Yachtblick Rotating Header Image

Michael Breman @ Singapore Yacht Show

Thanks a lot Merijn – great work!

Michael Breman von Lürssen spricht über die Herausforderungen beim Verkauf großer Yachten, Konkurrenzsituationen und das Marktpotential von 100m+ Yachten. Auf www.superyachttimes.com finden Sie weitere Interviews mit Alice Huisman, Toni Hambrook (Alloy Yachts) und Simon Turner (Camper & Nicholsons)

Doku über die niederländische Superyacht-Industrie

Fernsehteams und Superyachten schließen sich in der Regel aus und ich vermute auf ein deutsches Pendant zu dieser Dokumentation wird man wahrscheinlich vergebens warten. Dennoch haben einige sehr geschätzte niederländische Yachtis ihre heiligen Hallen geöffnet und ein Kamerateam hereingebeten. Das Ergebnis ist durchaus sehenswert.

Viel Spaß!

Friedel ist Europameister im Musto Skiff

„Es ist nun fast ein Jahr her, als ich meinen Musto Skiff nach einjährigem Besitz mit einem lachenden und einem weinenden Auge verkaufen musste. Das Boot war wie für mich gebaut. Hohe Geschwindigkeiten, anspruchsvolles Handling gepaart mit ausgereifter Technik. Doch es sollte noch schneller werden und deswegen entschied ich mich in die Olympische High Performance Klasse 49er zu wechseln.“

Nach einjähriger Abstinenz in der Musto Skiff Klasse wollte der 25-jährige Kieler (Potsdamer Yacht Club e.V.) es aber noch mal bei der Europameisterschaft am Attersee wissen. Er konnte sich sein altes Boot leihen und fuhr diesmal mit einem ganz anderen Gefühl zu einem Wettkampf. Das Ergebnis war ihm fast egal, denn es ist ja nicht seine Klasse. Das Starterfeld war mit 46 Seglern aus sieben Nationen sehr gut besetzt. Der Weltmeister von 2011 und der amtierende Europameister waren ebenfalls vertreten.

Ein Tag vor dem Start der EM stieg er zum ersten Mal wieder auf das Boot und segelte zwei Vorrennen mit. Platz vier und eins, “So viel scheint ja nicht weg zu sein.”, dachte er sich. Zuversichtlich startete Frithjof in die Wettfahrtserie.

Der erste Tag war geprägt von sehr inkonstanten westlichen Winden, die das Feld immer wieder durcheinander würfelten. Als erfahrener Lasersegler, der auf einem Berliner Binnensee groß geworden ist, kamen ihm die Windbedingungen sehr gelegen und er fuhr zwei Mal in die Top 10. Im dritten Rennen riss ihm dann das Trapez und er fand sich chancenlos im Mittelfeld wieder. Am Ende des Tages erreichte er den dreizehnten Platz im Gesamtklassement. “Da geht noch was!”, rief es in ihm.

Team Germany

Nach einem unfreiwilligen Layday ging es erst wieder am dritten Tag der EM weiter. Bei einem leichten bis mäßigen thermischen Wind, auch besser bekannt als “Rosenwind”, und Sonne pur, gelangen Frithjof wieder drei gute Rennen, darunter auch ein erster Platz. Doch leider war wieder ein Chaos – Rennen dabei. „Ich musste eine Strafdrehung am Start machen und dann noch mal eine auf dem ersten Vorwind und das Rennen war gelaufen.“ Von da an war ihm klar, dass er sich nun keine Fehler mehr erlauben konnte und unbedingt elf Rennen für einen zweiten Streicher brauchte. Trotz des Chaos – Rennens arbeitete er sich auf den achten Gesamtplatz vor.

Die Wetterlage blieb konstant und die Wettfahrtleitung konnte die nächsten Tage wieder mit dem Rosenwind rechnen. „Ich wusste, ich bin schnell und kann noch was reißen.“ Gepusht von seinem Vorschotmann Sebastian Wiedemann, der in Kiel die Daumen drückte, träumte Frithjof immer wieder davon und murmelte ständig vor sich hin, “Frithjof Schwerdt ist Europameister!”. Am vierten Tag erlaubt er sich keine Fehler und konnte noch einen Wettfahrsieg erkämpfen. Damit rutschte er auf den vierten Platz im engen Gesamtklassement vor. Sechs Segler hatten noch die Chance auf den Sieg. Spannender konnte die Situation vor dem alles entscheidenden letzten Wettfahrttag nicht sein.

Am letzten Tag ließ der Rosenwind erst noch ein bisschen auf sich warten und erhöhte damit noch mal die Spannung enorm. Für den zweiten Streicher, den Frithjof dringend brauchte, musste mindestens noch ein weiteres Rennen gesegelt werden. Mit einer Stunde Verspätung kam der Wind dann etwas schwächer als die letzten Tage, doch er kam. Die Wettfahrtleitung schickte das Feld raus und startete die erlösende 11. Wettfahrt. Der siebte Platz reichte gerade so um die Führung zu übernehmen. Eine Wettfahrt stand noch aus und wer in dieser vor ist, ist auch insgesamt vor. „Ich platzte vor Spannung, doch mir war vollkommen klar was ich zu tun hatte, rechts starten und Anschlag rechts raus fahren. Ich stellte mich dementsprechend direkt ans Startschiff und verteidigte meine Position.“ Daniel Henderson, Weltmeister von 2011 und einer seiner härtesten Konkurrenten, trieb auf Frithjof drauf und berührte seinen Wing. Er musste kurz vor dem Start eine Strafdrehung absolvieren und war damit vorerst aus dem Rennen. Der Plan ging auf, er musste nur ein Boot passieren lassen und fuhr einen zweiten Platz nach Hause. Damit hat es gereicht und Frithjof Schwerdt ist Europameister. „Mir schossen sofort die Freudentränen ins Gesicht und ich war überglücklich.“

An Land wendete sich das Blatt schlagartig. Daniel Henderson, sein härtester Konkurrent aus England, protestierte gegen ihn, wegen unerlaubten Vortriebs in der Startsituation. „Das war die schlimmste Protestverhandlung meines Lebens.“ Die viert- und sechst – Platzierten waren als Zeugen geladen und sagten gegen ihn aus. Nach einer anderthalbstündigen Verhandlung, in der er wahrscheinlich einige graue Haare mehr bekommen hatte, stand das Ergebnis fest. Der Protest wurde abgelehnt und endlich war der Titel offiziell.

„Ich kann es immer noch nicht fassen, aber ich habe es wirklich geschafft. Es ist der erste große Titel in meiner Segelkarriere. Ich habe immer davon geträumt so eine konstante Serie zu fahren und nun ist es vollbracht. Ich bin Europameister.“ Nun geht es auch darum, diese Leistung auf den 49er zu übertragen und das Projekt „Racing for Rio“ weiter voran zu treiben.

Frithjof Schwerdt ist zusammen mit seinem Vorschotmann Sebastian Wiedemann vor gut einem Jahr in die Olympische High Performance Bootsklasse 49er umgestiegen. Aller Anfang war schwer, doch durch hartes und konzentriertes Training konnten sich die beiden stetig steigern und sind nun bereit in der nächsten Saison richtig Gas zu geben. „Der Erfolg von Frithjof war enorm wichtig für uns als Team! Das pusht uns und gibt Selbstvertrauen für unsere bevorstehenden Aufgaben!“, sagt Sebastian Wiedemann. Ende nächster Woche wird dazu der Film „raise your performance“ seine Premiere feiern. Der Film wird auf deren youtube-Kanal „RacingforRioTV“ zu sehen sein.

„Tausend Dank an alle, die mich in meiner seglerischen Laufbahn unterstützt haben. Das ist auch euer Titel!“

Weitere Informationen: www.schwerdt-wiedemann.de

Wie die Wikinger

draken i lysefjord

Copyright vikingkings.com

35 m Länge, 7,5 m Breite und 6 m Höhe vom Kiel bis zum Drachenkopf – damit ist “The Dragon Harald Fairhair” das größte in der Neuzeit gebaute Wikingerschiff. Der Name soll an den norwegischen König, Harald I. erinnern, der den Beinamen “Schönhaar” trug. Das privatfinanzierte Schiff entstand an der norwegischen Westküste in Haugesund. Es geht bei dem Schiff, anders als bei älteren ähnlichen Projekten, nicht darum ein möglichst originalgetreues Schiff fürs Museum zu bauen, sondern ein Schiff für die Meere zu bauen. Fernziel sind ausgedehnte Expeditionen … auch über den großen Teich.

Den deutschen Michel wird es freuen zu hören, dass die für den Rumpf verwendete Eiche aus Taunus und Spessart stammt.

mehr zum Thema findet ihr hier http://www.vikingkings.com/

Vulkane in Aktion beim Segeln vor Sizilien

Bieten Mitfahrgelegenheit auf 38 Ft Katamaran, Bj. 2013, 4 Doppelkabinen, 2 Bäder. Erfahrener Skipper (67) mit Partnerin (56) sucht Mitsegler Sizilien 7.-14.9.13, dabei Wandern auf Vulcano und Stromboli, Baden auch in Thermalquellen. Pro Person 880 EUR. Zuschriften unter saildoc@web.de

iPad Navigation mit Assistive Touch

Unser Partner Richard von 3sails.eu, der unseren Shop mit den Armor-X Produkten versorgt, hat vor ein paar Tagen auf eine etwas versteckte Funktion des iPad hingewiesen, welche die Bedienung des iPads beim Segeln erleichtern soll.

Assistive Touch

von Richard König

3Sails assistive touchIn diesem Beitrag möchte ich das ausgeklügelte, aber etwas versteckte, Bedienungssystem Assistive Touch von Apple kurz vorstellen. Vor allem aber, warum Assistive Touch gerade für Segler und Yachties, die ihr iPad zum Navigieren verwenden, eine geniale Funktion ist. Sinn von Assistive Touch ist es mit einfachem Finger-Tippen komplizierte Multitouch-Gesten zu vereinfachen oder bestimmte Hardwarefunktionen auf dem Touchscreen direkt und schnell auszuführen.

Ich möchte mich hier auf die Hardwarefunktionen beschränken, da diese oft bei wasserdichten Schutzsystemen nur eingeschränkt erreichbar sind. Assistive Touch lässt sich in den Einstellungen unter Allgemein – Bedienungshilfen aktivieren. Danach erscheint bereits am Display ein transparenter weisser Punkt. Durch betätigen dieses Punktes kommt man in das Menü von Assistive Touch. Im Menüpunkt “Gerät” findet man danach typische Hardwarefunktionen wie die Lautstärke, den Bildschirm drehen oder die Bildschirmsperre (= Standby).

Foto-2Verwendet man das iPad oder iPhone zur Navigation und steckt es in ein wasserdichtes Case, dann fehlt oft die Möglichkeit den Standby-Schalter oben zu erreichen. Damit bleibt das iPad bei Nichtverwendung für mindestens 2 Minuten noch aktiv und das verbraucht kostbaren Akku. Mithilfe der Funktion “Bildschirm sperren”, die mit 2 Klicks aktiv ist, schaltet der Bildschirm sofort in den Ruhemodus.

Wenn Euch die weiteren Möglichkeiten interessieren, beispielsweise wie man eigene Gesten erstellt, dann einfach Googeln. Auf Törns, gerade wenn etwas Bewegung an Deck ist, können diese Funktionen eine wertvolle Hilfe sein.

Mit besten Grüße

Euer

Richard von 3Sails

B96 Fahrerlaubnis – PKW/Boot Kombination bis 4,25 Tonnen

rampeNach dem neuen Führerscheinrecht, das am 19. Januar 2013 in Kraft getreten ist, können PKW-Anhänger-Kombinationen im Rahmen der B96-Fahrerlaubnis bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 4,25 to bewegt werden. Zum Erwerb reicht B-Führerscheinbesitzern die Teilnahme an einer eintägigen Fahrschulung. Eine Prüfung ist nicht notwendig.

Die 7-stündige Schulung ist unterteilt in 2,5 Stunden Theorie und 3,5 Stunden praktische Übungen. Hinzu kommt noch eine einstündige Fahrt im öffentlichen Straßenverkehr in Begleitung eines Fahrlehrers. Nach Abschluss der Schulung wird die erfolgreiche Teilnahme bescheinigt. Ein flächendeckendes Netz an Schulungsangeboten befindet sich allerdings noch im Aufbau.

Außerdem wurde die Anhänger-Regelung des B-Führerscheins vereinfacht. Der normale B-Führerschein berechtigt Anhänger mit einem unbeschränkten Gesamtgewicht zu ziehen, sofern die zulässige Gesamtmasse der PKW-Anhänger-Kombination 3,5 to nicht überschreitet.

Für die Führerscheinbesitzer der Klasse 3 hat sich nichts verändert: Mit ihm kann grundsätzlich jeder PKW mit jedem Boot gefahren werden. Die einzige Gewichtsbegrenzung ergibt sich aus der Anhängelast des Zugfahrzeugs.

Quelle BVWW

“Mit Halbgas mache ich’s nicht”

Wer sich fragt, was Alexander Schlonski jetzt eigentlich macht, findet im heutigen Artikel der NNN genau diese Antwort.

Viel Spaß beim Lesen!

Beitrag der NNN

Schärenkreuzer – Die Götter der Meere

S-9, MARGA IV, LOA 19.85, width 2.79, year 1921, TORE HOLM

S-9, MARGA IV, LOA 19.85, width 2.79, year 1921, TORE HOLM

„skärgårdskryssare“: wunderschön, schnell und mit der Fähigkeit ausgestattet, höher an den Wind zu fahren als andere.

Das schlimmste was einem im Umgang mit Yachten passieren kann, ist sich zu verlieben, denn dann wird es meist richtig teuer – gerade bei Klassikern. Schärenkreuzer bieten mit ihren weichen Rundungen da natürlich ein besonders hohes Risiko … das will die Biologie so und die Konstrukteure dieser Zeit haben das schamlos ausgenutzt. Einer dieser Fälle war kürzlich bei Segelreporter beschrieben … Thomas Behrend, als Produzent des Films Götter der Meere, begegnete einem verunfallten wunderschönen 13 m langen und 1,75 m breiten Schiff  und lässt “Gerd VI” aufwendig restaurieren.
Ich kenne die näheren Umstände bei Herrn Behrend nicht, hoffe aber mal, dass er das Refit nicht so exzessiv betrieben hat, wie Björn Widström, der Retter des letzten 150er Schärenkreuzers. Nach einem Kranunfall steckt er sein gesamtes Hab und Gut ins Boot. Als das nicht reicht, verkauft er seine Firma. Die Auswirkungen, die das auf seine Ehe hatte müssen hier nicht näher erklärt werden.

Was lernen wir daraus … man sollte sich nicht in Boote verlieben … sollte man wirklich nicht … nein echt nicht …

Für die verschneiten Wintertage

Wer kennt es nicht, draußen beginnt es jeden Tag aufs Neue zu schneien und das Fernweh nagt an unseren Nerven. Wir wollen wieder aufs Wasser, ob nun in der Ferne, oder vor unserer eigenen Haustür – das Wasser muss her!

Schnee in allen Ehren, aber 25 Grad Lufttemperatur und eine zweistellige Wassertemperatur, wobei eine zwei ruhig vorn stehen darf, sind einem Segler doch wesentlich lieber, als morgens das Auto von Schnee und Eis zu befreien und in einen Tag zu starten, wo es abends 18 Uhr schon wieder dunkel ist und man sich vor den Karmin, oder an die warme Heizung setzt, um den Tee zu genießen.

Für alle, denen es so geht, wie auch mir ab und an mal, schaut euch gern die Videos auf dem youtube Channel des IOC an und lasst die Medal Races der vergangenen olympischen Spiele in London/Weymouth nochmal Revue passieren.

Meinen persönlichen Favoriten gibt es an dieser Stelle natürlich auch, Medal Race der Finn Klasse mit einem historischen Sieg für Ben Ainslie. Wer sich nicht so sehr für die Stare interessiert, spult einfach ein wenig vor.