der Saison bietet das Resort ganzjährig Spaß und Unterhaltung!

Port Olpenitz – Das Dubai vor unserer Haustür?