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2. Tag beim St. Mortiz Match Race!

Mit je drei Siegen sorgten Ian Williams und Ben Ainslie fĂĽr einen englischen Tag am St. Moritz Match Race. Williams, der zweifache Match Race Weltmeister, ĂĽbernahm im Gesamtklassement mit sieben Punkten die FĂĽhrung, sein Landsmann Ainslie, dreifacher Goldmedaillengewinner, liegt zusammen mit dem Franzosen Mathieu Richard mit sechs Punkten auf dem zweiten Platz.

Für das Deutschschweizer Team Eric Monnin war der zweite Tag des St. Moritzer Match Race, der bei guten Bedingungen ausgetragen werden konnte, kein guter Tag: In vier Rennen erlitt das Quartett vier Niederlagen. Mit zwei Punkten und zwei ausstehenden Läufen kann die Mannschaft noch auf vier Punkte kommen. Mit viel Glück liegt der achte Platz, der die Viertelfinal-Qualifikation bedeuten würde, somit noch drin.

„Das Resultat ist hart“, meinte Skipper Eric Monnin nach der vierten Tagesniederlage. „Die Art und Weise, wie wir verloren haben, ist aber nicht so schlimm.“ Monnin wies vor allem auf das Rennen gegen Ian Williams hin, bei dem die Schweizer gut aussahen. „Bei der Luv-Boje hatten wir Pech, weil der Wind drehte.“ Monnin musste eingestehen, dass er vor allem im Vorstart gegen die weltbesten Match Racer stets unter Druck geriet. Insgesamt vier Strafen wurden gegen ihn verhängt. „Es hat einfach überall ein wenig gefehlt“, resümierte der Segler, der sich vom hohen seglerischen Niveau am 8. St. Moritzer Match Race beeindruckt zeigte.

Das zweite Schweizer Team, Jerome Clerc aus der Romandie, verlor ebenfalls alle Rennen. „Wir sind heute mehr Risiken eingegangen und haben deshalb auch mehrere Strafen erhalten“, so Jerome Clerc. Er hofft jetzt auf das Schweizer Duell von morgen. Gegen Monnin möchte die junge Mannschaft den ersten Sieg einfahren. In den restlichen Rennen wird vor allem der Kampf um den achten Platz interessant werden. Wenn Monnin die beiden letzten Rennen gewinnt und der Australier Mirsky und der Italiener Bruni keine Punkte mehr erringen, käme das Trio auf je vier Punkte. Und da würden die Schweizer auf den achten Rang gesetzt, weil sie die beiden in der direkten Begegnung geschlagen haben. Ian Williams hingegen wird versuchen, seinen ersten Platz zu verteidigen. Er berechtigt den direkten Einzug in den Halbfinal.

St. Moritz Match Race, provisorisches Klassement nach17 Flights:

(Klassement, Name des Teams, Anzahl der verlorenen / gewonnenen Matches, Punkte)

1) Ian Williams (GBR) Team GAC Pindar 1/7 – 7 Punkte 2) Mathieu Richard (FRA) French Match Racing Team 2/6 – 6 Punkte

2) Ben Ainslie (GBR) TEAMORIGIN 2/6 – 6 Punkte

4) Adam Minoprio (NZL) ETNZ/BlackMatch Racing 3/5 – 5 Punkte

4) Björn Hansen (SWE) Hansen Global Team 3/5 – 5 Punkte

4) Damien Iehl (FRA) French Match racing Team 4/5 – 5 Punkte

4) Bertrand Pacé (FRA) Aleph Sailing Team 4/5 – 5 Punkte 8) Francesco Bruni (ITA) Azzurra 4/4 – 4 Punkte

8) Torvar Mirsky (AUS) Mirsky Racing Team 4/4 – 4 Punkte

10) Eric Monnin (SUI) Swiss Match Racing team 6/2 – 2 Punkte

10) Johnie Berntsson (SWE) Berntsson Sailing team 7/2 – 2 Punkte

12) Jérôme Clerc (SUI) Team CER Genève 9/0 – 0 Punkte

Der kleine America’s Cup! Ergebnisse und Bilder!

Das Finale des kleinen AC wurde zwischen dem kanadischen Titelverteidiger “Canaan” und dem australischen Boot “Alpha” ausgetragen. Fred Eaton und Magnus Clarke verteidigten damit ihren Titel aus dem Jahr 2007. Die in der Segelszene nicht so ganz unbekannten Australier, James Spithills und Glenn Ashbys, mussten sich dem Verteidiger Duo mit 4:1 geschlagen geben. Interessanterweise segelten der BMW-Oracle Steuermann und der A-Cat Weltmeister auf dem Boot, mit dem die Kanadier 2007 ihren Titel gegen Steve Clark gewonnen hatten. Platz 3 belegte das britische Team Paul Larsen und Gordon Kaiser auf ihrem Katamaran “Invictus”. Die Briten haben wohl den größten Aufwand bei der Entwicklung des Bootes betrieben und sind auch mit dem neuesten Modell an den Start gegangen. Dennoch reichte es nur fĂĽr Bronze, was den One-Design Verfechtern im Segelsport zeigen sollte, dass auch bei den offenen Klassen nicht nur die Technik ĂĽber Sieg und Niederlage entscheidet.

Die Bilder wurden mir freundlicherweise von Christoph Launay www.sealaunay.com zur VerfĂĽgung gestellt. Vielen Dank!

Auftakt zum St. Moritz Match Race!

Mit einem phantastischen Segeltag hat das 8. St. Moritz Match Race begonnen. Bei strahlendem Sonnenschein und idealen Windbedingungen konnten 10 Rennserien absolviert werden. FĂĽr das Deutschschweizer Boot Eric Monnin fiel die Bilanz durchzogen aus. Mit zwei Siegen und drei Niederlagen bleiben die Chancen fĂĽr eine Viertelfinal-Qualifikation jedoch intakt.

Die Schweizer zeigten sich selbstkritisch. „Wir haben die Rennen beim Start verloren“, bilanzierte Eric Monnin nach dem langen Renntag. „Wenn der Start nicht optimal verläuft, ist man weg vom Fenster.“ Gegen den amtierenden Match Race Weltmeister Adam Minoprio seien auch die Manöver nicht gut gewesen.

Mit grosser Spannung wurde das Duell der beiden Engländer Ian Williams gegen den dreifachen Olympiasieger Ben Ainslie erwartet. Williams rettete einen knappen Vorsprung ins Ziel, obschon er noch einen Strafkringel fahren musste; er konnte so das erste Prestige-Duell der beiden Landsleute zu seinen Gunsten entscheiden. Der Sieger des St. Moritz Match Race aus dem Jahr 2007 könnte erneut Engadiner Bergkönig werden.

Nach dem ersten Tag haben alle Teams mindestens einen Sieg errungen – mit Ausnahme des Westschweizers Jerome Clerc, der wie erwartet Lehrgeld bezahlen muss. Die Romands zeigten jedoch im ersten Rennen eine ausgezeichnete Leistung, indem sie gegen Williams lange Zeit in Führung lagen.

Neben Williams weisen auch der Schwede Björn Hansen und der Neuseeländer Minoprio vier Siege bei je einer Niederlage auf. Aus diesem Trio wird wohl der Gewinner der Round Robin (jeder gegen jeden) kommen, der dann direkt für den Halbfinal qualifiziert ist. Die Ränge 2 bis 7 segeln um die drei anderen Halbfinal-Plätze. Die restlichen fünf Teams scheiden aus.

St. Moritz Match Race, provisorisches Klassement nach 10 Flights:

(Klassement, Name des Teams, Anzahl der verlorenen Matches / gewonnenen Matches, Punkte)

1) Adam Minoprio (NZL) ETNZ/BlackMatch Racing 1/4 – 4 points

1)Ian Williams (GBR) Team GAC Pindar 1/4 – 4 points

1) Björn Hansen (SWE) Hansen Global Team 1/4 – 4 points

4) Ben Ainslie (GBR) TEAMORIGIN 2/3 – 3 points

4) Mathieu Richard (FRA) French Match Racing Team 2/3 – 3 points

4) Bertrand Pacé (FRA) Aleph Sailing Team 2/3 – 3 points

7) Eric Monnin (SUI) Swiss Match Racing team 3/2 – 2 points

7) Damien Iehl (FRA) French Match racing Team 3/2 – 2 points

7) Francesco Bruni (ITA) Azzurra 3/2 – 2 points

7) Torvar Mirsky (AUS) Mirsky Racing Team 3/2 – 2 points

11) Johnie Berntsson (SWE) Berntsson Sailing team 4/1 – 1 point

12) Jérôme Clerc (SUI) Team CER Genève 5/0 – 0 point

Fast verpasst! Deutsche Meisterschaft der Star-Boote!

Auf Grund der vielen groĂźen Regatten, die Moment laufen, habe ich doch fast eine aus dem Blick verloren.

Dieser Tage findet in Berlin die internationale deutsche Meisterschaft der Starboote statt. Mit dabei auch das neu formierte Team um Alexander Schlonski, der nun die zweite Regatta mit seinem vielleicht neuen Vorschoter Mathias Bohn segelt.

Matze hat während seiner seglerischen Laufbahn schon einiges gesehen, nicht nur als ambitionierter Finn Segler, sondern auch als Crewmitglied der in Kiel gebauten „Container“ hat er sich schon auf fast allen Weltmeeren getummelt. Vielleicht ist das die große Chance, sich einen Traum von Olympia zu erfüllen.

Wir werden weiterhin verfolgen, wie sich dieses Duo entwickelt. Sie liegen im Moment auf Platz drei, vor ihnen liegen mit einem halben Punkt Vorsprung Hagen/Hasche und auf Platz eins die Europameister von 2010 mit vier Punkten Vorsprung Polgar/Koy.

Ergebnisse findet ihr auf den Seiten des VSAW, oder unter folgendem Link!

Kein guter Start in die Senior Laser World Championship

Heute war der dritte Tag der diesjährigen Weltmeisterschaft in der Laser Standard Klasse. Austragungsort ist Hayling Island/ GBR.

Nach den bisher sechs gesegelten Wettfahrten sieht es leider nicht so gut für unsere deutschen Hoffnungen aus. Ausgerechnet der „Aussteiger“ Tobias Schadewaldt, segelt mit Hannes Baumann 49er, ist der beste deutsche Segler und das nur auf Platz 22 der Gesamtwertung.  Ihm auf den Fersen ist der Berliner Malte Kamrath auf Platz 24.

Leider noch nicht so gut in die Regatta gefunden hat Philipp Buhl, der sich bisher nicht weiter als auf Platz 30 nach vorn segeln konnte. Philipp hat in diesem Jahr schon häufiger mit seinem seglerischen Können geglänzt, so wurde er u.a. auf der Senioren EM vierter.

Noch ist jedoch nicht alles verloren und wir hoffen, dass die Jungs sich bei diesen schwierigen Bedingungen noch etwas weiter an die Spitze kämpfen können.

Führender nach sechs Rennen ist der Australier Tom Slingsby, der heute mit zwei „Bullets“ einen perfekten Tag hinlegen konnte.  Auf den Plätzen zwei und drei folgen Joshua Junior (NZL) und Paul Goodison (GBR), die beide nach fünf gewerteten Rennen punktgleich sind.

Bilder konnte ich auf der offiziellen Seite der WM leider noch nicht finden, damit bekommen die Veranstalter also einen kleinen Minuspunkt. Positiv sind jedoch die täglichen Berichte der Medienbeauftragten, sie sind sehr informativ und schildern, so finde ich, ganz gut das Geschehen auf dem Wasser.

Video-Interview mit Oliver Schwall (CEO-STG)

Wie wir berichteten hatte das Sailing Team Germany, kurz dem Startschuss, noch die Möglichkeit bekommen, an der Extreme 40 Regatta in Kiel teilzunehmen. Im Rahmen dieser Veranstaltung ist Oliver Schwall unserem Kollegen Carsten Kemmling vor die Kamera gelaufen und hat sich zur Teilnahmen des 2. deutschen Teams und zur Perspektive der STG in dieser Serie geäußert.

Wer wird Bergkönig!

Wer wird der neue Bergkönig von St. Moritz?
Heute startete das St. Moritz Match Race, die sechste Etappe der Match Race WM des Internationalen Segelverbandes ISAF. Zwölf der besten Match Racer haben den Weg nach St. Moritz gefunden. Sie haben gestern auf dem St. Moritzer See bei Sonnenschein aber kalten Temperaturen Trainingseinheiten absolviert. Von der prächtigen Bergkulisse mit den leicht verschneiten Gipfeln waren vor allem die ausländischen Segler beeindruckt. Der Neuseeländer und Vorjahressieger Adam Minoprio und der FĂĽhrende in der World Match Racing Tour, der Franzose Mathieu Richard äusserten sich begeistert ĂĽber das ungewohnte Revier. Adam Minoprio, Skipper Black Match Racing: “Das St. Moritz Match Race ist ein sehr spezielles Event, es unterscheidet sich von allen anderen Regatten. Es ist kalt hier oben, und gestern, bei unserer Ankunft, hat es sogar geschneit! Diese speziellen Bedingungen bringen eine neue Dimension, was ich sehr schätze. Der Wind kann sehr wechselhaft und sehr rauh sein. Aber das ergibt auch spannende Situationen.”
Mathieu Richard, Skipper des französischen French Match Racing Team: “Zwei Monate haben wir in der Match Racing Tour nicht gesegelt. Doch wir hatten einige sehr gute Trainings-Sessionen. Ich denke wir sind bereit. Es ist eine grosse Regatta, ich schätze sie, weil sie so anders ist. Die Boote sind auch technisch sehr anspruchsvoll.”
Am Start sind auch zwei Schweizer Teams, mit unterschiedlichen Erwartungen. Während Eric Monnin zu den erfahrensten St. Moritz Startern gehört, ist Jérôme Clerc Neuling im Engadin.
Eric Monnin, Skipper des Swiss Match Racing Team: “Wir haben vor kurzem sehr gute Resultate erreicht, und wir kennen die blu26 sehr gut. Wir sind die Lokalmatadoren, wir haben also gute Voraussetzungen, um gut zu segeln. Falls es unsere Gegner zulassen…”
Jérôme Clerc, Team CER Genève: «Wir sind hier um zu lernen. Für uns ist das St. Moritz Match Race eine hervorragende Gelegenheit. Doch wir müssen bescheiden bleiben, wir sind uns unserer schwierigen Aufgabe bewusst.

2. Bericht von Jan Kurfeld aus San Francisco!

Hallo, kurzer Bericht zu heute (Dienstag):
Beim Rausfahren hatten wir noch mit circa 12 kn moderaten Wind, der dann quasi stündlich um 5 kn zunahm. Also die erste Wettfahrt bei 12-17kn Wind. Ich hatte einen guten Start mitte-links und bin dann auf die linke Seite der Kreuz gefahren, das sah erst richtig gut aus, aber dann drehte der Wind um circa 20° nach rechts und ich musste von hinten so weit wie möglich aufholen. Im Ziel konnte ich noch bis auf Platz 43 vorfahren.

Die 2.Wettfahrt war dann schon bei 22-25 kn Wind. Ich hatte wieder einen guten Start auf der rechten Seite und bin dann auch gleich mit dem Feld nach rechts gefahren. Die ganze Wettfahrt war ich dann auf einem Platz zwischen 20 und 30 und konnte einen 26.Platz ins Ziel bringen. Morgen geht es mit 2 Rennen weiter, ich hoffe, ich kann mich dort noch weiter verbessern.

DrĂĽckt die Daumen!

Viele GrĂĽĂźe aus SF, Jan

Jan Kurfeld berichtet vom Gold Cup in San Francisco!

Nachdem ich die Warnemünder und Travemünder Woche gegen zum Teil auch starke internationale Konkurrenz gewinnen konnte, lief es beim Weltcupfinale auf dem olympischen Revier von 2012 im englischen Weymouth nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Mit Platz 26 konnte ich natürlich nicht zufrieden sein. Auf diesem anspruchsvollen Revier brauche ich sicherlich noch eine Menge Trainingsstunden und Wettkämpfe, um meine Leistung dort zu verbessern. Leider hatte ich mir kurz vor Beginn der Regatta auf meinem Laptop einen Virus (Trojaner) eingefangen und konnte von England aus nicht selber berichten. Ich bitte dies zu entschuldigen.

Heute (Samstag) habe ich die Vermessung hinter mich gebracht und am Abend findet die Eröffnungsfeier im ausrichtenden St. Francis Yachtclub, unweit der Golden Gate Bridge, statt. Die circa 100 Finns sind auf der nordöstlichen Seite der Bucht in einer Marina untergebracht. Diese Marina ist eher ein öffentlicher Park mit einer Launching Ramp und einem umzäunten Parkplatz, auf dem die Boote stehen. Nebenan sind mehrere Yachtclubs. Das Segelrevier ist quasi direkt vor der Haustür, aber das bedeutet leider auch, dass man San Francisco und die Golden Gate nur am Horizont sieht. Durch die geringe Wassertiefe von 3 bis 4 Metern und den vorherrschenden starken Winden, entsteht eine sehr kurze und steile Welle. Im Training hatten wir die letzten Tage immer Sonnenschein und 15 bis 25 kn Wind. Gleiches Wetter wird auch für den Gold Cup erwartet, der am Montag mit 2 Rennen beginnt. Der Amerikaner würde sagen: „It always blows in San Francisco.“ Grund für das “Wetterphänomen“ ist die Temperaturdifferenz zwischen dem kalten Pazifikwasser, das aus Alaska strömt und der heißen Wüste, die circa 30 km hinter der Bucht von San Francisco beginnt. Heute machen wir unseren Layday, um uns etwas zu erholen und werden dann gleich Richtung City aufbrechen, weil wir eine Tour zur Insel Alcatraz gebucht haben. Am Sonntag um 14 Uhr Ortszeit findet das Practice Race statt.

Ich halte euch natĂĽrlich auf dem Laufenden.

Viele GrĂĽĂźe aus Kalifornien

Jan

Extreme 40 Sailing Series – Kiel 2010!

Insgesamt 65.000 begeisterte Zuschauer sahen das viertägige Segelspektakel Extreme Sailing Series™, das am Sonntag (29. August) mit einem klaren Sieg der französischen Equipe Groupe Edmond de Rothschild und Skipper Yann Guichard zu Ende ging. Das international topbesetzte Feld der gut zwölf Meter langen Extreme 40-Katamarane geizte nicht mit Action und Dramatik und zeigte bei mäßigem, aber sehr böigem Wind nicht nur enge Manöver. Es gab sogar ein paar Kollisionen auf dem Wasser. Ein sensationeller Tagessieg half dem Wirsol Team Germany mit Tino Mittelmeier (Stuttgart) am Steuer, das kurzfristig an den Start gegangene Audi Sailing Team Germany unter Skipper Johannes Polgar aus Hamburg am Ende noch abzufangen. Die deutschen Mannschaften mussten mit den Rängen acht und neun am Ende des Klassements vorlieb nehmen.

„Unsere Teilnahme war ein voller Erfolg. Die Veranstaltung hat aufgezeigt, wie Segeln dem Publikum präsentiert werden sollte“, meinte Oliver Schwall, Teamchef des Audi Sailing Team Germany. Die Crew mit Polgar und dessen Hamburger Vorschoter Markus Koy sowie Timo Jacobs aus Lübeck, ebenfalls Starboot-Vorschoter, und dem 49er-Segler Lorenz Huber aus München war aus der deutschen Segelnationalmannschaft rekrutiert worden. „Wir wussten von vornherein, dass wir praktisch ohne Training nur krasse Außenseiter sind“, so der Steuermann, „umso erstaunter und erfreuter waren wir, in den 23 Kurzrennen immer wieder renommierte Profis hinter uns gelassen zu haben.“

Bis zum letzten Tag der dritten von fünf Etappen der Extreme Sailing Series™ hatte das Audi Sailing Team Germany sogar die rote Laterne fernhalten können. „Vielleicht hat zum Schluss die Kälte das Adrenalin vom Vortag verdrängt“, suchte Polgar eine Erklärung für taktische Fehler, die er auf seine Kappe nahm. Auf dem Wasser zeigte das Thermometer zeitweise nur noch zehn Grad Celsius – im August! “Es war so oder so ein Gewinn für uns alle, auch wenn niemand gerne Letzter wird“, beschrieb Lorenz Huber die Stimmung, „der Geschwindigkeitsrausch auf diesen Booten ist schon phänomenal.“ Und dazugelernt hätten sie alle enorm während der Regattatage von Kiel.

Endstand der Extreme Sailing Series™ in Kiel:

1. Groupe Edmond de Rothschild, Yann Guichard (Frankreich), 167

2. Ecover Sailing Team, Mike Golding (GroĂźbritannien), 142 Punkte

3. The Wave, Muscat, Paul Campbell James (GroĂźbritannien/ Oman), 128

4. Oman Sail Masirah, Loick Peyron (Frankreich/ Oman), 125

5. The Ocean Racing Club, Mitch Booth (Die Niederlande/ Slowenien), 125

6. Red Bull Extreme Sailing, Roman Hagara (Ă–sterreich), 99

7. Groupama 40, Tanguy Cariou (Frankreich), 92

8. Wirsol Team Germany, Tino Mittelmeier (Stuttgart) 67

9. Audi Sailing Team Germany, Johannes Polgar (Hamburg), 61